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 Italian Baja: Toyota "knallt", SAM zufrieden, Zapletal 80%, wer wird Sieger?.
Was für ein Tag! Die "Italian Baja" und Veranstalter Mauro Tavella und "sein" Team machen ihrem Namen alle Ehre: Die Etappen (zweimal eine Strecke von jeweils 81 Kilometern) waren wieder brutal hart wie eh und jeh. Schon nach der ersten Runde hagelte es Ausfälle - das berühmt-berüchtigte Flussbett rund um den Ort "Spilimbergo" fand "seine Opfer".
Prominentester Ausfall: Der letztjährige Sieger Boris Gadasin aus Russland hob nach einer Senke etwas zu stark ab, der G-Force Proto schlug hart ein und man zerstörte sich die Lenkung. Erst reparierte man das Fahrzeug, fuhr einige Kilometer - aber dann musste man den Tag endgültig abhaken.
Für atemberaubende Stunts (siehe auch unser Video vom Samstag) sorgte der Overdrive Toyota-Neukunde Peter van Merksteijn aus Holland. Er gab dem Begriff "Fliegender Holländer" einen ganz neuen Anstrich... ganz in WRC-Manier nahm er den von hunderten Zuschauern wohl berühmtesten Sprunghügel mit Vollgas, hob ab, schlug mit der Front ein, kam ins Schleudern... und fing den Toyota tatsächlich wieder ein. Die Belohnung: Die Führung in der Gesamtwertung.
"Alles krumm, jetzt wissen wir warum" lachte Overdrive-Boss Jean-Marc Fortin (bekannt auch als Beifahrer von X-raid Pilot Kristof Holowczyc), nachdem er das Video des "Fast-Abgangs" sah. Überhaupt läuft der Belgier mit einem Dauergrinsen durch das Fahrerlager: Das sein Kunde derart gut fährt, war wohl auch für ihn überraschend.
Zufriedenheit auch bei der deutsch-russischen SAM-Truppe. Neukunde Ilya Kuznetsov fuhr noch lange nicht am Limit, aber kontinuierlich und brav seine Runden. Während allerortens repariert und geschraubt wurde, polierte man bei SAM nur den Lack. "S macht das Spass" meinte Teamchef Sven Knorr. "Das Auto läuft super und problemlos, der Kunde ist einfach klasse und für seine erste Rally fährt er wirklich gut.
Wir erinnern uns: Kuznetsov wurde im vergangenen Jahr mit einem Toyota Land Cruiser 200 des italienischen "Top Run" Teams FIA World Champion in der T2-Klasse der seriennahen Fahrzeuge, der Umstieg auf ein T1-Fahrzeug ist daher umso schwerer. Heute reichte es mit nur 8:39 Minuten Rückstand für einen hervorragenden 13. Platz.
Was Gadasin an Pech hatte, kommt seinem Neukunden Vladimir Vasilyev zugute: Der Russe überraschte so ziemlich Alle, liess den Gasfuss seines G-Force Proto stehen und wurde verdient 2. der Gesamtwertung mit nur 1:02 Minuten Rückstand.
WRC-Ass Toby Gardemeister scheint den Rallyraid-Sport ebenfalls zu lieben: Platz 3 bei seinem ersten Einsatz mit einem eigentlich uralten Ex-Werks Mitsubishi MPR9 des lettischen RE-Autoklub Teams mit nur 1:52 Minuten Rückstand.
Miroslav Zapletal und Navigator Mila Janacek im privaten X-raid BMW X3CC sahen heute "irgendwie langsam" aus... und fuhren dennoch auf Platz 4 der Gesamtwertung (+2:34). "Nunja" könnte man sagen, "mit einem X-raid nur Platz 4?"
Da muss selbst Janacek lachen: "Das mit dem "Langsam" kommt hin. Wir fahren nur 80 Prozent, weil wir das Auto heile lassen wollen. Am Montag geht der BMW direkt nach Abu Dhabi zur "Desert Challenge"... das wären unnötige Reparaturen Blödsinn. Schliesslich wollen wir den ganzen World Cup fahren - und da zählt eben auch Kontinuität."
Khalifa Al Mutaiwei und sein deutsche Beifahrer Andreas "Andy" Schulz kamen heute "nur" auf Platz 11, obwohl man keineswegs langsam war. Für den Dubaier ist es ein Comeback nach 8 Jahren - zudem: "Wir hatten nur ein paar Test-Kilometer vor der Rally, er kennt das Auto eigentlich gar nicht" so Andy Schulz. "Sein Sprung heute war nicht nur der erste seit Jahren, sondern auch der erste im Mini..." Und Al Mutaiwei´s Sprung war keineswegs langsam...
Auch Jean-Louis Schlesser machte nach der Etappe vergnüglich seine Fahrerlager-Runden mit seinem Mini-Moped. "Lief gut heute, die zweite Stage des Tages haben wir sogar gewonnen."
Schlesser machte zudem noch Jemandem eine Freude: Dem Italiener Matteo Castelli. Der ist nämlich italienischer Vertreter des "Africa Eco Race", das mit einem Stand im Fahrerlager zu Besuch war. Schlesser, Gewinner des Africa Eco Race, liess es sich nicht nehmen, persönlich zum Erstaunen Castelli´s auf einen Kaffee vorbeizuschauen.
Es gäbe noch stundenlang mehr zu erzählen, aber morgen geht es weiter und das Pressezentrum schliesst... Am Sonntag werden die beiden heutigen Etappen nochmals in entgegengesetzter Richtung gefahren... das Gelände wird mit der Zeit nicht besser und somit bleibt es zu 100% spannend...
2012/03/17 | 21:07 CET | ARTICLE: MR/SY/HS








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