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 Kahle/Schünemann setzen auf bewährte T4-Racetruck-Crew um M. Behringer.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgesetzt: Das "HS Rally Team" um Rally-Profi Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann startet auch bei der "Silk Way Rally" (11.-18.09.) und der Südamerika-Dakar 2011 mit einem eigenen T4-Racetruck. Mathias Behringer und Co. fungieren weiterhin als Nothelfer für die Buggy-Piloten.
Zwei Klassensiege, zwei zweite Plätze und kein Ausfall - das ist die Bilanz des Teams seit der "Transorientale" 2008. Bei der Wüstenrally von St. Petersburg nach Peking brachte die Mannschaft aus Hamburg erstmals einen eigenen T4-Racetruck an den Start.
Bei vier Rallys hat sich der im Wettbewerb fahrende Service-Lkw bewährt und auch selbst das eine oder andere Ausrufezeichen in seiner Klasse gesetzt. Gleich beim ersten Einsatz holten Mathias Behringer, Siegfried Schadl und Hugo Kupper eine Tagesbestzeit und erreichten nach 17 Etappen das Ziel in Peking sensationell auf Platz Sechs in der Truck-Wertung.
Die Erfolgsgeschichte des "HS Rally Teams" will die MAN-Besatzung nun fortsetzen. Dabei steht die Vorbereitung auf die Veranstaltung an der Seidenstrasse unter ungewohnten Herausforderungen, denn nun beginnt schon vor der Rally für Mathias Behringer, Hugo Kupper und Jochen Seiler - den neuen dritten Mann im Team - das Rennen gegen die Uhr. Denn der Truck wird erst in den nächsten Tagen von seinem Einsatz bei der Südamerika-Dakar 2010 (!) zurückerwartet.
Wir blicken zurück: Kurz vor dem Ruhetag der Dakar, am 8. Januar 2010, kippt der MANTruck in den chilenischen Dünen der Atacama-Wüste auf die Seite. Mit Hilfe eines anderen Lkw wird der schwarze T4-Racetruck des Teams schnell wieder aufgerichtet, doch beim Starten des Motors nimmt das 550-PS-Triebwerk Schaden. Das Aus für Mathias Behringer und seine Crew, die eine Nacht in den Dünen bleiben müssen. Am nächsten Tag wird der 9,5 Tonnen schwere Truck in die Küstenstadt Iquique geschleppt.
Mathias Behringer und Co. verzichten auf den schwierigen Transport über die Anden zum Ziel in Buenos Aires und beschliessen, den defekten Truck von der Westküste Südamerikas in die Heimat zu verschiffen. Doch Schwierigkeiten mit dem Zoll und nicht zuletzt das schwere Erdbeben in Chile verzögern den Rücktransport. Seit Anfang Juni befindet sich der MAN-Racetruck endlich auf dem Seeweg nach Rotterdam, wo er am 18. Juli erwartet wird.
Trotz der knappen Vorbereitungszeit von weniger als zwei Monaten wird der MAN-Truck zur "Silk Way" perfekt präpariert sein. "Wir müssen den Motor wechseln, das Getriebe revidieren und in Frankreich die Ersatzteile für den neuen Buggy einladen. Da sehe ich keine unüberwindbaren Probleme", freut sich Mathias Behringer bereits auf das nächste Wüstenabenteuer.
Matthias Kahle: "Bei der Südamerika-Dakar 2010 haben wir erneut gemerkt, wie wichtig der T4-Racetruck als Backup ist, als unser Getriebe auf der dritten Etappe mitten in den Dünen streikte. Da ging nichts mehr, bis uns Mathias Behringer und seine Crew zu Hilfe kamen. Sie haben uns 130 Kilometer bis ins Ziel der Etappe geschleppt. Eine Riesenleistung. Dafür sind wir bis heute dankbar. Ohne sie hätten wir das Ziel der Dakar nicht erreicht."
Dr. Thomas M. Schünemann: "Wer vorne im modernen Wüstensport mitfahren will, für den ist eine Unterstützung durch einen schnellen Racetruck im Rennen unverzichtbar. Bei vier gemeinsamen Rallys sind wir zu einem starken Team zusammengewachsen. Die persönliche Freundschaft und die hohe Professionalität sind eine belastbare Basis und sichern künftige Erfolge des Teams, das sich auf den ersten Einsatz des neuen Diesel-Buggy freut."
2010/07/12 | 20:50 CET | Editor: MR/HS/KLEIN


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