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Pikes Peak Rennen: 800 PS starker Allrad-Ford auf Platz Zwei




Ein Jahr vor der Markteinführung des neuen Ford Fiesta in den USA sorgte der Kleinwagen erstmal für grosses Aufsehen: Beim weltberühmten Pikes-Peak-Bergrennen driftete der zweifache Rally-Weltmeister Marcus Grönholm am Steuer einer über 800 PS starken Rallycross-Version des Fiesta auf Rang zwei der "Unlimited"-Klasse und erzielte die fünftschnellste Zeit im Gesamtklassement. Der langjährige Werksfahrer von Ford bewältigte die 19,99 Kilometer (12,42 Meilen) lange Strecke mit seinem Turbo-Allradler in 11.28,963 Minuten.

Grönholm war nach dem Vollgas-Aufstieg von 2.800 auf über 4.200 Höhenmeter überzeugt, dass er mit seinem Ford auch den Streckenrekord von 10.01,408 Minuten brechen kann. "Das Handling war fantastisch und die Reifen funktionierten grossartig", erklärte der 41-jährige Finne. "Leider bekamen wir kleinere technische Probleme: Wegen eines mechanischen Defekts am Turbolader fehlte uns am Ende etwas Leistung. Trotzdem hat der Fiesta sein grosses Potenzial bewiesen. Wir haben gezeigt, dass Ford mit diesem Auto die magische Zehn-Minuten-Marke unterbieten könnte. Wenn wir noch einmal hier antreten, weiss ich, was wir unternehmen müssen, um zu gewinnen."

Die legendäre, mit 156 Kurven gespickte Asphalt- und Schotterstrecke beeindruckte die WRC-Rally-Legende: "Ich kannte die Strecke aus dem berühmten Video mit Ari Vatanen und wollte schon immer einmal hier starten", bekannte der 30-fache WM-Laufsieger. "Jetzt, wo ich den Pikes Peak selbst erleben durfte, kann ich sagen, dass er zu den grössten Herausforderungen meiner Karriere gehört. Von solchen Veranstaltungen erzählst du noch deinen Enkelkindern."

Nicht ganz so euphorisch fiel das Fazit von Grönholms Teamkollege Andreas Eriksson aus. Der Schwede - ebenfalls Pikes-Peak-Debütant - musste bereits nach zwei Kilometern aufgeben, nachdem in einer Kurve zwei Reifen von der Felge gesprungen waren und sein Fiesta mit dem Heck gegen einen Baum gerutscht war. "Der Ausfall ist natürlich sehr schade, weil sich das Auto fantastisch anfühlte. Aber wir haben viel gelernt und wissen jetzt, wie wir beim nächsten Mal die Bestzeit knacken können", erklärte der 35-Jährige, der als Chef des Teams Olsbergs Motor Sport Evolution (OMSE) auch für den Einsatz verantwortlich zeichnete.

"Mit dieser Vorstellung bei einem der anspruchsvollsten Motorsport-Wettbewerbe der Welt konnten wir jedoch eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit dieses Fahrzeugs demonstrieren", resümierte der ehemalige Dakar-Sieger Jost Capito, Director of Gobal Motorsports Business Development der Ford Motor Company. "Unser Einsatzteam Olsberg MSE hat bei seinem ersten Auftritt am Pikes Peak grossartige Arbeit abgeliefert. Als nächstes setzen sie die beiden Allrad-Fiesta nun bei den X-Games vom 30. Juli bis zum 2. August ein."

Artikel vom 21.07.2009, Artikel: Redaktion/hs/Michael Droste

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