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Libya Desert Challenge: Stellungnahme des Veranstalters


Nun hat auch Libya Desert Challenge (LDC) Veranstalter Thomas Holzknecht Stellungnahme zu der geplatzten Rally bezogen. Nach Ansicht des Veranstalters sieht die Situation in Teilen anders aus - so ist er keinesfalls glücklich mit der Agentur Aania und habe den Wechsel zur anderen Agentur bewusst gewählt. Berücksichtigt man jedoch die verschiedenen emotionellen Aspekte, bleibt als klare Aussage: Holzknecht wurde um seine Servicedienstleistungen betrogen, was zur Folge hatte, das die Rally nicht stattfinden konnte.

Nachfolgend die Stellungnahme von Veranstalter Thomas Holzknecht. Da diese nicht unbedingt die Meinung der Redaktion widerspiegelt, werden die entsprechenden Passagen in kursiv ausgeführt:

Zuerst einmal richte ich mich an die Teilnehmer, deren Fahrzeuge noch hier sind. Die Lkw (und verladenen Pkw) werden an diesem Wochenende per Schiff zurück nach Deutschland gebracht, jeder Pkw wird an den vorher abgesprochenen Verladepunkt gebracht. Zum Glück hatten wir diese Kosten im voraus bezahlt, so das der Transport gesichert ist. Die Motorräder werden am 7. März via Marseille nach Europa gebracht und sind dann voraussichtlich am 10. März wieder bei CAT in München, bzw. in den entsprechenden Verladeorten in deren Heimatländern.

Ich warte hier noch 2 Tage auf ein neues Libyen-Visum für mich allein, um ein Quad aus Libyen zu holen und einen Gerichtsprozess zu starten. Dessen Zweck ist, genau herauszufinden, warum das Visum für die Einreise verzögert wurde.

Das, was passiert ist, klingt ziemlich abenteuerlich, dadurch habe ich auch weitere Personen involviert, die bestätigen können, was an der Grenze ablief. Am vergangenen Freitag erhielt ich einen Anruf meiner alten Agentur "Aania", in dem mir mitgeteilt wurde, das man alles daran setzen würde, uns (die Rally) als Kunden zurückzubekommen. Daher befürchte ich, das die "Aania" die neue Agentur "Sari" behindern wollte.

Wir haben bewusst von der Agentur "Aania" zur neuen Agentur "Sari" gewechselt, da es Probleme bei einer Vortour gab. Zudem hatte uns die neue Agentur einen Status als "Offizielle Rally" sowie einen Flugzeugtransport mit Hilfe des Militärs zugesichert. Die (neue) Agentur "Sari" wollte jedoch auf einmal 60.000 Euro für den Flug von Malta nach Libyen und zurück kassieren, vermutlich hatte man sich gedacht, wir hätten ja genug Geld. Wir haben dann mit der "Air Malta" gesprochen, diese hat uns die Charterflüge für 30.000 Euro angeboten. Wir haben dann im Teilnehmer- und Bekanntenkreis Geld gesammelt und knapp 30.000 Euro für die Flüge zusammenbekommen. Wir teilten der Agentur "Sari" dann mit, das wir die Flüge selbst finanzieren und auf keinen Fall die 60.000 Euro zahlen würden - das war schliesslich auch nicht so vereinbart.

An der Grenze angekommen verweigerte man uns die Einreise, weil keine Visabestätigungen vorlagen. Die Agentur "Sari" und deren Chef waren nicht mehr zu erreichen, auch an den folgenden Tagen nicht. In unserer Not wendeten wir uns an die Agentur "Aania", die aber einen hohen Betrag für die Einreise haben wollte, den wir aber nicht zahlen konnten. Wir boten einen kleineren Betrag an, den lehnte "Aania" aber ab.

Die 30.000 Euro waren ausschliesslich für die Charterflüge bestimmt und wir hätten die Geldgeber erst gebeten, diese freizugeben, wenn die Visa vorliegen, um weitere finanzielle Schäden zu verhindern. Nach 72 Stunden zwischen Stacheldraht im Niemandsland schloss sich schliesslich das Zeitfenster und wir mussten aufgeben. Ein weiteres Problem: Wir hatten zwar genug zu Essen dabei, aber die Wasservorräte wurden knapp. Ein Libyer konnte Botengänge für uns erledigen, ansonsten wären wir wesentlich früher wegen unseren Vorräten in die Knie gegangen. Er hat uns Benzin für die Kühlgeneratoren besorgt und mit viel aufwand Wasser zum Trinken.

Ich fahre jetzt allein nach Tripoli für 2-3 Tage, und versuche, die Wahrheit rauszufinden. Natürlich, wenn wir nochmal ein Bündel Geld hingelegt hätten, wäre alles wie "geschmiert" gelaufen. Ich hatte einen ordentlichen Vertrag mit der Agentur, aber was nützt das jetzt.


Artikel vom 01.03.2006, Artikel: marathonrally.com/hs

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