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PAX Rally Interview: Olympiasieger Zeller: "Eine grossartige Erfahrung"




Der Hockey-Nationalspieler und der Dakar-Pilot: Olympiasieger Christopher Zeller erlebte an der Seite von Volkswagen Werksfahrer Mark Miller (USA) einen aussergewöhnlichen Tag als Co-Pilot im Cockpit des Race Touareg.

Der 24-Jährige, der unlängst im olympischen Feldhockey-Finale mit seinem Tor gegen Gegner Spanien Deutschland zur Goldmedaille führte, übernahm bei der ersten Etappe des zweiten Laufs der "Dakar-Series" in Portugal, der für das Volkswagen Team die Generalprobe für die Rally Dakar in Südamerika Anfang Januar bildet, für einen Tag die Pflichten eines Beifahrers im Marathonrally-Sport.

"Für alle Beteiligten war der Einsatz von Christopher Zeller als Co-Pilot im Race Touareg eine interessante Erfahrung", so Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Christopher ist diese Aufgabe hochprofessionell angegangen und hat als Navigator von Mark Miller einen richtig guten Job gemacht. Für unsere Mannschaft, die bei der anstehenden Dakar in Sachen Teamgeist wieder unter Extrembedingungen gefordert ist, war der Besuch eines Weltklasse-Mannschaftssportlers ebenfalls eine lehrreiche Begegnung."

Olympia-Sieger und Weltmeister Christopher Zeller stand nach seinem Einsatz im 280 PS starken Volkswagen Race Touareg beim zweiten Lauf zur "Dakar-Series" in Portugal Rede und Antwort.

Christopher Zeller, Ihr erster Tag als Rally-Beifahrer im Race Touareg: Was war der schönste Moment?

"Am Start zu stehen, war schon aufregend, schliesslich wusste ich nicht, was mich erwartet. Aber man kann es nicht auf einen Moment beschränken - vielmehr war die gesamte Fahrt an der Seite von Mark Miller eine grossartige Erfahrung. Und noch ein schöner Moment war, als wir im Ziel waren und Mark mit mir und meinem Job als Beifahrer zufrieden war. Das hat mir schon ein bisschen Genugtuung gegeben. Besonders, nachdem wir uns auf dem Weg zum Start in der Verbindungsetappe gleich einmal verfahren hatten. Da dachte ich mir schon: ‚Na das kann ja heikel werden'. Das hat wohl meine Sinne geschärft - am Ende sind wir gut durch die Prüfung gekommen."

Bitte vervollständigen Sie den Satz "Marathonrally-Sport bedeutet seit heute für mich..."

"...dass ich vor den Fahrern und Co-Piloten absolut den Hut ziehen muss. Bei diesen Belastungen im Cockpit mit einer solchen Präzision auf der Strecke um Sekunden zu kämpfen, ist eine grosse sportliche Leistung. Das hat mich echt beeindruckt."

Was ist faszinierend am Marathonrally-Sport und an Dakar-Prototypen?

"Wenn man durch die Frontscheibe schaut und diese Wellen, Steine und Unebenheiten sieht, und wie die Piloten mit unglaublicher Geschwindigkeit darüber fahren, das Auto anstellen - da muss man echt was drauf haben. Für mich als Beifahrer war die Sitzposition in diesen kompromisslos gebauten Autos eine echte Erfahrung. Ebenso, wie eng es in den Cockpits ist, dazu die starke Hitze und Lautstärke. Man kann die Robustheit des Autos spüren, aber doch, dass es auch Hightech ist."

Hockey ist ein Mannschaftssport und auch im Motorsport ist Teamwork eine wichtige Komponente. Inwieweit kann man diese beiden Disziplinen miteinander vergleichen?

"Natürlich habe ich noch keinen besonders tiefen Einblick erhalten, aber was mich absolut umgehauen hat, war, wie freundlich ich im Team aufgenommen wurde und wie sehr sich jeder darum bemüht hat, dass ich hier einen guten Job machen kann. Jeder hat gefragt, ob er mir helfen oder noch etwas erklären kann. Das ist echtes Teamwork, bei dem alle an einem Strang ziehen. Was ich aber glaube nach diesem Tag einschätzen zu können, ist die Beziehung zwischen Fahrer und Beifahrer, dieses bedingungslose Vertrauen. Das zählt im Rally-Cockpit glaube ich noch mehr als beim Hockey, in dem es beim Zusammenspiel auch auf ein hohes Vertrauen ankommt. Nämlich, dass man den anderen braucht, um selber eine gute Leistung zu bringen. Ich denke, das ist eine grosse Parallele."

Wie schwer ist es für einen durchtrainierten Athleten wie Sie, die Schläge im Cockpit wegzustecken, die Orientierung zu bewahren und im grössten Stress auch noch klare Kommandos zu geben?

"Es kommt da sehr auf die Strecke an. An manchen Stellen ist Mark kompromisslos über die Bodenwellen gefahren - da war ich schon sehr damit beschäftigt, meinen Körper stabil zu bekommen. In einer solchen Situation konnte ich dann eben nicht im Roadbook lesen. Das war vier, fünf Mal der Fall. Ansonsten lief es sehr gut, da konnte ich vorausblickend navigieren und ihm, wie es üblich ist, den Countdown zum nächsten Abzweig runterzählen. Ich denke, dass man sehr fit sein muss, um sich trotz der Schläge im Auto auf das Lesen des Roadbooks konzentrieren zu können."

Ihre Schilderungen vom Tag klingen sehr begeistert. Haben Sie vielleicht Blut geleckt und kann man Sie in Zukunft bei Rallys als Teilnehmer sehen?

"Ich glaube, dafür bin ich zu spät "eingestiegen". Für mich galt schon immer: Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Und um einen solch komplexen Sport professionell zu betreiben, muss man früh beginnen."

Und wenn es sich doch einmal ergibt: Wären Sie dann lieber Beifahrer oder Fahrer?

"Die Rolle des Fahrers würde mich natürlich absolut reizen. Aber ich fürchte, dazu fehlen mir die Fähigkeiten, wie sie zum Beispiel Mark Miller hat. Rally-Piloten sind Extrem-Sportler - ich glaube nicht, dass ich bei diesem Niveau ernsthaft mithalten könnte."

Artikel vom 12.09.2008, Artikel: Redaktion/hs/VW-Presse

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