Liveberichte und Fotos von Rallys & Events



Aktuelle Nachrichten 4x4, Offroad, Rally



Teams, Fahrzeuge, Links, Downloads...



Das Fotoarchiv zum Ansehen und Bestellen

















Sie befinden sich in den marathonrally.com News Einzelartikeln. Um zur Übersicht zurückzugelangen, klicken Sie bitte unter dem Artikel auf den gewünschten Link.





Italian Baja: Strike für Zapletal, X-Raid kommt nach Italien







Im vergangenen Jahr mussten der Tscheche Miroslav Zapletal und sein Co. Miroslav Janacek vom marathonrally.com-Partnerteam "Offroadsport.cz" ihren Konkurrenten Boris Gadasin im Kampf um den Titel zum "FIA Baja Worldcup" Champion ziehen lassen - das hat man in diesem Jahr anders auf dem Plan. Doch Gadasin punktete bereits besser in Saudi Arabien und rüstete auf. Statt seines alten Werks-Nissan Navara setzt der Russe auf einen neuen Süd-Afrika Nissan, verbessert durch die belgische Schmiede "Overdrive".

Und noch jemand mischt sich still und heimlich in den Baja-Worldcup ein: Der Qatari Nasser Saleh Al Attiyah mit seinem X-Raid BMW X3CC. Auf der Hail-Baja in Saudi Arabien deklassierte er die Konkurrenz mit seinem BMW, die Semis blieben quasi chancenlos. Jetzt hat Al Attiyah angekündigt, auch auf der Italian Baja zu starten - der Worst-Case für die Semis. Für Al Attiyah die grosse Chance, zu zeigen was er kann. Hat er etwa den Titel im Sinn?

Al Attiyah und sein X-Raid BMW sind auf jeden Fall ein Knackpunkt für die Semis - erst recht, wenn man sich als "Semi" selbst den Worldcup-Titel ins Lastenheft geschrieben hat. "Was tun?" dachten sich Miroslav Zapletal und Miroslav Janacek, "da hilft nur eins - den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen".

Und so machten beide in der vergangenen Woche einen besonderen Deal: Sie kauften einen X-Raid X5CC von Sven Quandt. "Wir haben mit unserem Strakar zwar ein wettbewerbsfähiges Auto, doch in Saudi Arabien haben wir gesehen wie gut der X-Raid BMW ist. Unsere Wettbewerber haben aufgerüstet, der Kampf um den Titel ist härter geworden - also rüsten wir auch auf und fahren mit X-Raid" heisst es seitens des Teams. Zwar ist das Auto für beide Piloten neu, das hält sie aber nicht davon ab, es schnell anzugehen.

Für X-Raid-Chef Sven Quandt ein doppelt guter Deal. Ein neuer Kunde, ein Auftrag mehr auf dem Konto. Und "sein" Team-Qatari Al Attiyah ist gut, sehr gut, Quandt weiss was er an ihm hat. Doch Nasser wurde von seinem eigenen Ehrgeiz überholt - auf der Dakar 2007 versaute er erst Platz 3, dann die Platzierung als bestes Diesel-Fahrzeug (die dann an Volkswagen und Rescue-Driver Mark Miller ging) - weil er keine Disziplin gegenüber den km/h Vorschriften hatte (diverse Zeitstrafen, wir berichteten) - und die A.S.O. ihn speziell (und vielleicht auch übertrieben) beobachtete.

Quandt war damals fix und fertig, wollte nicht mehr. Doch der Motorsport-Geist verschaffte ihm neue Motivation, er rappelte sich auf, macht sein Geschäft heute besser den je und gibt Al Attiyah eine neue Chance. Die will der Qatari jetzt nutzen, für sich, sein Image und seinen Rennstall. Und Quandt ist kein "Usual-Player" mehr, Quandt ist nach Mitsubishi und Volkswagen die Nummer 3 im Rally-Raid Sport - mit einem Bruchteil des Budgets.

78 Autos haben sich in Italien angemeldet, darunter auch die Deutschen Tino Schmidt (Mitsubishi Pajero) und Amadeus Matzker (Land Rover Defender) sowie der Österreicher Christof Danner, der mit seinem Puch G eine FIA-Premiere begeht.

Eine ganz andere Premiere gibt es ebenfalls zu sehen: Nachdem es auf der Dakar nicht geklappt hat, werden in Italien erstmals die neuen Bowler Nemesis starten. Gleich drei Nemesis sind dabei: Joost van Cauwenberge aus Belgien, Thierry Charbonnier aus Frankreich und Richard Hayward aus England setzen auf den neuen Renner, dem Experten aber wenig Chancen geben. Zu neu und zu unausgewogen sei das Fahrzeug - so ist der Nemesis ähnlich wie sein Vorgänger "Bowler Wildcat" vor allem bei Sprüngen gefährlich kopflastig.

Die weiteren Top-Namen in Italien: Francesc Termens (Portugal, Mitsubishi Pajero), Maurizio Traglio (Italien, Tecnosport Nissan Pathfinder), Sandor Kis (Ungarn, Werks-Nissan Navara), Rui Sousa (Portugal, Isuzu D-Max), Leonid Novitsky (Russland, Tecnosport Nissan Pathfinder), Laszlo Palik (Ungarn, Werks-Nissan Navara), Ruslan Misikov (Overdrive Nissan Navara), Alexey Berkut (Russland, Mitsubishi MPR7), Balacz Szalay (Ungarn, Opel Antara RR), Janis Azis (Lettland, OS-Car) und Tonnie van Deijne (Holland, Mitsubishi L200 Strakar).

Erstmals in diesem Jahr bekommen wir auch gleich drei Buggies zu sehen. Stephane Henrard aus Belgien kommt mit zwei alten Werks-Volkswagen Tarek und Lukasz Komornicki aus Polen setzt wie im Vorjahr auf einen SMG-Gache Buggy aus Frankreich. Die Buggies sind gut für die italienische Baja - wenn es nicht zu nass wird. So gab Komornicki im vergangenen Jahr auf, weil Bauarbeiter vergassen, eine Schleuse zu schliessen. Das führte nämlich dazu, das die Autos ungeplant durch teils metertiefe Wasserfurchen fahren mussten.

Die am weitesten gereisten Teilnehmer sind wie im Vorjahr Gal Shacham und Ben Shmual Gidon sowie Yehoshya Shmoni und Aviv Spektor aus Israel, die im letzten Jahr aufgrund eines Transportschadens gar nicht erst starten konnten. Der Rallyraid-Sport verbindet Völker und so startet mit dem Saudi-Arabier Majed Al-Ghamedi und den Libanesen Joseph Matar zudem ein Mixed-Team, dessen Herkunftsländer nicht gerade mit Israel verbrüdert sind. Doch in der Frage des Einsatzfahrzeuges ist man sich einig, alle drei Teams starten mit einem Mitsubishi.

Das Starterfeld ist also äusserst vielseitig und bunt wie nie. Und auch wenn Mitsubishi und Nissan das Bild klar dominieren, für die Fans "alternativer" Marken gibt es auch viel zu sehen. Isuzu D-Max, Toyota Tundra, Isuzu Vehicross, Gbaba Proto, Suzuki Grand Vitara (die gleich mit einer eigenen Serie starten), Opel Antara, OS-Car, Bowler und Land Rover.

Den Vogel in Sachen "Alternativität" schiesst aber wie in jedem Jahr der Italiener Guiseppe Fornasari ab. Gleich vier seiner "Fornasari 450RR" starten auf der Italian Baja. Der [ Fornasari ] ist eigentlich ein in Kleinserie hergestellter Sportwagen mit Porsche-ähnlicher Front, doch als Rallyraid-Fan setzt Chef Guiseppe seine Gefährte modifiziert auch gerne mal auf Marathonrallys ein.

Und Guiseppe Fornasari ist es schliesslich auch, dem nach dem X-Raid/Zapletal-Deal der zweitgrösste Coup für die Italian Baja gelang: Er verpflichtete den Spanier Marc Blazquez für eines seiner Fahrzeuge. Blazquez, bisher mit Nissan unterwegs, gilt als einer der besten Fahrer in der Baja-Szene, war FIA Baja Worldcup Sieger in 2005 und 2006 und verpasste den Sieg der Italian Baja nach einem technischen Defekt in der letzten Runde im vergangenen Jahr nur knapp. Sollte der Fornasari halten (und das tut er eigentlich nie), könnte Blazquez also ein interessanter Stachel an der Spitze werden...

Die komplette Startliste können Sie [ HIER ] downloaden, alle weiteren Infos z.B. zur Anreise finden Sie auf der offiziellen Webseite [ HIER ] und weitere Infos (auf englisch) über das tschechische Offroadsport-Team [ HIER ].

Artikel vom 08.03.2008, Artikel: Redaktion/hs

Zurück zur News-Übersicht: [ HIER KLICKEN ]

Zurück zur Startseite: [ HIER KLICKEN ]








































smava - Kredite von Mensch zu Mensch









Kostenlos und wöchentlich - der Marathon Newsletter







 COPYRIGHT 2003 - 2010 MARATHONRALLY.COM | LONDON | COLOGNE | NUREMBERG | BUDAPEST | KUALA LUMPUR | ST. PETERSBURG | QATAR | PRAHA | MANILA