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Marokko Rally: Französische FIA-Rally wird komplett runderneuert



Das Jahr 2007 ist für den französischen Rallyveranstalter NPO ein Schicksalsjahr, das mit dem Tode des Co-Inhabers Jean-Christophe Pelletier im Februar begann. Bei der Ausführung der Optic 2000 Tunesien Rally brach man mit der FIA (und deren Reglement) und zog sich aus dem Worldcup zurück. Ansich eine mutige Entscheidung, wenn auf der anderen Seite nicht der Schmusekurs mit der FIA bezüglich der Marokko Rally aufgefallen wäre. Hinter vorgehaltener Hand wird daher eher vermutet, man habe sich den luxuriösen FIA-Status vor der Tunesien-Rally einfach nicht mehr leisten können.

Bewusst (und wenn man Insidern glaubt auch auf Anregung zuständiger FIA-Offizieller) verlegte man den Termin der 2007er, ebenfalls von NPO veranstalteten Marokko-Rally vom Frühjahr auf Ende September, zeitgleich mit der interessanteren Pharaonen-Rally in Ägypten, die zuvor schon mit dem Automobilen Weltverband brach. Offizielle Begründung: Die Temperaturen seien besser und dadurch interessantere Strecken möglich.

Doch die klare Kampfansage an die italienisch veranstaltete Pharaonen-Rally ging nach hinten los: Zwar belohnte die FIA Marokko-Rally mit einem Worldcup-Status, aber die Motorrad-Schwester FIM schmiss die Veranstaltung aus dem FIM-Worldcup und hält weiter an der Pharaonen Rally fest. Damit wird die Marokko-Rally zumindest für Motorrad-Teilnehmer schon einmal uninteressant.

Als "Tüpfelchen auf dem I" verlor der Veranstalter NPO zudem den wichtigen Sponsoren und Namensgeber der Marokko-Rally, das Immobilien- und Bauspar-Unternehmen "Orpi". Doch Ersatz wurde nach einigen Monaten nun in dem Immobilien-Händler "Guy Hoquet" gefunden - und statt "Orpi Marokko" heisst die Rally somit nun "Guy Hoquet Marokko".

Die Veranstaltung selbst wurde komplett umgekrempelt: Als Hauptargument wirbt die Marokko-Rally nun mit der "idealen Testmöglichkeit für die Dakar" - und will auf deren Spuren im Süden des Landes ablaufen. Auch soll es neue Strecken geben - denn gerade die wurden im vergangenen Jahr als langweilig und anspruchlos empfunden. Statt in Camps wird man in Hotels quartieren, die Kosten für die Veranstaltung sollen so 10% bis 40% unter denen des Vorjahres liegen. Das Reglement wurde wie das der Optic 2000 Tunesien Rally dem des Dakar-Veranstalters ASO angepasst.

Ob die Marokko-Rally nun tatsächlich als FIA-Worldcup Lauf stattfindet, ist noch fraglich. Einen Sinn hätte das freilich nicht, nachdem die FIA den Rallyraid-Sport immer mehr auskanzelt und es faktisch gesehen momentan keinen Nutzen, sondern nur Nachteile hat. Immer mehr Veranstalter gehen dazu über, sich dem Reglement der ASO anzupassen - das verpflichtet zu hoher Sicherheit, ist aber in der Ausführung für alle Beteiligten wesentlich effektiver und günstiger.

Umso trauriger ist dann die Tatsache des Termines. Nur zwei Wochen nach der Por las Pampas Rally (nicht machbar für Teams, die beide Veranstaltungen fahren wollen, die Por las Pampas ist zudem FIA-Pflichtveranstaltung), zeitgleich mit der Pharaonen-Rally, kurz vor der französischen Konkurrenz-Marokko-Rally "AMV Shamrock" ist die NPO-Veranstaltung äusserst ungünstig platziert.

Bereits auf der Optic 2000 Rally in Tunesien fehlten erstmals seit Jahren die Werksteams, mit 55 Motorrädern und 43 Autos war die Rally dennoch gut besucht. Bleibt zu hoffen, das die Marokko-Rally der NPO wieder ein Erfolg wird - denn ansonsten droht dem Nachfolger der legendären "Atlas-Rally" das Aus nach vielen erfolgreichen Jahren.

Artikel vom 10.05.2006, Artikel: marathonrally.com/hs

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