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Legenden-Küche: Mitsubishi-Ausstieg wegen Nicht-Race-Tiguan?

Liebe Leser, wir haben es angekündigt - die Gerüchteküche brodelt - und wir machen mit. Wie so oft stellt sich die Frage des "Warum" - oder "wer profitiert wovon"? Haben Sie sich einmal die Frage gestellt, warum hochrangige Insider sich fragen, ob der Mitsubishi-Ausstieg wirklich endgültig ist? Haben Sie unsere Artikel zum Thema neues FIA/ASO-Reglement 2010 gelesen?

Klick, ein paar Gedankengänge, ein paar schwer zu verstehende Aussagen und eine Prise Hintergrundwissen - und fertig ist eine Gerüchtestory, deren Grund irgendwie dann doch auf der Hand liegt. Oft sind es aber die Gerüchte, die einzig einen Sinn ergeben. Folgen Sie uns - wenn Sie möchten - auf einen ganz speziellen Gedankengang.

Wir schreiben das Jahr 2008. Die FIA kündigt an, das Reglement ab 2010 wieder "serienmässiger" zu gestalten. Sprich, Teile des Fahrzeuges müssen ab 2010 der Serie entsprechen, reine Prototypen sind nur noch bei den Buggys (z.B. Robby Gordon) möglich.

Wer hat ein Auto, das heute schon überwiegend dem Reglement entspricht? X-Raid mit dem X3CC. Wer baute ein ganz neues Auto, das schon dem 2010er Reglement entspricht? Richtig, Mitsubishi. Und wer fährt momentan ein Fahrzeug, das NICHT dem neuen Reglement entspricht? Volkswagen.

Was man bei Volkswagen gerade NICHT macht, ist, ein neues Auto zu bauen. Bliebe das neue Reglement also bestehen, müsste VW noch in diesem Jahr ein neues Auto bauen. Der Vorstand würde aus Marketinggründen kein Spassfahrzeug wie den Race-Touareg, sondern evtl. einen "Race-Tiguan" bevorzugen - so wie X-Raid mit dem X3 statt X5, so wie Mitsubishi mit Lancer statt Pajero.

Würde die FIA also auf dem neuen Reglement bestehen, hätte eigentlich nur Volkswagen das Nachsehen. Man müsste in schnellster Zeit ein neues Auto bauen, hätte keine Zeit mehr zum testen und befände sich in der Situation Mitsubishis auf der Dakar 2009. Volkswagen benötigte fünf Jahre für den Sieg - auch mit einem neuen Auto? Zudem, würde der Vorstand das Budget für ein neues Auto freigeben? Für eine einmalige Aktion sicher nicht - hiesse, Volkswagen müsste minumum drei weitere Jahre dabei bleiben.

Glaubt man den Gerüchten, hat Volkswagen also derzeit das grösste Interesse, dass das neue FIA-Reglement (auf dem das der ASO beruht und umgekehrt) eben NICHT geändert wird - das widerum wäre ein essentieller Nachteil für Mitsubishi und X-Raid. Doch VW bringt das meiste Geld - und wie wir alle wissen, geht es auch in der FIA/ASO eher um Macht und Geld anstatt um echten Motorsport.

Volkswagen könnte ergo auf das alte Reglement bestehen, weil man eventuell nur dann erneut siegfähig ist. Käme das neue Reglement, wären ausschliesslich X-Raid BMW und Robby Gordon im Vorteil - denn die haben Erfahrung mit den bisherigen Autos. Mitsubishi hätte nur ein Jahr Vorsprung, wäre also auch im Nachteil gegenüber BMW und General Motors.

Stellen wir uns also einmal vor, VW würde das neue Reglement blocken - und Rückendeckung bekommen. Was würden Sie als Konkurrent machen, der brav das neue Reglement umgesetzt hat und dafür nun bestraft wird? Klar, Sie würden drohen. Das macht man am besten mit einem Rückzug - denn kein Druckmittel ist besser. Wen interessiert schon ein Rennen zwischen einer Millionen-Werkscrew, der verhältnismässigen Low-Budget Nummer von X-Raid und der definitiven Low-Budget Nummer von Robby Gordon und General Motors? Keinen - es sei denn, die "Davids" würden den Profi auch dann noch ärgern. Dann müsste sich der "Goliath" zurückziehen - um nicht vollends peinlich darzustehen.

Fakt ist, die Dakar ist der erste wirkliche Motorsport-Erfolg in der Geschichte Volkswagens - also wäre man dumm, das einzustellen. Fakt ist, Mitsubishi prägte die Dakar und hat diese als einziges grosses Marketinginstrument - ergo wäre man genauso blöd, dies einfach hinzuwerfen. Dann kann man gleich sein eigenes Grab schaufeln.

Wer ist der lachende Dritte? X-Raid. Nicht umsonst bemerkt Teamchef Sven Quandt (siehe vorheriger Artikel): Die Entscheidung Mitsubishis hatte politische Gründe, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen...

Alles Gerüchte? Vielleicht. Aber eher eine Art hoher Firmen- und Marketingpolitik - die sich unsichtbar für uns, sich aber enorm wichtig für einen beteiligten Konzern auswirken kann. Eines ist unumstritten klar: Wenn jemand in diesem Jahr einen Grund für etwas braucht, ist es die Weltwirtschaftskrise. Im vergangenen Jahr war es der Terrorismus...

Artikel vom 06.02.2009, Artikel: Redaktion/hs

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