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Panamericana: Der elfte Tagesbericht auch vom 12. Mai 2006


Seit Anfang des Monats reisen der Abenteurer Matthias Jeschke, der Journalist und marathonrally.com Mitarbeiter Jörg Sand sowie ihr Team quer durch den amerikanischen Kontinent, um einen neuen Weltrekord aufzustellen: Die Bewältigung der legendären "Panamericana Route" in 14 Tagen - mit umweltfreundlichem Biodiesel. In Tagesberichten erzählt Matthias Jeschke, wie es der Truppe unterwegs ergeht. Hier der elfte Bericht:

Tagesbericht vom 12.05.2006, Teil 2

Im Anschluss an die Veranstaltung - es war 15.00 Uhr - ging es für Alpha 1 in eine nahe gelegene VW Werkstatt um die Stossdämpfer hinten auszutauschen, den Wasserverlust zu beseitigen, die Achsen einzustellen und das Fahrzeug somit überhaupt wieder fahrbereit zu machen. Mit Alpha 2 und 3 fuhren wir in eine Goodyear Werkstatt, um einen Teil der Reifen zu erneuern und andere auszuwuchten. Um 16.00 Uhr musste das Team eigentlich zum eineinhalb Stunden entfernten Flughafen aufbrechen um rechtzeitig einchecken zu können. Die Fahrzeuge waren nicht fertig. Grosse Hektik kam auf. Kommandos flogen, Telefone glühten, Schenker versuchte die Maschine am Boden zu halten und erreichte, dass alle First Class auf den letzten Drücker einchecken konnten.

Alle unterstützten, auch die mitgereisten Journalisten halfen wo und mit was sie nur konnten. Aber es reichte nicht. Da Alpha 2 und 3 wenigstens reifenseitig fertig waren entschieden wir uns die Rekordcrew mit diesen zum Flughafen zu schicken, während ich von Schenker in einer Sonderaktion auf die Frachtmaschine umgebucht wurde. Das hatte den Vorteil, dass ich mehr Zeit gewann um Alpha 1 wieder zu reparieren und dennoch nach Kolumbien kam.

Das Alphateam schaffte es, den Flug zu erreichen, musste mir jedoch ob der Knappheit die zwei Touaregs unfertig - das heisst, mit montierten Dachgepäckträgern und Gepäck am Cargolager stehen lassen. Ich schraubte derweil mit den VW Mechanikern in einer Schweisslache um die Wette.

Um 18.00 Uhr konnte ich endlich vermelden: Alpha 1 war wieder fahrtauglich und fertig zum Flug. Sofort brachen wir von Schenker geführt zum Flughafen auf. Schenker hatte zwischenzeitlich auch einen späteren Abflug der Frachtmaschine mit Panama und Kolumbien ausgehandelt und brachte mich mit unserem Fernsehteam zum Cargolager. Dort angekommen hiess es sofort alle Dachträger abmontieren, da die Fahrzeuge sonst nicht in die Flugzeugtür passten. Ich war nicht verschwitzt, ich war völlig durchnässt als um 21.30 Uhr (+35°C/ 100% Luftfeuchtigkeit) alles zur Verladung fertig war. Von Jörg hörte ich kurz darauf von einer guten Landung des Alphateams in Cartagena und einem topp vorbereiteten Hotel durch die Mitarbeiter der Auslandshandelkammer.

Bisher hatte ich weder Gelegenheit, mit einem Fahrzeug über die Start- und Landebahn zu fahren, noch in Gepäckförderanlagen eines Flughafens mit dem Auto umher zu kurven, noch auf verschlungenen Pfaden in Sicherheitsbereiche zu gelangen, noch die Chance mit einem Fahrzeug in einem Flugzeug umher zu fahren nachdem ich zuvor über Sonderhubanlagen Offroad gefahren war. All dies änderte sich nun für mich während das Alphateam etwas entspannen und duschen konnte.

Zuerst fuhren wir zwischen startenden und landenden Flugzeugen in einem Pickup über die Startbahn zur Emigration (war halt kürzer als der reguläre Weg), dann mit dem Pickup über und unter und mit Gepäckförderanlagen im Flughafengebäude zu unscheinbaren Stahltüren, die direkt in Sicherheitstrakte mündeten, dann balancierte ich alle drei Touaregs über Hubwagenanlagen in 5m Höhe durch eine eigentlich zu kleine Flugzeugtür (die Beladungsjungs zeigten mir aber, dass die Touaregs sehr wohl durchpassten (wenn auch ungefähr 25 Mann mithalfen, als die Wagen um 90 Grad versetzt werden mussten) in ein Frachtflieger und fuhr die Fahrzeuge in diesem auf Position. Last but not least durfte ich beim Start der Maschine hinter dem Piloten auf einem Notsitz Platz nehmen (die Abmasse dessen entsprachen sicher den Sitzgelegenheiten meines 11 Monate alten Sohnes) während sich Hendrick und Benjamin im Frachtraum eine kleine Sitzbank teilten.

Der Flug war genial, wenn auch etwas unromantisch zwischen Kabeln, Verzurrgurten, Werkzeug, Autos und Material bei einer Lautstärke die ohne Ohrenschutz sicherlich problematisch ist. Wir, die Autos und unser restliches Material landeten wohlbehalten um 00.30 Uhr in Cartagena/ Kolumbien.

Artikel vom 18.05.2006, Autor: Redaktion/Matthias Jeschke

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