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 MT Rally: Teamreport 4x4-Rally - Action, Panzerwellen, Schlafdefizite...und...
In der vergangenen Woche eröffnete die polnische "MT Rally" der Organisatoren Tomasz und Moli die Amateurrally-Saison 2012 - und entgegen den Vorjahren war das Starterfeld noch grösser und spannender.
Leider konnten wir in diesem Jahr aufgrund der engen FIA-Läufe nicht direkt berichten - wollen Ihnen aber den Teamreport des Leipziger "4x4-rally.com" Teams von Thomas Becher und Hans-Peter Wohlfahrt nicht vorenthalten.
Teamreport 4x4-Rally.com - von Thomas Becher: "Als erstes Event des Jahres sollte uns die MT Rally vom 11. bis 14. April 2012 in der Nähe von Drawsko Pomorskie (Polen) auf die kommende Motorsport-Saison einstimmen.
Wir hatten einige handfeste Gründe, die Rally verhalten anzugehen und vor allem auf gewohnt sichere Navigation zu setzen, anstatt es gleich richtig krachen zu lassen. Mussten wir ja im vergangenen Herbst die MT Series im gleichen Gelände aufgrund wiederholter Defekte am neuen Fahrwerk unseres "YellowCruisers" leider abbrechen.
Nachdem das Fahrwerk über den Winter nochmals überarbeitet wurde und auch einige Fahrwerksteile, die es im Herbst wiederholt zerstört hatte, extra verstärkt wurden, wollten wir zunächst erst einige Erfahrungen mit dem neuen Setup machen und fuhren von Beginn an sehr defensiv. Dies war darüber hinaus auch beabsichtigt im Hinblick auf die in nur vier Wochen folgende "Baja 300 Mitteldeutschland".
Da diese unmittelbar 'vor unserer Haustüre' stattfindet, wollten wir zur MT nicht unbedingt grössere Schäden am Fahrzeug riskieren. Also starteten wir am Mittwoch gut gelaunt und mit einer gehörigen Portion Optimismus in den Prolog und in die anschliessende erste Nachtetappe, dem eigentlichen Highlight der "MT Rally".
Diesmal waren bei der MT sogar zwei Nachtetappen vorgesehen - selbstverständlich ohne Abstriche bei den Tagesetappen, was in Kombination mit dem üblichen Betrieb im Fahrerlager erhebliche Schlafdefizite ankündigte. Egal, wir hatten so wie die meisten Teilnehmer für genügend Extra-Licht gesorgt, einschliesslich einer Grosspackung Sicherungen und Ersatzlampen für den Fall der Fälle und stürzten uns in die Dunkelheit des polnischen Waldes.
Neben dem Respekt vor den berühmt-berüchtigten, vor allem nachts sehr schwer abschätzbaren Panzerwellen auf dem wohl grössten NATO-Truppenübungsplatz Europas sorgten wir uns auch etwas vor plötzlich auftauchendem Grosswild, was wir in der Nacht zuvor bereits an der Strecke gesehen hatten. Die CP's fanden wir spielend, unser neues GPS-System unterstützte uns auch perfekt bei den zum Teil unmittelbar aufeinander folgenden Kompasskursen.
Ohne jegliche Navigationsfehler kamen wir im Gegensatz zu einigen anderen Teams vor allem hier sehr gut voran. Jedoch versagte etwa nach der Hälfte der Etappe ohne Vorwarnung und ohne bewusst wahrgenommene Kollision mit Boden, Baumwurzeln oder Ähnlichem unser überarbeitetes Fahrwerk wieder seinen Dienst und ein zerbrochener Querlenker an der Vorderachse einschliesslich abgerissener Koppelstange und in Folge aufgerissener Antriebswelle verbot uns die Weiterfahrt und machte eine Bergung durch den MAN KAT der ORGA notwendig. Letzteres erfolgte ausgesprochen zügig und sehr professionell!
Nach der Reparatur des Schadens in der zweiten Nachthälfte - danke hier an den Teamkollegen vom 4x4-Club Leipzig - konnten wir zum Glück am darauf folgenden Morgen in die zweite Etappe starten. Auch hier lief es zu Beginn wieder trotz selbst verordneter Langsamfahrt sehr gut, es gab einen abwechslungsreichen Gelände-Mix und wieder zahlreiche Kompasskurse.
Zwar empfanden wir und manches andere Team einige Abschnitte der Strecke - insbesondere ein tiefes Schlammloch, das für uns nur mit Windeneinsatz zu bezwingen war - als nicht ganz passend unter der Bezeichnung 'Cross Country', aber insgesamt war dies dann doch zu vernachlässigen. Zumindest bescheinigte man uns hier die schnellste und professionellste Winch-Aktion, was vor allem dem Einsatz unseres Co-Piloten zu verdanken ist.
Nicht zu vernachlässigen war für uns jedoch der erneute Wegfall der Dämpferwirkung unseres Fahrwerks an der Vorderachse im letzten Viertel der Etappe. Dieses Déjà-vu brachte uns zurück auf die Tatsche, dass es hier doch erhebliche Probleme zu geben scheint und die Sichtung des Schadens nach Zieleinfahrt bestätigte die erneute Zerstörung diverser Teile in diesem Bereich. In Anbetracht dieser Tatsache(n) entschieden wir uns dann, die MT Rally an dieser Stelle abzubrechen.
Unabhängig davon war die MT Rally aus unserer Sicht wieder eine sehr professionell organisierte Veranstaltung, mit deutlich mehr Teilnehmern als in der Vergangenheit. Teamreport Ende
Thomas Becher und Hans-Peter Wohlfahrt nehmen mit ihrem gelben Toyota "YellowCruiser" an zahlreichen Amateur-Veranstaltungen in Deutschland und Europa teil - und berichten in ihrem Blog. Alle Informationen dazu unter [ www.4x4-rally.com ].
2012/04/17 | 17:12 CET | ARTICLE: MR/SY/BECHER








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