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 King of the Hammers 2010: Deutscher Ralf Küller Platz 36 von 100 Startern.
12. Februar 2010, 8:00 Uhr lokale Zeit, 160 Kilometer östlich von Los Angeles irgendwo im Nirgendwo in der Wüste: Der wohl grösste temporäre Campingplatz der Welt. Das Ganze zu der aussergewöhnlichsten Offroad Veranstaltung die es gibt - King of the Hammers (kurz = KOH). Die Kombination macht die Besonderheit. Es geht 220 Kilometer quer durch die Wüste mit Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h, danach durch Canyons, über Berge und nicht zu vergessen - Felsen so weit das Auge reicht. Die Anforderungen an Fahrer und Material sind immens.
Ralf Küller von "K&S US-Car Tuning" aus Gundelsheim am Neckar nahm die Herausforderung an. Nach diversen Siegen in Europa kam die Einladung aus den USA gerade recht. Sponsoren im In- und Ausland waren auch schnell gefunden, genau wie ein Buggy, der passend zu dieser Art Wettbewerb extra vor Ort angefertigt wurde.
Zur Verstärkung des Teams wurden 20 Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA rekrutiert. Mit Eric Filar wurde auch ein passender Beifahrer gefunden, der selbst über genügend Rennerfahrung in den verschiedensten Bewerben verfügt. Der Bruder, der in den USA lebt, wurde zum Dolmetschen und für Logistikzwecke "eingeladen".
Die Liste der Mitteilnehmer las sich wie das "Who is Who" des US-amerikanischen "Hardcore-Offroad Sport" und sprach für die Grösse dieser noch jungen Veranstaltung - Rob MacCacheren, Shannon Campbell, Casey Currie, Greg Adler, Brad und Roger Lovell und Viele mehr.
Der Renntag startete erwartungsvoll, Küller konnte gleich einige Positionen gut machen. Bis zur Rennmeile 55 ging alles glatt und er konnte sich unter den Top Ten platzieren - doch ein defekter Kühler bremste den Deutschen aus. Die Reparatur nahm über zwei Stunden in Anspruch, mit vereinten Kräften wurde das Fahrzeug wieder flott gemacht.
"Ich habe noch auf keiner Veranstaltung so viel Teamgeist erlebt wie hier" berichtet Knüller. "Die anderen Teams hatten mitbekommen das wir ein technisches Problem haben und uns das geeignete Werkzeug und Wasser fehlte - sofort halfen uns alle umstehenden Teams mit allem aus was und fehlte, Mannschaften, Zuseher - alle brachten ihre Wasserflaschen zu uns damit wir den Kühler füllen konnten - sowas findet man nicht überall."
Während der Reparatur wurden sie von vielen langsameren Fahrzeugen überholt, die sie dann wieder überholen musste. Dadurch kamen sie erst in der Nacht in die berüchtigten "Hammers" - Felsencanyons, die schon bei Tage kein Vergnügen sind. Eine echte Herausforderung.
Dummerweise blieb genau vor dem Team ein Konkurrent liegen, ein weiteres Fahrzeug überschlug sich. Die gutgemachte Zeit war wieder dahin, in einem "Stau" holten die gerade überholten Teilnehmer wieder auf. Hinter der "Unfallstelle" waren nur noch 35 Meilen zu fahren, aus diesem Grund lagen zahlreiche Teilnehmer auch am Ende noch dicht beieinander.
Nach über 10 Stunden Fahrzeit passierten die Beiden die Ziellinie und wurden von hunderten Fans bejubelt. Einer der grossartigsten Momente in seinem Leben, wie Ralf Küller gestand. Ein tolles Gefühl als einziger europäischer Teilnehmer - und zudem Platz 36 von 100 gestarteten Fahrzeugen.
2010/02/26 | 16:54 CET | Editor: MR/HS/KUELLER


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