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Libya Rally Raid: Vom Newbee zum Hero - Eine Motorradgeschichte





Wovon wohl jeder Offroadbiker träumt, für den Rathenower Roland Sloot ist es Anfang diesen Jahres auf der Libya Rally Raid Wirklichkeit geworden: Gleich beim ersten Start im Feld einer Internationalen Rally hat er drei Tagessiege errungen. Mit seiner KTM LC8 950 Super Enduro R zeigte er der Konkurrenz den Auspuff und fuhr unter anderem bei der Marathonetappe über 400 Kilometer nach 5 Stunden, 13 Minuten und 4 Sekunden vor allen anderen ins Ziel. "Ich war überaus glücklich, so was hinbekommen zu haben, und körperlich fast am Ende", berichtet Sloot.

Dass er an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gestossen war, dürfte niemanden wirklich wundern, schliesslich errang Sloot seinen so wichtigen Sieg auf der fünften von insgesamt acht Etappen durch die Wüste des arabischen Landes Libyen. Und doch gelang dem 1966 geborenen KTM-Fahrer ein zweiter Triumph: Auf der 250 Kilometer langen "Karawanenpiste" schluckten die Verfolger Staub und mussten Sloot den obersten Platz auf dem Treppchen überlassen.

Fast 30 Minuten Rückstand hatte Liz Mallet aus Grossbritannien auf einer KTM 525 MXC, gar rund 43 Minuten lagen zwischen Sloot und dem ersten Autoteam, das mit einem Landrover unterwegs war. Doch damit war für Roland Sloot auf der Libya Rally Raid längst nicht Schluss: Auch die abschliessende Etappe, die "Weisse Piste", entschied der selbstständige Bau- und Projektleiter für sich. "Die Rennleitung sagte dann bei der Siegerehrung, dass das schon spektakulär gewesen sei, wie ich dort durch die Zieleinfahrt geflogen bin. Das sieht man nicht alle Tage." Das Staunen der Rennleitung kam nicht von ungefähr, holte Sloot doch vor dem schnellsten Auto fast eine Stunde heraus.

"Ich habe als Reisender in einem Buschtaxi schon mehrmals Afrika erlebt, habe Libyen, Algerien, Marokko, Mauretanien und Tunesien bereist und bin als Zuschauer und Begleiter auch bei der Dakar mit unterwegs gewesen", erzählt Sloot. Doch die Libya Rally Raid war schon etwas ganz Besonderes, schliesslich war es die erste Rally, die er selbst gefahren ist.

"Es war eine ungeheure Herausforderung für mich, die Wüste auf dem Motorrad zu bezwingen", so der KTM-Pilot. Bei seinem Wüsteneinsatz sass er übrigens nicht auf einem Spezialbike, sondern hatte eine Serienmaschine unter dem Hintern, die er im Oktober 2007 gekauft hat - ohne zu ahnen, dass er damit die erste Rally seines Lebens fahren würde.

Da er auf einer Serienmaschine unterwegs war, blieben kleinere Probleme nicht aus. "Für solche Touren ist der Tank einfach zu klein, aber das ist das einzige, was verbessert werden muss", zieht Sloot ein durchaus zufriedenes Fazit. Bei vollem Racing-Tempo schluckte seine KTM schon lockere 16 Liter auf 100 Kilometer. "Da kannst du den Verbrauch nur durch entsprechenden Fahrstil beeinflussen."

Ebenfalls als kleinerer Schwachpunkt erwiesen sich die Reifen, die Sloot aufgezogen hatte. "Der Rallycross von Pirelli hat auf der ersten Etappe ganze 189 Kilometer durchgehalten, wobei ich zwar keinen Plattfuss hatte, das Profil aber komplett abgefahren war", schildert Sloot seine Erfahrungen. Für seinen nächsten Start bei der Libya Rally Raid plant er deshalb pro Etappe einen Ersatzreifen ein.

Wohl kaum etwas ändern wird Sloot dagegen bei seinen Begleitern: "Das Daktec-Service-Team aus Rathenow, das mich betreut hat, lieferte einen tadellosen Job ab. Lustig, mit Humor und Spässen, was man selten so findet", freut sich Sloot über seine Mitstreiter. Dazu gehörte auch Thomas Viecenz, Inhaber von "Tomis Motorrad Shop" in Leipzig. "Ihm gilt ein grosses Dankeschön, weil er meinen Renner jeden Abend kurz checkte und einsatzbereit hielt", fasst Sloot zusammen.

Er ist sich sicher, dass er auch im kommenden Jahr die Herausforderungen der Libya Rally Raid annehmen wird. "Da findest du sehr gute und abwechslungsreiche Rallystrecken, vor allem auf den Marathonetappen", sagt Sloot. Die Sensation der Veranstaltung seien die grossen Kathedraldünen im Erg Ubari. "Bei der Rally wird dir grosser Sport abverlangt, wo die eigene Kondition eine grosse Rolle spielt und die Dakar-Rally nicht anspruchsvoller sein kann", meint der KTM-Fahrer.

Artikel vom 07.07.2009, Artikel: Redaktion/hs/Team

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