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 MT Rally Series: Zweite Etappe Samstag für die meisten Teilnehmer beendet.
Gegen 17:00 Uhr sind die meisten Teilnehmer der 2. Etappe der "MT Rally Series" im Ziel. 160 Kilometer mussten heute gefahren werden, wie immer entweder mit Schlamm (Sport Kategorie) oder ohne (Cross County). Wobei das "ohne" heute relativ war, denn andauernder Regen und immer wieder starke Schauer hatten auch die Cross-Country Strecke aufgeweicht.
"Heute war vor allem die Navigation schwer" berichtet Toni Skrypek, Beifahrer von Matthias Krüger und in der Nachtetappe vom Freitag zweitschnellstes deutsches Cross Country Auto (Platz 14). "Wir haben über sechs Stunden gebraucht. Vor allem die Kompasskurse stimmten irgendwie nicht, während wir gestern vorgelegt haben und alle uns nur gefolgt sind."
Auch die Strecke selbst war hart: "Man merkte, das hier kurz zuvor ein grosses Militär-Manöver war. Die Panzerwellen waren frisch und extrem ausgefahren, wir hatten eigentlich nur einmal eine schnelle Passage. Durch den Regen war die Strecke zudem sehr nass, zwischendurch kamen auch immer wieder Schlammfelder, die aber leicht zu durchfahren waren."
"Nass" war es auch für die gestrigen besten Deutschen der Sport-Klasse, Eike Hennies und Michael Hinz, die mit ihren VW-Motor gepowerten Mercedes G Proto auf Platz 5 fuhren. "Wir haben heute richtig im Schlamm gesteckt, mussten etwas zuviel Winschen. Aber es hat Spass gemacht, auch wenn das Wetter kalt und regnerisch ist. Jetzt erstmal eine warme Dusche!"
Abbrechen mussten heute Thomas Becher und Peter Wohlfahrt, gestern mit ihrem Toyota Land Cruiser Prado auf Platz 35. "Wir sind hart eingeschlagen, danach ging der Allrad nicht mehr und das Auto schaukelte wie ein Schiff. Wir dachten schon, die neuen Dämpfer sind hin" so Thomas Becher. Doch im Camp dann Entwarnung: Der vordere Stabi war defekt, hatte sich am gelösten Unterbodenschutz abgescheuert, das liess die Kugellager bersten. "Bekommen wir aber wieder hin" so seine fleissigen Mechaniker.
In der Sport-Klasse war es in der vergangenen Nacht richtig schwer. Nicht gewertet wurden gleich vier deutsche Teams: Thomas Rupprecht, Rudolf Jedlitschka, Andreas Lübcke und Jörn Paulsen. Aufgeben musste auch die Robur-Crew aus Dresden nach einem technischen Schaden, während Ralf und Guido Neubert klar mit ihrem Ex-Kotterer Mercedes 6x6 vor dem Ehepaar Dieter und Gaby Wollenberg im MAN Kat dominieren.
Heute lief es für Andreas Lübcke und Uwe Jurzok im Ex-Stensky Mercedes G gut: "Gestern hatten wir nach einem Wassereinbruch einen Schaden an der Elektrik, nichts ging mehr" berichtet Jurzok. "Und ja, wir haben tatsächlich die Sport-Klasse gebucht und auch eine Winde am Auto - doch die war ebenfalls kaputt. Heute sind wir gut durchgekommen, nur einmal wollte der Wagen nicht anspringen, aber das war nur kurz."
Der Holländer Niels Hatzmann (Suzuki Vitara) hatte heute richtig Spass. "Wir haben endlich den richtigen Speed gefunden während wir früher immer viel Schrott produziert haben, das macht Laune. Die Etappe war heute schwierig in der Navigation, aber ein echt gutes Training. Bei den Kompasskursen war es manchmal schwierig weil die Richtung nicht passte, aber wir sind dann geradeaus weiter und dann lief es wieder. Schön waren vor allem die zahlreichen Erinnerungen an die Breslau, unter dem Motto ´Guck mal, in dem Loch haben wir damals drei Stunden gestanden´."
Bei den Motorräder lief es heute nicht so gut für Oliver Post, dennoch hat er richtig gute Laune. "Ich habe mich heute total verfahren, vor allem in den Kompasskursen. Aber das war mein Fehler, das Roadbook ist eigentlich top, hatte nur ein paar kleine Fehler. Die Veranstaltung ist echt top, die Stimmung super, die Orga macht einen klasse Job. Nur schade das es wenig Motorräder sind, die Rally ist wirklich zu empfehlen."
2011/10/08 | 17:31 CET | PICTURES: MR/SY


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