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Italian Baja: Schmidt, Matzker und Danner starten in Italien







In wenigen Tagen, genauer am 14. März 2008, trifft sich die Elite der Semi-Rallyraid-Teams in Italien, um auf der Italian Baja den europäischen Start des "FIA Baja Worldcups" zu zelebrieren. Für viele auch die erste Möglichkeit in diesem Jahr, nach der Absage der Dakar gegenseitig die Kräfte zu messen.

Das gilt nicht für den Russen Boris Gadasin und den Tschechen Miroslav Zapletal. Beide traten nicht nur Anfang Februar auf der "Hail Saudi Baja" in Saudi Arabien gegeneinander an, sondern duellierten sich auch auf der russischen "Baja Northern Forest" am vergangenen Wochenende. Beide bringen aus Russland einen dritten "Northern Forest Kameraden" mit - den Russen Ruslan Misikov, in St. Petersburg Zweiter und heiss darauf, seinen neuen Overdrive Nissan Navara in Italien weiter zu testen.

Es wird eine äusserst spannende Rally. Denn Gadasin, gemeinsam mit Beifahrer Aleksandr Mironenko Vorjahressieger in Pordenone und nebenbei "FIA Baja Worldcup"-Sieger, will erneut den Sieg - und den Worldcup-Titel. Den will ihm vor allem Zapletal streitig machen - nur knapp verpassten er und sein Beifahrer Miroslav Janacek im Vorjahr den Titel.

Doch die beiden sind nicht allein. Kräftemessen ist angesagt, denn starke Konkurrenz kommt vor allem aus Ungarn und dem Gastgeberland Italien. Sandor Kis (Werks-Nissan Navara), Laszlo Palik (nagelneuer Werks-Nissan Navara) und Opel Antara RR-Pilot Balazs Szalay verlassen die Puszta, um Gadasin und Zapletal das "Halali" zu blasen. Ihr stärkster Gegner dürfte dabei der Japaner und Ex-Dakar-Sieger Kenjiro Shinozuka sein, der mit Toyo-Reifen und nagelneu aufgebautem Tecnosport-Nissan (gebaut in Italien) wissen will, was geht.

"Das wird ein Fest der Neuwagen" grinst Zapletals Co. Janacek gegenüber marathonrally.com. "Fast alle Teilnehmer haben ihre Autos für die Dakar neu aufgebaut oder gleich komplett neue Fahrzeuge angeschafft - die standen wochenlang in den Garagen rum und staubten ein. Ganz zu schweigen von den nervösen Gasfüssen - die Jungs wollen endlich raus und fahren." Janacek muss es wissen - er ist nicht nur Co. im Mitsubishi L200 Strakar, sondern auch Herausgeber des tschechischen Off-Road Magazines.

Auch für die deutschsprachigen Fans lohnt sich die verhältnismässig nahe Reise hinter die Alpen. Tino Schmidt, den meisten eher bekannt als "Kopf hinter 2 Drive Adventures", will wieder hinters Lenkrad und startet nach langer Abstinenz mit dem Mitsubishi Pajero 4.0, der eigentlich für Ellen Lohr auf der Dakar bestimmt war. Sein Co. ist übrigens kein Geringerer als Phillip Tiefenbach, jahreland X-Raid Spezi und einer der besten deutschen Navigatoren. "Wir haben uns vorgenommen, nach der Italian Baja den ganzen "FIA Baja Worldcup" zu fahren" verrät Schmidt gegenüber marathonrally.com. Das freut uns - und die deutsche Rallyszene.

Schmidt´s Mitsubishi bleibt nach der Italian Baja übrigens nicht lange in der Hallen stehen: "Ellen Lohr und Stephan Schott, die beide in diesem Jahr auf der Dakar starten wollten, werden an der Dakar-Series teilnehmen und im April in Ungarn und Rumänien starten" so Schmidt.

Aus Köln kommen Amadeus Matzker und seine Crew und wollen nach dem eindrucksvollen (und für die Mechaniker schweisstreibenden) Einsatz auf der UAE Desert Challenge im vergangenen November wieder auf die Rennstrecke. Zum Einsatz kommt der erstmals auf der UAE Desert Challenge gefahrene Land Rover Defender 110 Md5r - ein erstaunlicher "Wolf im Schafspelz".

Die erstaunlichste deutsch-sprachige Nennung kommt aber aus Österreich: Christof Danner hat sich zur Italian Baja angekündigt. Das wäre normalerweise nichts Besonderes, wenn es sich denn nicht um eine FIA-Rally handeln würde. Doch der kompakte Österreicher hat aufgerüstet, seinen Puch (Mercedes) G nach FIA-Standard umgebaut und auch sonst tief ins teure FIA-Regal gegriffen, um zukünftig in der "Champions-League" mitzuspielen. "Das heisst aber nicht, das ich auf Amateurrallys verzichte" meint Danner und bestätigt dies mit seiner Teilnahme an der Tuareg Rally im April - "jetzt darf bloss nichts kaputtgehen."

Danner will seinen Traum von der Dakar wahrmachen. Das hatte er eigentlich schon Anfang diesen Jahres vor, doch durch einen Formfehler bei der Bewerbung wurde seine Teilnahme abgelehnt. Zum Glück, kann man im Nachhinein in Bezug auf die Dakar-Absage sagen, "zudem hatten wir mehr Zeit, das Auto auf FIA-Niveau umzubauen." FIA-Luft schnupperte er bisher nur auf der "Hungarian Baja", doch in Ungarn startete er noch in der Amateurklasse.

"Auf der Italian Baja wollen wir vor allem die FIA-Tauglichkeit testen" so Danner, "wichtig ist uns vor allem die Technische Abnahme." Und Danner darf zittern: Kein Geringerer als FIA-Komissar Lionel Carré aus Frankreich ist der Oberinspektor in Sachen "Ja oder Nein". Carré ist nicht "irgendein" FIA-Komissar - er ist der strengste und kommt ebenfalls gerade erst zurück von der "Northern Forest" aus Russland. Das Gute: Wenn Danner "Carré" besteht, besteht er auch die Dakar-Abnahme. Bestimmt.

Was der Österreicher so alles an seinem getreuen G veränderte, lässt sich "kurz" auflisten:

- Umbau aller Leitungen auf Stahlflex
- Einbau der Feuerlöschanlage mit Betätigung von innen und aussen (2x)
- Adaption des elektrischen NOT-AUS auf doppelte Betätigung von aussen, 1x von innen
- zusätzlichen Montage von 2 zertifizierten 2 kg - Feuerlöschern
- Nachrüstung des Überrollkäfigs auf letzen FIA - Stand
- Verbau eines 32 mm Air-Restriktors nach FIA-Vorschrift
- Montage eines 400 l FT3 Sicherheitstanks im Aufbau
- Verlegung der Batterie ins Heck - anstelle des Originaltanks
- Erhöhung des hinteren Böschungswinkels durch modifizierte Stossfänger, die gleichzeitig als Wagenheberaufnahme und Druckspeicher dienen
- Beschaffung von HANS Systemen incl. der erforderlichen Helme

Das "gute Stück" wurde also ordentlich revidiert - jetzt muss der Puch G nur noch seine "FIA-Feuertaufe" bestehen.

Die Italian Baja gilt als eine der härtesten Bajas, auch wenn man das auf den ersten Blick meist garnicht so erkennen mag. Vor allem die Steine und Felsen machen den Autos zu schaffen - immerhin wird ein Grossteil der Rally in trockenen Flussbetten ausgetragen, die als Schmelzwasserabfluss der Alpen dienen.

Für Fans ist die Italian Baja ein beliebtes Ziel. Der Austragungsort Pordenone liegt gleich hinter den Süd-Tiroler Alpen, günstig zu erreichen über die Autobahn oder über einen Abstecher über die Alpen und die Touristen-Orte "Brixen" oder "Cortina D´Ampezzo". Die Hotels sind günstig, die Italiener in dieser Region freundlich. Und noch ein Gutes hat die Rally: Das Wetter ist hier meistens schon sehr mild und sonnig, in der vergangenen Tagen reichte tagsüber meist ein T-Shirt aus.

Artikel vom 02.03.2008, Artikel: Redaktion/hs

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