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Land Rover G4 Challenge: Sieg für Südafrikaner Martin Dreyer




Der Südafrikanische Ausnahmeathlet Martin Dreyer hat Ende vergangener Woche die diesjährige Land Rover G4 Challenge gewonnen. Er konnte sich bei der globalen Outdoor-Challenge gegen 17 der weltbesten Abenteuersportler durchsetzen. Nach einem nervenzerreissenden Finale des 28 Tage dauernden Marathons, der sich über vier Länder und zwei Kontinente erstreckte, nimmt Dreyer einen nagelneuen Range Rover mit nach Hause.

Der Höhepunkt des einmonatigen Events, bei dem man mit Land Rovern, Kajaks und Mountainbikes fahren sowie klettern, sich abseilen und im Gelände zurechtfinden musste war eine mörderische 25-minütige Abschlussprüfung an einem Flussbett nahe der argentinisch-bolivianischen Grenze. Nur die vier Bestplatzierten nach vier höllischen Etappen in Thailand, Laos, Brasilien und Laos haben es bis ins Finale geschafft.

Zwei der drei teilnehmenden Frauen haben den Einzug ins Finale zur knapp verpasst; Alina McMaster aus Australien und Eleonora Audra aus Brasilien. "Hätte man mir vor einem Monat gesagt, dass ich die Fünfte bei der Land Rover G4 Challenge werden würde, hätte ich es nicht geglaubt," freute sich Eleonora als das Signal zum Start des Finales ertönte. "Ich bin stolz, das erreicht zu haben, für mich, Brasilien und die Frauen. Jetzt bleibt abzuwarten, wer der den Hauptpreis gewinnt."

Die vier Finalisten mit den meisten Punkten waren Martin Dreyer (749), der Belgier Kris Janssens (709), der Russe Dmitry Timokhin (694) and der Franzose Jean-Baptiste Calais (643). Bei einem Abstand von einer Sekunde pro Punkt, musste Calais 1 Minute und 46 Sekunden nach Dreyer starten, was bereits 10% der erwarteten Gesamtzeit für diesen Vielseitigkeitstest ausmachte. "Es wird hart, das noch aufzuholen, aber ich werde es versuchen," betonte Jean-Baptiste Calais.

Unzählige Medienvertreter, die Fahrer der Begleitfahrzeuge und die restlichen 14 Mitbewerber feuerten die Finalisten vom Flussufer aus an. Dreyer war der Erste, der sich an einem Drahtseil auf die entfernte Seite des Flusses hangelte.

Sobald er die andere Seite erreichte, startete Kris hoch motiviert, gefolgt von Dmitry nach weiteren 15 Sekunden. Die zweite Aufgabe war ein Labyrinth, in dem man sich anhand einer farbigen Grafik eine Anordnung verschiedener Nationalflaggen merken musste. Auf den richtigen Flaggen war eine Zahlen- und Buchstaben Kombination. Fanden sie den richtigen Code, durften die Finalisten zur nächsten Aufgabe wechseln.

Martin bewältigte das Labyrinth problemlos und stürmte stark wie ein Ochse zur nächsten Aufgabe. Es gab keine Anzeichen mehr von seiner schmerzvollen Beinverletzung, mit der er die letzten Wochen zu kämpfen hatte. Auch Kris kam gut durchs Labyrinth, aber Dmitry und J-B haben beide vergessen die Zahlen zu addieren und verloren jeweils fast eine Minute. Ab da war das Finale im Prinzip nur noch ein 2-Mann Wettbewerb.

Martins Spezialität ist das Kajakfahren. Er hat Afrika´s härtesten Kajakwettbewerb bereits mehrfach gewonnen und ist eine nationale Legende. So war es keine Überraschung, dass er Kris auf dem Fluss drei Sekunden abnehmen konnte.

Dann wendete sich das Blatt. Kris jagte Martin wie eine Beute. Langsam holte er ihn auf dem 200 Meter langen Parkur wieder ein und konnte die 3 Sekunden wettmachen. Ähnlich verlief es beim folgenden anstrengenden Mountainbike-Sprint am sandigen Flussufer. Danach betrug der Abstand nur noch 38 Sekunden. Und nach der Etappe mit dem Land Rover Discovery 3 entlang des Flusses schrumpfte der Abstand auf eine knappe halbe Minute.

Eine Kletter- und Abseilprüfung von einem Heissluftballon musste wegen starken Windes abgesagt werden und somit konnte Kris nur noch mit Köpfchen und nicht mit Kraft aufholen. Denn als nächstes mussten die beiden die Vornamen der einzelnen Wettbewerber in alphabetische Reihenfolge bringen. "An diesem Punkt dachte ich, ich hätte verloren." sagte Martin, dessen Stresslevel die Höhe der Anden erreicht hatte. "Ich konnte mich nur an rund 13 Namen erinnern und die anderen fielen mir nicht mehr ein."

Auch der Belgier strengte seine grauen Zellen an, um den afrikanischen Ironman zu schlagen. Doch letztlich war Martins Gedächtnis gut genug und er eilte zurück zum Fluss, um sich seinen Preis zu holen - einen nagelneuen Range Rover der mitten im Fluss stand. Mit dem Abklatschen der Motorhaube holte er sich den Preis und den Titel der Land Rover G4 Challenge. "Das ist einer der glücklichsten Momente meines Lebens. Ich kann es nicht glauben, dass ich gewonnen habe," jubelte er, als die anderen Teilnehmer ihn umarmten. "Normalerweise dauern die Events, an denen ich teilnehme nur ein paar Tage. Hier ging es einen Monat lang."

"Das Finale war hart. Aber das Schwerste waren die mentalen Anforderungen. Ich war sicher ich hätte verloren. Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist das Abklatschen der Motorhaube. Ich hätte nie gedacht, dass ich die Land Rover G4 Challenge gewinnen kann. Um mich mental vorzubereiten habe ich mir natürlich vorgestellt die Ziellinie als Sieger zu überqueren, aber wirklich zu denken, dass ich gewinnen werde, wäre arrogant gewesen. Kris war bis zum Ende ein harter Gegner. Ich weiss nicht was mit Dimi and J-B passiert ist, aber sie waren auch sehr gut."

Als Kris die Ziellinie überquerte, wurde Martin bereits von den Medien belagert. In der Niederlage wurde er philosophisch - am Ende einer Woche in der er stärker und stärker wurde. "Ich denke, jeder von uns hatte eine gute Chance hier zu gewinnen. Ich habe alles gegeben, aber der Abstand zu Marti war einfach zu gross. Ich bin enttäuscht, nicht gewonnen zu haben, aber das trübt die letzten 4 Wochen für mich nicht. Sie haben mein Leben verändert."

"Wir sind über den Verlauf der Challenge sehr erfreut und hätten uns kein besseres Finale wünschen können," so der Event Direktor Niki Davies. "Ich weiss, die anderen 17 Wettbewerber sind enttäuscht, aber am Ende nehmen wir alle fantastische Erinnerungen und wunderbare Freundschaften mit nach Hause. Die Challenge 2006 war eine fantastische Reise - im wahrsten Sinne des Wortes."

Artikel vom 22.05.2006, Fotos: Redaktion/LR G4 Challenge

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