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Paris - New York: Expedition geht in Südeuropa weiter - Unfall in Italien






Es ist eines der grössten Expeditions-Abenteuer der Jahre 2008 und 2009: Gemeinsam mit einer grossen Crew will der Extrem-Abenteurer Matthias Jeschke als Erster die Beringsee mit einem Geländewagen fahrend überqueren. In einer unregelmässigen Serie berichten Jeschke und sein Team bei marathonrally.com über ihre Erlebnisse. Weitere Informationen finden Sie laufend auf der offiziellen Webseite [ www.pny2009.com ].

14. Oktober 2008 - Bioethanol aus Holz in der Schweiz:

Nach der Verabschiedung in Limburg am gestrigen Tag brachen wir heute in aller Frühe in Richtung Süden auf. Unser Ziel: die Schweiz - genauer gesagt unsere Partner Alcosuisse in Delemont und IBS in Thun. Der Werksleiter von Alcosuisse konnte unsere Neugier der Bioethanol-Produktion mit seinen Worten und dem Rundgang im Werk zu 100 Prozent erfüllen. Wir erfuhren wie aus kleingehäckselten Abfallholz-Stückchen das Bioethanol produziert wird, welches wir im Tank mit uns führen werden.

Weiter ging es in Richtung Thun. Dort, bei der Firma IBS, justierte der Experte Beat Wyss die Batterie-Steuersystem für unser Mehr-Batteriensystem in gekonnter Art und Weise. So werden die Batterien unserer Jeeps optimal geladen und wir haben genug Kapazitäten um 4 Seilwinden, Scheinwerfer, Funkgerät, Laptops uvm. zu nutzen.

Gerade um die Ecke tankten wir unsere Fahrzeuge an einer von Alcosuisse belieferten Spezial-Tankstelle aber nicht wie üblich einen kleinen Tank voll! Nein, gleich die gesamten Zusatztanks wurden mit dem kostbarem Bioethanol aus Holz gefüllt. Dem Tankstellenbesitzer lief ein verschmitztes Lächeln über das Gesicht, als er Matthias Jeschke die Rechnung für die insgesamt knapp 1.700 Litern ausstellte.

Der biogene Treibstoff ist rein und klar wie Wasser, enthält 85 Prozent Ethanol und steht dank dem Grundstoff Abfallholz nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Bioethanol der zweiten Generation ist einer der zentralen Komponenten unserer Idee, erneuerbare Energien für spektakuläre, automobile Rekordfahrten nicht nur einzusetzen, sondern mit der weitreichenden Medienpräsenz auf die Möglichkeiten und Notwendigkeit der Nutzung hinzuweisen.

Kaum losgefahren, wurde die Fahrertür von aussen nass, aber es regnete nicht! Also hiess es raus und der Ursache auf den Grund gehen! Relativ schnell wurde klar, dass einer der Dachtanks leckte. Umgehend pumpten wir das Bioethanol ab und schweissten den Tank im Kaltschweissverfahren. Nach der Wiederbefüllung war alles in Ordnung. Besonderen Dank an dieser Stelle Beat von IBS, dessen Werkstatt wir hierfür benutzen konnten.

Nach diesem spannenden Tag verbrachten wir die Nacht fahrend auf der Autobahn in Frankreich - unser nächstes Ziel: die katalanische Metropole Barcelona.

16. Oktober 2008 - Weiterfahrt und Präsentation in Spanien

Die Nachtfahrt durch Frankreich verlief reibungslos und wir erreichten gegen Abend die spanische Metropole Barcelona. Die katalanische Hauptstadt ist geprägt von den Werken Antoni Gaudis und voller enger Gassen. Das war mit unseren breiten und fast 3m hohen Expeditionsjeeps ein Abenteuer für sich! Letztendlich wurden wir von einer freundlichen Polizeistreife mit Blaulicht durch die Stadt eskortiert und zu unserem Hotel gebracht.

Nach einer kurzen Nacht ging es im Morgengrauen auf die Autobahn in westliche Richtung und über 650 Kilometer bis nach Madrid. Eine Teilstrecke von 200 Kilometern wurden wir von einer Journalistin eines 4x4-Magazines begleitet. Sie erhielt so hautnahe Einsichten - von den Menschen im Team aber auch von der Expedition. Als wir Madrid spät erreichten, fuhren wir zum Ausladen des Gepäcks zunächst ins gebuchte Hostel. Dieses lag bedauerlicherweise in einem extremen Viertel - geprägt von Discotheken, Bars, der Drogenszene und dem Nachtleben, das Publikum war wild. Rustikal war auch das Hostel selbst, ein kahler Raum mit sechs eisernen Betten darin verbreitete schon fast Gefängnis-Atmosphäre.

Da das das Team zu Hause wieder mal ganze Arbeit geleistet hatte, konnten wir spät in der Nacht noch die Fahrzeuge auf das Gelände der Deutschen Botschaft stellen. Einen sichereren Aufenthalt als das Botschaftsgelände konnte es nicht geben! Per Taxi ging es dann ins Hostel. Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen unseres Termins bei der Deutschen Botschaft in Madrid. Dort war alles perfekt vorbereitet und optimal organisiert. Wir erlebten eine sehr gelungene Pressekonferenz unter Leitung des Deutschen Botschafters, der Anwesenheit von weiteren hochrangigen Vertretern der Deutschen Botschaft, Chrysler Spanien und spanischen Top-Journalisten. Nach zwei anschliessenden Fotoshootings unter anderem mit Auto Bild und Filmaufnahmen in Madrid bereiteten wir alles für die 1.600 km lange Non-Stopp-Fahrt nach Italien vor.

18. Oktober 2008 - Unfall in Italien, alles ging noch mal gut

Leider verlief die Fahrt nach Vidigulfo nicht so reibungslos wie die bisherigen 6.500 km. Unser dritter Wrangler (F3) streifte in einer engen Autobahnbaustelle eine mit Wasser gefüllte Barriere, kam ins Schlingern und in extreme Schräglage, wälzte ca. 40 Meter Barriere mit tausenden Litern Wasser platt und konnte nur durch hochgradig glückbehaftetes Reissen am Lenkrad am Umkippen gehindert werden. Schlitternd kam das Fahrzeug quer zur Fahrtrichtung zum Stehen. Keine Person und kein weiterer Wagen wurde in den Unfall verwickelt. Die sofort benachrichtigte Autobahnpolizei sicherte die Unfallstelle ab und eskortierte nach ersten Feststellungen dann unsere Fahrzeuggruppe zur nächsten Ausfahrt.

Der Kontakt mit der Polizei war sehr zuvorkommend und in höchstem Grade korrekt. Noch auf der Autobahnraststätte begannen wir mit den Notreparaturen (die wir später in Mailand fortsetzen sollten), denn F3 hatte einiges abbekommen. Nach erfolgter Notreparatur konnten wir unseren Weg erstmal fortsetzen und trafen nach 33 Stunden am Abend in Vidigulfo ein. Den nächsten Tag standen Fahrtests auf einem der grössten Autotestgelände in Italien an. Der Betreiber der Anlage - Quattroroute - eröffnet bald ihre Offroad-Teststrecke und wir waren - vermittelt von Chrysler Italien - als Ehrengäste zu Vortests geladen.

Anwesend waren neben 4 Fernseh- sowie 3 Fotografenteams auch die hochrangigsten Vertreter Goodyears in Italien einschliesslich des Präsidenten. Es hat Spass gemacht und es war eine schöne Veranstaltung. Die Betreuung durch Quattroruote war vorbildlich. Schön für uns zu sehen war auch die Steigfähigkeit unserer Wagen. Incl. Equipment 80% Steigung vorwärts hoch, 100% Gefälle vorwärts runter und 100% Steigung rückwärts hoch sind Superwerte für jeden Offroader. Weiter geht es nun nach Slowenien und Kroatien.

Artikel vom 29.10.2008, Artikel: Redaktion/hs/Matthias Jeschke

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