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 Pharaons Rally: Etappensieg für Traglio, Pech für Vigouroux und viel Sand.
Mit 433 Kilometern in Wertung war die Donnerstags-Etappe von Abu Mingar im Süden Ägyptens nach Sitra im Nordwesten die längste Etappe der 13. Ausgabe der Rally. Sand, Sand und nochmals Sand erwartete die Teilnehmer, zu Beginn schnell aber tricky (da die Dünen entgegen der Windrichtung gefahren werden mussten), später dann schnell und navigatorisch einfacher.
Am Anfang des Tages schien es, als wenn es kein guter Tag für die Buggies werden würde. Nach einer Roadbookänderung war der Einstieg in die Strecke etwas unklar, einige Teilnehmer (darunter Jean-Louis Schlesser) wählten den offensichtlich richtigen Weg (entgegengesetzt den finalen Kilometern von Mittwoch), auch die Helikopter flogen hier. Doch eigentlich war die Strecke etwas weiter östlich angepeilt, die ersten Motorräder suchten ihren Weg offroad, die Meisten folgten.
Während Schlesser also bequem aussenrum fuhr (innerhalb des Korridores erlaubt), kämpften sich die restlichen Buggies durch die steilen Dünen. Sie kamen zwar hoch, doch oben angekommen verliess die meisten die Power und es durfte gebuddelt werden. Eric Vigouroux im Protruck und Gilles Florin im Cotel-Buggy verloren hier wertvolle Zeit, blieben immer wieder stecken - somit dürfte das "Battle" zwischen Vigouroux und Schlesser endgültig zugunsten Schlessers entschieden sein.
Im Vorteil waren klar die schnellen Offroader - und so war es auch keine Überraschung, das der Italiener Maurizio Traglio die heutige Etappe mit seinem Nissan Pathfinder in 04:21:27 Stunden für sich entschied. Schlesser machte dank der endlosen Power seines Buggies Platz 2 klar (04:29:20), gefolgt von Toyota-Werkspilot Jun Mitsuhashi im Land Cruiser 200 (04:37:38) - sowie den beiden Bowlern von Jerome Pelichet (04:39:07, Frankreich) und Roberto Tonetti (04:48:27, Italien).
Gestern und heute gab es dennoch enorme Ausfälle. Der Australier Geoffrey Oholm musste seinen "RaBe X1", einen neuen Prototypen aus dem Hause "Rally Raid UK" nach einer gebrochenen Antriebswelle stehenlassen. Bernard Touzery hatte mit seinem SMG Gache Buggy (mit Porsche Motor) ebenso Pech wie der Toyota Land Cruiser eines französischen Teams, der Isuzu D-Max des Saudis Majid al Ghamdi sowie der zweite Toquet 4x4 des ägyptischen Fahrers Tarel El Erian.
Wieder im Rennen sind hingegen der Ex-Hutten Kia Sorento des Ägypters Mohammed Gabr, der Desert Warrior von Karim Zanaty und der Jeep Cherokee von Azzam Farouky. Weiterhin gut dabei ist der italienische Iveco Truck von Luisa Trucco, in diesem Jahr einziger Lkw in der Rally.
In der Gesamtwertung blieb es überwiegend unverändert. Schlesser führt mit 15:03:42 Stunden vor Maurizio Traglio (16:41:12) und Jun Mitsuhashi (17:01:28), lediglich der Saudi Sami Al Shamary im zweiten Isuzu D-Max T2 profitierte von den Problemen der Buggies und rückte auf Platz 6 (18:54:30) vor. Bester Ägypter ist nun Omar Hani im zweiten Toquet 4x4, einem ägyptischen Eigenbau-Offroader. Eric Vigouroux liegt mit seinem Chevrolet Protruck mit 20:40:32 auf Platz 9.
2010/10/07 | 18:48 CET | EDITOR: MR/HS


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