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Northern Forest: Eis, Schnee und Highspeed am Rallysamstag






Ein bisschen Glück muss man eben auch manchmal haben - und so zeigte sich der "Verantwortliche für das Wetter" am Samstag morgen gnädig und präsentierte den Rallyteilnehmern und -Begleitern einen schön-kalten Wintermorgen in den russischen Wäldern nahe der finnischen Grenze. Zwar ist über Nacht kein Neuschnee gefallen, doch im Norden Sankt Petersburgs hatte es in den Tagen zuvor etwas mehr geschneit und die Temperaturen blieben hier minimal unter der Schmelzgrenze.

Statt bei eisigen Temperaturen von -25 Grad wie im Vorjahr ging es heute also bei angenehmen -1 Grad in die insgesamt drei Wertungsprüfungen des Tages, dabei musste eine knapp 84 Kilometer lange Strecke dreimal gefahren werden. Es ging ausschliesslich durch dicht bewachsene Nadelwälder - deren vereiste Pisten fast ausschliesslich mit Highspeed gefahren werden mussten. Einige enge und langgezogene Kurven sowie herbe Sprungstellen erhöhten den Schwierigkeitsgrad.

"Die Strecke hat mich ein wenig an eine WRC-Strecke erinnert" berichtet der russische Favorit Ruslan Misikov am Abend, "aber es war extrem glatt und stellenweise sind wir ohne Grip durch die Kurven geflogen." Schuld war die Sonne, die bei den Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt so manche Eispassage anschmelzen liess. Doch Misikov hatte mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: "Unser neuer Nissan ist für Afrika gebaut, nicht für die Kälte. Ständig war die Scheibe beschlagen und fror zur, wir mussten immer wieder anhalten und sie per Hand reinigen - das hat viel Zeit gekostet."

Immerhin kam Misikov unbeschadet ins Ziel - das sollte einigen seiner Kollegen nämlich verwährt bleiben. Als Ersten traf es Alexander Berkut, ehemaliger russischer Rallyraid-Champion. Kurz vor Ende der ersten Runde überschlug er sich mit seinem Mitsubishi Pajero, landete jedoch wieder auf allen vier Rädern und konnte die Etappe fortsetzen. "Es war die Hölle" meint Berkut, "unsere Frontscheibe ging bei dem Überschlag kaputt und der eisige Fahrtwind hat einen fast wahnsinnig gemacht." Im Camp wurde die Scheibe gewechselt und Berkut konnte den Tag schliesslich noch erfolgreich beenden.

Schlimmer traf es den Favoriten, Vorjahressieger und FIA Baja Worldcup Sieger Boris Gadasin. Nach einem technischen Schaden am Getriebe seines Nissan Navara musste Gadasin nach der ersten Runde aufgeben - und fällt damit komplett aus. Ausgefallen ist auch einer der beiden Bowler aus Frankreich, wie bei Gadasin warf ein Getriebeschaden die weit gereisten Teilnehmer aus dem Rennen.

Daraus ergab sich "die" grosse Chance für die "zweite Reihe" - sowie die "Schnee-Newcomer" und Publikumslieblinge Miroslav Zapletal und Miroslav Janacek aus der Tschechei. Beide waren erstmals auf Schnee und Eis unterwegs. "Es war klasse, lief einfach super. Wir haben extrem "bissige" Spike-Reifen gekauft, das Fahren auf Eis ist somit wie mit Fahren auf Sand und Schotter vergleichbar" berichtet Copilot Janacek am Abend. Beide blieben mit ihrem Mitsubishi Pajero an der Spitze dran und hielten lange die zweite Position. Doch dann die Schrecksekunde: "In einer Kurve gerieten wir ins Schleudern, kamen von der Strasse ab und landeten zum Glück zwischen den Bäumen in einem Busch. Aber alles blieb heil und wir konnten den Tag schliesslich ohne Probleme beenden.

Bange Minuten dann nochmals gegen Ende des Tages: Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel der letzten Runde überschlugen sich die Russen Alexander Filippov und Sergey Shatinskiy heftig, blieben zum Glück beide unverletzt. Ihr Toyota Landcruiser erlitt jedoch einen Totalschaden.

Die detaillierten Ergebnisse lagen am frühen Abend noch nicht vor - da es Probleme bei der Auswertung gab. Die Baja wird in diesem Jahr zum ersten mal als "FIA-Kandidat" ausgetragen und entsprechend schwer hat man es gelegentlich noch mit der Umstellung auf die neuen und zahlreichen Regeln. Wir reichen die Ergebnisse nach sobald uns diese vorliegen.

Artikel vom 23.02.2008, Artikel: Redaktion/hs








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