

|

 Northern Forest: Kristof Holowczyc geht nach dem ersten Rallytag in Führung.
Nach einem sehr kalten (-30 Grad) und wolkenbehangenen Tag hat der Pole Kristof Holowczyc mit seinem Overdrive Nissan Navara den Samstag für sich entscheiden können. Der sympathische Pole gewann die ersten beiden von drei heutigen Etappen und führt nach 1:54:01 Stunden in der Gesamtwertung nun mit 4:08 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Team Zheludov/Rudnitskiy (Russland, Mitsubishi L200 Strakar) sowie Mironenko/Lebedev (Russland) im zweiten Ovderdrive Nissan Navara.
Live Gallerien zur Rally: [ HIER KLICKEN ]
Die Strecken erwiesen sich nach starken Schneefällen und entsprechenden Räumungen (wir berichteten) als wesentlich schwieriger gegenüber den Vorjahren. Nicht aller Schnee konnte letztlich geräumt werden - und so türmten sich teils Furchen und Berge aus Schnee auf der Strecke auf - vergleichbar mit Sandstrecken bei längeren Rundkursen. Doch, der viele Schnee liess sich fahren wie tiefer Wüstensand, meinte zumindest Holowczyc. Andere gaben da schneller auf, schimpften teilweise über den wetterbedingten Schwierigkeitsgrad.
Wie schnell es mit den Favoriten gehen kann bewies heute FIA-Weltmeister Boris Gadasin. Nachdem die "klassischen" Mit-Anwärter auf den Sieg Rusland Misikov (Overdrive Nissan Navara) und Leonid Novitskiy (X-Raid BMW) berufsbedingt nicht starten konnten, richteten sich alle Augen auf Gadasin, schliesslich gewann er hier auch schon.
Doch Gadasin hatte heute Pech, Probleme mit der Bremse und die Reparatur verschlangen wertvolle Minuten. Am Ende reichte es für ihn und seinen Beifahrer Demyanenko immerhin noch für Platz 5 und 12:43 Minuten Rückstand auf den Führenden. Wenn auch erneut mit kleinen Problemen scheint sein "G-Force Proto" weiter ausgereift zu sein - der eigenwillige Nissan Navara-Umbau wird auf der Northern Forest sogar in doppelter Ausführung gefahren, der Ukrainer Bogdan Novitskiy fuhr hinter Gadasin auf Platz 6.
Bei den T2-Fahrzeugen (Seriennah) kam es zu einem portugiesischen Isuzu D-Max Duell. Der Portugiese Nuno Matos lieferte sich von Beginn an ein spannendes Duell mit dem russischen Team Volikov/Volikov, die mit einem von G-Force Motorsport eingesetzten, evenfalls in Portugal gebauten D-Max ins Rennen gingen. Am Ende machten die Russen knapp das Rennen, mit Platz 7 insgesamt eine Position vor Nuno Matos (knapp 5 Minuten Rückstand).
Mit Platz 11 fuhr der Italiener Garosci mit seinem Ralliart T2-Mitsubishi Pajero eine gute Position ein, immerhin Platz 5 in der T2-Wertung. Balacz Szalay aus Ungarn hatte mit technischen Probleme seines nun schwarz lackierten Opel Antara RR, fiel auf Platz 13 (von 15 verbliebenen Fahrzeugen) zurück.
Waren es am Samstag knapp 175 Kilometer in Wertung, sind es am Sonntag 260 Kilometer - und es soll erneut schneien. In den morgigen Etappen werden einige der heutigen Abschnitte in umgekehrter Reihenfolge gefahren, dazu gibt es morgen neue Abschnitte (die teilweise heute noch neu geräumt wurden).
2010/02/27 | 22:23 CET | Editor: MR/HS


|

|