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Panamericana: Der zehnte Tagesbericht vom 12. Mai 2006





Seit Anfang des Monats reisen der Abenteurer Matthias Jeschke, der Journalist und marathonrally.com Mtarbeiter Jörg Sand sowie ihr Team quer durch den amerikanischen Kontinent, um einen neuen Weltrekord aufzustellen: Die Bewältigung der legendären "Panamericana Route" in 14 Tagen - mit umweltfreundlichem Biodiesel. In Tagesberichten erzählt Matthias Jeschke, wie es der Truppe unterwegs ergeht. Hier der zehnte Bericht:

Tagesbericht vom 12.05.2006

Es war der 12.05.2006 und somit der Tag an dem sich entscheiden musste, ob wir weiterfahren würden oder ob in Panama Schluss sein würde. Ob alle Anstrengung schon hier ihr Ende finden sollte oder ob wir unserem Weg weiter folgen könnten.

Zwei Dinge mussten wir erreichen:

1. Das Team musste den Passagierflieger um 19.45 Uhr erwischen.
2. Die Fahrzeuge mussten in die Frachtmaschine nach Kolumbien verladen werden.

Wir waren von San Jose/Costa Rica aufgebrochen und auf dem Weg zur Grenze Panamas, als wir nur knapp einer ersten Zeitkatastrophe entgingen. Auf der einzigen und einspurigen Strasse war ein Unfall passiert. Die Unfallwagen blockierten beide Fahrbahnen. Ein Stau entstand, der sich aber zum Glück recht rasch aufzulösen begann - als clevere LKW Fahrer mit Ihren Trucks ein Bypass in Form einer Notspur in den Hang unterhalb der Unfallstelle "frästen".

Es lief anschliessend sehr gut und den von unserem Logistikpartner Schenker vorbereiteten und anschliessend in Rekordzeit passierten Grenzübergang erreichten wir fast schon "just in time". Gerade machte sich ganz vorsichtig ein leises Gefühl von Sicherheit bemerkbar, als das nächste Unglück begann: Die Stossdämpfer von Alpha 1 quittierten vollständig Ihren Dienst. Das Fahrzeug begann sich ab sofort schon bei Geschwindigkeiten von 50 km/h unfahrbar aufzuschaukeln. Eine Katastrophe, angesichts von noch rund 400 Kilometern bis in die Landeshauptstadt, bedeutete dies doch eine verbleibende Fahrzeit von 8 Stunden. Es war zu diesem Zeitpunkt 7.30 Uhr.

Es begann nochmals ein harter Wettlauf mit der Zeit. Wir fuhren Alpha 1 immer am Grenzpunkt zwischen Schaukeln und Aufschaukeln und strapazierten unsere Nerven bis aufs Äusserste. Hinzu kam ein exorbitanter Reifenverschleiss auf der Hinterachse von Alpha 1 durch das ständige starke Schwanken. Nach 200 Kilometern (vergleichbar vielleicht mit 200 km Vollgas im Drift im Kreis fahren) waren die Hinterreifen total abgefahren, wir mussten beide Reifen wechseln, wieder Zeitverlust. Und dann tat es auch noch einen Schlag, einen, der das ganze Team traf. Aber es war diesmal kein technisches, sondern ein Teamproblem und es brach just in der höchsten Anspannung auf.

Die Situation liess sich jetzt schnell und klar beschreiben: Zeitproblem, Autoproblem, Stimmungsproblem und die Nerven lagen total blank.

Auf der anderen Seite auch kein Wunder, hatten alle im Team doch bis zu diesem Zeitpunkt alles gegeben und nun standen wir - anstatt vor einem entspannten Lufttransport - vor grossen Problemen. Aber genau in dieser Situation zeigte sich einmal mehr, was für klasse Leute wir im Team haben. Es wurde hart aber fair diskutiert und gerungen, aber ungeachtet der Auseinandersetzung der "Glaube an das Erreichen des Ziels" nie aufgegeben. Und so arbeitete das Team unter nun kaum noch zu steigernder Belastungssituation weiter.

Als wir um 14.00 Uhr in Panama eintrafen, stand zunächst ein Empfang - organisiert und ausgerichtet durch das Aussenministerium - auf dem Programm. Anwesend waren unter vielen anderen Gästen und Zuschauern auch der Aussenminister Panamas, der stellvertretende Deutsche Botschafter, ranghohe Vertreter der Regierung Panamas und die Geschäftsführerin der AHK. Die sprach zum Thema und gab uns Gelegenheit unser Projekt nochmals vorzustellen.

Wie wir hier und auch von anderen Stellen hörten, hat das Panamericana 2006 Biofuel Projekt dazu beigetragen, intensiver über Biokraftstoffe nachzudenken und neue Gesprächsrunden zur Verwendung dieser Kraftstoffe zu bilden.

Artikel vom 18.05.2006, Autor: Redaktion/Matthias Jeschke

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