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Por las Pampas: Mitsubishi gewinnt vor X-Raid, Zeitstrafen-Feuerwerk








Nach 4.116 Kilometern - davon 2.040 auf Zeit - geht der Sieg der Por las Pampas Rally (Patagonia-Atacama) in Argentinien und Chile wie im Vorjahr an Mitsubishi und deren Piloten Luc Alphand vor dem Argentinier Orlande Terranova und dem Brasilianer Paulo Nobre (beide im X-Raid BMW X3CC). Alphand und Beifahrer Gilles Picard dominierten den dritten Lauf zum Marathonrally Worldcup von Beginn an und erzielten auf den zehn Prüfungen sieben Bestzeiten. Einzig im Schlussteil büsste der 42 Jahre alte Franzose wegen technischer Probleme rund 30 Minuten seines am Ende vierstündigen Vorsprungs ein.

19 Autos, 3 Trucks und 26 Motorräder starteten in die Rally, darunter neben Alphand bekannte Namen wie Jose-Luis Monterde, Philippe Vandromme oder Alain de Mevius bei den Autos und Marc Coma, David Casteu, Pal Anders Ullevalseter, Jordi Viladoms, Marek Dabrowski, Jean Azevedo, Ruben Faria oder Jacek Czachor bei den Motorrädern. 12 Autos, 2 Trucks und 18 Motorräder schafften es schliesslich ins Ziel.

Die Route führte vom Start im argentinischen Skigebiet San Carlos Barichole über steinige und schlammige Andenpfade Richtung chilenische Küste und schliesslich in die turmhohen Dünen der Atacama Wüste, dem trockensten Landstrich der Erde (wir berichteten ausführlich in der internationalen Ausgabe von marathonrally.com).

In Argentinien und Chile dominierte vor allem die Kälte - denn in Südamerika herrscht gerade Winterzeit. "Es war fast unglaublich. Man fährt im Schnee los und wenige Tage später ist man in der Wüste. Die Landschaften waren traumhaft schön", so Luc Alphand nach der Rally. Lob sprach der Sieger den Technikern des Teams aus, die den Pajero Evolution seit dem Dakar-Gewinn im Januar weiterentwickelt haben. "Insbesondere in der Wüste konnte ich von den Verbesserungen profitieren, die wir bei unserem Test in Marokko erarbeitet haben. Die Traktion des MPR 13 ist enorm."

Eine hervorragenden Leistung boten auch die beiden X-Raid BMW X3CC, die sich gegen den Nissan Navara des Spaniers Monterde (fiel nach technischen Problemen auf Platz 8 zurück) und die beiden BAT-Buggies von De Mevius (fiel aus) und Vandromme (Platz 9) durchsetzen konnten. Gleich bei seinem X-Raid Debut schaffte es der "Neukunde" Orlando Terranova mit seinem australischen Beifahrer Lee Palmer mit Platz 2 aufs Podium, hinter ihm sein Teamkollege und schon erfahrenerer BMW-Kollege Paulo Nobre (Brasilien) mit Co. Filipe Palmeiro (Portugal).

"Das ist ein excellentes Ergebnis für Terranova, Nobre und das X-Raid Team" freut sich Teamchef Sven Quandt, "die Por las Pampas Raly ist eine der Schwierigsten im Kalender und unsere Privatiers konnten beweisen, das wir mit dem Werks-Mitsubishi mithalten können." Quandt verwies auch auf die erwiesene Haltbarkeit der Fahrzeuge, vor allem würdigte er die Leistung Terranovas, der trotz eines Überschlages zu Beginn der Rally seinen BMW auf der zweiten Position halten konnte. "Ich hätte mir gewünscht, die Rally wäre zwei Tage länger, dann hätte es vielleicht noch für einen Sieg gereicht."

Zufrieden zeigte sich auch Mitsubishi-Teamchef Dominique Serieys: "Wir haben hier viele Erfahrungen für die kommende Saison gesammelt, die mit der Dakar Rally im Januar beginnt. Der Wettbewerb war nicht so stark besetzt, wie wir es bei anderen Rallys gewohnt sind, dafür war die Patagonia-Atacama mit ihren schwierigen Routen und der anspruchsvollen Navigation selbst ein sehr starker Gegner."

Die Abstände zwischen den Fahrzeugen erreichten schon zu Beginn für Marathonrallys abnormale Zustände, die sich gegen Ende der Rally nochmals vergrösserten. Knapp 4 Stunden Rückstand auf den Sieger Alphand reichten Terranova für Platz 2, bei Nobre sind es schon 15:21 Stunden, der viertplatzierte Argentinier Andres Memi (Mitsubishi L200) liegt 23:42 Stunden zurück. Doch nicht nur die Fahrleistungen sind für die abstrusen Zeitunterschiede verantwortlich, sondern vor allem ein Feuerwerk an FIA-Zeitstrafen. So erhielte der Letzte der Rally, der Chilene Luis Eguiguren (Mitsubishi Pajero) satte 286 Stunden Strafe (!) in neun Tagen. Nur zur Info, er schaffte es immerhin noch mit knapp 312 Stunden Rückstand auf Platz 12 - sowas schafft man kaum auf einer zweiwöchigen Dakar!

Schnellster Truck im Feld wurde das spanische Team Gutierrez/Heras/Ramirez vor ihren spanischen Teamkollegen Ochagavias/Fuster/Truy, beide unterwegs mit speziell für die Dakar 2007 neu aufgebauten Mercedes Unimog U500. Auch bei den Trucks griffen die absurden Zeitstrafen, so beendete der beste Truck die Rally offiziell nach 276 Stunden (271 Stunden Zeitstrafe), der zweitplatzierte Truck benötigte offiziell 306 Stunden (247 Stunden Zeitstrafe).

Der nächste Wettkampfeinsatz für Mitsubishi wird bei der UAE Desert Challenge sein, dort werden die Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, sowie Nani Roma/Lucas Cruz und Luc Alphand/Gilles Picard starten. X-Raid startet mit einem Grossaufgebot bereits Ende des Monats auf der Marokko-Rally, mit dabei sind Paulo Nobre, Nasser Saleh Al Attiyah und der Franzose Guerlain Chicherit.

Artikel vom 08.09.2007, Artikel: marathonrally.com/hs

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