

|

 Pharaons Rally: SAM Mercedes und Team Ferromin / Kuznetsov auf Platz 11.
11. Platz lautet das Ergebnis für das russisch-deutsche "Ferromin Team" mit Fahrer Ilya Kuznetsov und Beifahrer Roman Elagin im SAM Mercedes Turbodiesel-Proto auf der "Pharaonen Rally", die jüngst in Ägypten zu Ende ging. 2.800 Kilometer galt es in 6 Tagen zu bewältigen - dem stellten sich 60 Motorräder, 5 Quads, 36 Autos und ein Truck.
Nach der guten Performance zur "Silk Way Rally" im Juli wollte das Team nun mit weiterentwickelter Motorsteuerung eigentlich punkten. Dazu musste allerdings ein kleinerer Restriktor (38 mm, Vorgabe FIA) verbaut, und die Motorsteuerung dahingehend angepasst werden. Diese Adaption erwies sich jedoch als schwieriger als erwartet und bereitete über die ganze Veranstaltung hinweg Probleme.
Als elftes Team gingen Kuznetsov / Elagin im SAM-Mercedes auf die erste Prüfung der Rally über 547 km und konnten mit weniger Leistung als erwartet, aber ohne Probleme den 8.Platz der ersten Tageswertung für sich beanspruchen.
Am zweiten Tag lief es weniger gut. Noch vor Erreichen des ersten Check-Points der zweiten Prüfung ereilte das Team ein technischer Defekt und man musste in der Prüfung stoppen. Erst nach langer Suche wurde die Ursache gefunden. Trotzdem verlor das Team 4,5 Stunden in der Wüste und bekam zusätzlich noch 4 Stunden Strafzeit für die Verspätung angeschrieben. Somit fand man sich bereits nach dem zweiten Tag weit abgeschlagen auf Rang 22 der Gesamtwertung wieder.
In den folgenden Tagen konnte man sich weiter steigern, musste aber nachdem man sich zweimal in Dünenfeldern festgefahren hatte (Sektion 3 + 4) und einmal ein Navigationsfehler unterlief (Sektion 5) weiteren Zeitverlust hinnehmen.
In der 5. Sektion übersah man in einem schnellen Teilstück dazu noch einen Stein, wobei der heftige Einschlag große Teile der vorderen Aufhängung stark beschädigte. Nach der Begutachtung machte sich das Team die Entscheidung am letzten Tag noch an den Start zu gehen nicht leicht, gab aber nach einigen Reparaturen am Morgen grünes Licht.
Der letzte Tag verlief dann noch einmal ohne Zwischenfälle und mit einem 8. Platz der Tageswertung schloss man die Pharaons Rally 2012 auf einem versöhnlichen 11. Gesamtrang ab.
Sven Knorr: "Wir hatten uns auf jeden Fall mehr erhofft. Jedoch überraschten uns die hohen Leistungseinbußen durch den kleineren Restriktor trotz der Adaption der Motorsteuerung sehr. Der Defekt vom zweiten Tag ist tragisch, da wir ohne diesen herben Zeitverlust die Top-Fünf hätten erreichen können."
"Positiv bewerten können wir aber auch das sich die Änderungen bezüglich der Antriebswellen gelohnt haben und das die Basis des SAM auch harten Beanspruchungen gerecht wird. Wir schauen optimistisch Richtung Dakar und haben in den verbleibenden 5 Wochen bis zur Abreise noch reichlich Arbeit."
2012/10/11 | 18:59 CET | ARTICLE: MR/HS/ZEMANIK







|



|

|