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Panamericana: Neunter Tagesbericht vom 11. Mai 1006





Seit Anfang des Monats reisen der Abenteurer Matthias Jeschke, der Journalist und marathonrally.com Mtarbeiter Jörg Sand sowie ihr Team quer durch den amerikanischen Kontinent, um einen neuen Weltrekord aufzustellen: Die Bewältigung der legendären "Panamericana Route" in 14 Tagen - mit umweltfreundlichem Biodiesel. In Tagesberichten erzählt Matthias Jeschke, wie es der Truppe unterwegs ergeht. Hier der neunte Bericht:

Tagesbericht 11. Mai 2006

Wir erreichten die Grenze zu Honduras um 02.30 Uhr, obwohl schon für 23.00 Uhr ein Empfang in Choluteca vorgesehen war. Wir waren Melina Armijo von der AHK Honduras sehr dankbar für Ihren nächtlichen Einsatz, als sie unser eingeflogenes Kamerateam von Tegucigalpa nach Choluteca fuhr und bis in die frühen Morgenstunden auf das Rekordteam wartete.

Gerade auch für Honduras - Melina Armijo, die Geschäftsführerin der AHK - hatte einen ganz massgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung der Panamericana 2006 Rekordfahrt, für das wir uns so gern ein schönes Event gewünscht hätten, tat es uns unendlich leid, das wir so verspätet eintrafen.

Wir bitten an dieser Stelle nochmals alle Helfer und Helferinnen der ausgefallenen Events um Entschuldigung und bedauern dies sehr. Aber wir versichern auch, dass alle Fahrer zu jeder Zeit alles versucht haben, um pünktlich zu sein.

Der Druck auf uns begann immer stärker zu werden und unsere Frustration wuchs. Waren uns doch gerade der Kontakt mit den Menschen, auch während der Medien Events, von Anfang an ein sehr wichtiges Anliegen gewesen. Wir stoppten also nur kurz im nächtlichen Choluteca und machten uns dann auf den Weg nach Nicaragua.

Nicaragua profitierte von der Verspätung, die wir zwischenzeitlich auf 5 Stunden reduzieren konnten und richtete um die Mittagszeit ein wunderbares Medien Event aus. Das Land, das für sich mit "Ein Land mit Herz" wirbt, empfing uns mit grosser Herzlichkeit schon an der Grenze und liess uns für kurze Zeit den enormen Druck vergessen, der so kurz vor dem Lufttransport auf uns lag - da wir unbedingt den letzten Personenflug am 12.05. um 19.45 Uhr von Panama nach Cartagena/ Kolumbien und die Fahrzeugtransportmaschine erwischen mussten.

Aber Nicaragua, ein bereisenswertes Land, gab Vollgas. Vom Stadtrand aus, liess es sich die Tourismusministerin nicht nehmen, das Goodyear Rekordfahrzeug eigenhändig innerhalb eines Autokonvois zum Medien Event zu steuern und der Empfang vor einem historischen Gebäude der Altstadt hätte ebenso jeden Staatsgast geehrt, als nur dem Willkommen einer Truppe erschöpfter, unrasierter und ungewaschener Autopiloten, die sich inmitten der vielen oft blütenweiss bekleideten Gäste recht auffällig vorkamen. Alles was einen Mediennamen hatte war da, als zunächst die Tourismusministerin Frau Riva, dann ich und im Anschluss Jörg eine kurze Rede hielten. Alle Fahrer gaben diverse Interviews und beantworteten Fragen vor und nachdem wir ein Mittagessen(!) am Tisch sitzend(!) einnehmen konnten. Nach weiteren Fotoshootings verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern, sowie unseren beiden mitgereisten Journalisten und machten uns eilig auf den Weg nach Panama über Costa Rica.

Als wir mit unserer "Reisebegleiteskorte" des Tourismusinstitutes Nicaraguas auf die Grenze zu Costa Rica zufuhren, ahnten wir noch nicht, was unserem Zeitplan bald widerfahren sollte. Er war jedenfalls schon "total im Eimer", nur wussten wir es noch nicht.

Unsere Ankunft in San Jose/ Costa Rica hatten wir ursprünglich für 16.00 Uhr terminiert. Wir waren guter Dinge diese Zeit möglicherweise einhalten zu können, als wir die nicaraguanisch-costaricanische Grenze erreichten. Alles war von beiden Seiten super vorbereitet und die ganze Abwicklung hätte nicht länger als 30 Minuten gedauert, wäre nicht in allerletzter Sekunde ein kleines Malheur auffällig geworden. Man hatte in Costa Rica vergessen, unseren rechtmässig ausgeführten Vorreisewagen offiziell aus den Computerdatenbanken zu löschen. Dieses Versehen veranlasste einen Grenzer zur Einreiseverweigerung des gesamten Konvois. Jetzt wurde es ernst und ich wütend.

Ich bin unserer nicaraguanischen Reisebegleitung Gladis, die sich Gott sei Dank noch bei uns befand extrem dankbar, dass sie sich auch in dieser Situation um alles bemühte. Aber was wir auch taten, erklärten, machten, etc., der Grenzer liess sich nicht verständlich machen, was richtig ist.

Ich schaltete die Deutsche Botschaft ein, die sich in Person von Frau Dr. Julia Monar mit dem Aussenministerium und dem Finanzministerium in Verbindung setzte. Die wiederum konnten in kürzester Zeit telefonisch bestätigen, dass der Wagen tatsächlich regulär ausgeführt worden war. Der Grenzer jedoch liess jedoch immer noch nicht mit sich reden und verlangte ein Erklärungsschreiben. Ich führe nicht weiter aus - nur soviel: ab dem Zeitpunkt des Eintreffens des Schreibens per Fax von höchster Stelle des Aussenministeriums, dauerte es nochmals 2½ Stunden bis zur Abfahrt des Konvois. Wir hatten weitere 4 Stunden verloren und es wurde immer enger. Als wir in San Jose, erwartet von Vertretern der Deutschen Botschaft, der AHK, Biodieselherstellern, Zuschauern, TV- Radio- und Zeitungsreportern, sowie Vertretern von Goodyear und zwei weiteren eingeladenen Journalisten eintrafen, war es bereits kurz vor Mitternacht.

Wir freuten uns sehr über den nächtlichen Empfang und die Unterstützung obgleich wir nun unter ganz enormen Zeitdruck standen. Es war ein Wettlauf gegen die viel zu schnell verrinnende Zeit. Hinzu kamen technische Probleme mit den Stossdämpfern, die uns zu schaffen machten. Wie schlimm es wirklich kommen sollte und was uns in Panama erwartete wussten wir zum Glück in dieser Nacht noch nicht...

Artikel vom 16.05.2006, Autor: Redaktion/Matthias Jeschke

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