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 Pharaons Rally: Coma übernimmt Führung mit 27 Sekunden, Trenker auf 6.
Spannender kann eine Rally gegen Ende kaum werden. Auf der 5. und vorletzten Etappe der Pharaonen Rally von Sitra nach Siwa (Beschreibung siehe Auto-Artikel zum späteren Zeitpunkt) übernahm das gestrige "Geburtstagskind" Marc Coma (KTM) mit einem weiteren Etappensieg die Gesamtführung vor dem Chilenen Francisco "Chaleco" Lopez (Aprilia). Dem Spanier reichten mit 04:07:17 Stunden heute nur 27 Sekunden, um den Chilenen mit 19:23:05 Stunden vom Thron zu stossen.
Die extrem heftige Dünenetappe würfelte die Gesamtwertung gleich mehrfach durcheinander. Der gestrige Tageszweite Joan Barreda aus Spanien führte das Feld lange Zeit gemeinsam mit seinem Landsmann Coma an, musste dann jedoch mit einem technischen Defekt an seiner KTM 690 Rally aufgeben. Pech auch für den Italiener Matteo Graziani, dieser stürzte nach einer Bodenwelle, blieb unverletzt aber seine Aprilia verlor Öl und blieb schliesslich mit einem Motorschaden stehen.
Somit kamen wieder neue Namen nach vorne - und neben einer glanzvollen Fahrleistung profitierte auch der deutsche Tim Trenker von den Ausfällen. In der Tageswertung schaffte es der KTM-Pilot in 04:39:30 Stunden auf Platz 7, in der Gesamtwertung rutschte er mit 21:46:35 auf den 6. Platz vor.
"Das war heute ein verdammt harter Tag" berichtet Trenker im Camp Siwa, "wirklich hart. Den ganzen Tag nur harte Dünen, die Sonne ging höher, die Sicht wurde schlechter - man musste sich verdammt konzentrieren. Einmal hat es mich heute fast erwischt, der grosse Sandsee hat seinem Namen alle Ehre gemacht." Trenker kann (fast) schon ein wenig feiern: "Ich muss morgen nur noch ankommen, dann habe ich die FIM-Weltmeisterschaft in der Production Class in der Tasche." Wir drücken die Daumen.
Der letzte Rallytag am Samstag bleibt somit also besonders spannend. "Chaleco" wird sich nicht mit einem Sieg Comas abfinden wollen und diesen mit seiner Aprilia RXV450 regelrecht durch die Strecke jagen, der Spanier hingegen darf sich absolut keinen Fehler leisten. Hinter den beiden wartet übrigens der Portugiese Helder Rodrigues (Yamaha) in "Lauerstellung", mit 19:32:35 Minuten fehlen ihm nur knapp 9 Minuten auf die beiden Führenden.
Auf der letzten Etappe von Siwa in den Norden nach Al Alamein müssen nach einer 160 Kilometer langen Überführung nochmals 140 in Wertung und im Anschluss weitere 105 Kilometer Überführung gefahren werden. Bevor es in Al Alamein auf das Podium geht, führt die Strecke über letzte kleine Dünen, im Allgemeinen aber nur noch über schnelle sandige und steinige Passagen.
2010/10/08 | 15:35 CET | EDITOR: MR/HS


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