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Porsche präsentiert 26 Marathonrally-Cayenne als Kundenfahrzeuge









Porsche erweitert sein umfangreiches Kundensport-Programm um ein weiteres Highlight: Der Porsche Cayenne S "Transsyberia" wurde auf Basis des neuen Porsche Cayenne S als Kundenfahrzeug für Marathonrallys entwickelt. Seine Premiere feiert der sportliche Offroader vom 2. bis zum 17. August bei der Transsyberia Rally, die von Moskau quer durch Sibirien bis nach Ulaanbaatar in der Mongolei führt.

Im vergangenen Jahr haben zwei Privatteams erstmals mit dem Porsche Cayenne S an der Transsyberia Rally teilgenommen und die ersten beiden Plätze belegt. Durch den erfolgreichen Einsatz der Fahrzeuge ist Porsche auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und bietet nun begeisterten Cayenne-Fahrern die Möglichkeit, sich auch mit diesem Fahrzeug motorsportlich zu betätigen.

Gegenüber dem Serienmodell des Cayenne S wurde die Rallye-Version in vielen Punkten modifiziert, die in erster Linie die Sicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Der neue Cayenne S "Transsyberia", der vorerst in einer Kleinserie von nur 26 Fahrzeugen gebaut wird, verfügt unter anderem über grobstollige Spezial-Offroadreifen, einen FIA-Sicherheitskäfig, eine kürzere Achsübersetzung, eine Quersperre, eine verstärkte und erweiterte Unterbodenverkleidung sowie verstärkte Querlenker an der Vorderachse.

Der Motor des Porsche Cayenne S Transsyberia wurde nahezu unverändert aus der Strassenversion des Cayenne S übernommen. Der 4,8-Liter-V8-Saugmotor mit Benzindirekteinspritzung leistet 385 PS (283 kW) bei 6.200 Umdrehungen pro Minute. Bereits bei 3.500/min liegt das maximale Drehmoment von 500 Newtonmetern an. Die VarioCam Plus-Ventilsteuerung sorgt für eine gleichmässige Kraftentfaltung über den gesamten Drehzahlbereich. Je nach Drehzahl schaltet die Motorsteuerung den Hub der Einlassventile zwischen 3,6 und zehn Millimeter um. Auch die Länge des Saugrohres lässt sich umschalten und sorgt so für ein fülliges Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen.

Trotz der im Vergleich zum Vorgänger-Motor erhöhten Leistung verbraucht der neue 4,8-Liter-Motor etwa 15 Prozent weniger Kraftstoff. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Cayenne S beträchtlich - auch bei Marathonrallys ein signifikanter Vorteil. Durch die automatische Erkennung der Kraftstoffqualität kann der Motor auch mit Normalkraftstoff (mindestens 91 Oktan) betrieben werden, dies hat allerdings eine Reduzierung von Leistung und Drehmoment zur Folge. Auch die Beimischung von bis zu 25 Prozent Ethanol ist möglich.

Eine gewichtsreduzierte Sportabgasanlage erzeugt beim Cayenne S Transsyberia ein besonders markantes Klangbild. Für gesteigertes Spurtvermögen sorgt das Tiptronic-S-Getriebe mit verkürzter Achsübersetzung. Die Getriebesteuerung wurde für den Geländeeinsatz optimiert.

Wie alle anderen Cayenne-Modelle auch verfügt der Cayenne S "Transsyberia" über den permanenten Allradantrieb "Porsche Traction Management" (PTM). PTM leitet im Grundmodus 62 Prozent des Motor-Drehmoments an die Hinterräder und 38 Prozent an die Vorderräder. Über eine elektromotorisch betätigte und elektronisch geregelte Lamellenkupplung kann das Verteilungsverhältnis je nach Fahrsituation variiert und bei Bedarf auch 100 Prozent der Motorkraft nach vorn oder hinten geleitet werden.

Die kennfeldgeregelte Längssperre und die Differentialsperre an der Hinterachse reagieren nicht nur auf mangelnde Traktion an Vorder- oder Hinterachse. Sensoren messen auch die Fahrzeug-Geschwindigkeit, die Querbeschleunigung, den Lenkwinkel und die Gaspedalstellung. So kann PTM stets den erforderlichen Sperrgrad für beide Achsen berechnen und das jeweils benötigte Antriebsmoment an die Achsen verteilen. Zur Steigerung der Offroad-Fähigkeiten wurde eine Quersperre eingebaut, die auch für die Serienfahrzeuge im optionalen Offroad-Technikpaket angeboten wird.

Besonders im schweren Gelände erhöht Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) in Verbindung mit der Luftfederung und dem Porsche Active Suspension Management (PASM) die Traktion. Aktiviert der Fahrer per Schaltwippe die Geländereduktion des 6-Gang-Automatikgetriebes (Low-Range-Modus), wechselt PDCC in den Offroad-Modus. Dadurch lässt das System die maximal mögliche Achsverschränkung zu.

Die maximale Wattiefe bei Wasserdurchfahrten beträgt im Sondergeländeniveau der Luftfederung etwa 75 Zentimeter. Karosserie und Türen sind dazu bis zur Höhe der Seitenfenster gegen Wassereinbruch abgedichtet. Die Luftansaugung wurde mit Hilfe eines flexibel einsetzbaren Luftfilter-Schnorchels auf Dachhöhe verlegt, damit auch die bei Wasserdurchfahrten üblichen Bugwellen nicht in den Ansaugtrakt gelangen können.

Auch Räder und Fahrwerk des Cayenne wurden auf die extreme Dauerbelastung steiniger Pisten ausgelegt. So ist die Doppellenkervorderachse mit verstärkten Querlenkern ausgestattet. Die Spurweite wuchs um 34 Millimeter. Anstelle der serienmässigen Hochgeschwindigkeitsreifen kommen Pneus mit grobstolligem Geländeprofil in der Dimension 255/55 R 18 T zum Einsatz, die bis zu einer Geschwindigkeit von 190 km/h zugelassen sind. Die Reifen sind auf 18 Zoll grosse, 15-speichige Leichtmetallräder mit der Bezeichnung "Cayenne S II" aufgezogen. Die Felgensterne sind analog zum Porsche GT3 RS in orange lackiert.

Der Porsche Cayenne belegt in puncto Karosseriesteifigkeit und passiver Sicherheit eine Spitzenposition unter den Geländewagen. Über 60 Prozent der Rohkarosserie besteht aus hochfesten Stählen. Die bei einem möglichen Crash auftretenden Kräfte werden von drei übereinander liegenden Lastebenen aufgenommen und in den steifen Bodenlängsträger-, Schweller- und Tunnelbereich verteilt. Die Verstärkungen in den A- und B-Säulen sind zur Verbesserung des Überrollschutzes aus höchstfestem Stahl gefertigt. Um Fahrer und Beifahrer unter Wettbewerbsbedingungen noch besser vor den Folgen einer Kollision oder eines Überschlags zu schützen, verfügt der Cayenne S Transsyberia über einen mit der Fahrgastzelle verschraubten Sicherheitskäfig. Die Ausführung des Käfigs ist an die Bauvorschriften der FIA angelehnt. Der Fahrer wird zusätzlich durch einen Airbag geschützt.

Um das Zusatzgewicht des Sicherheitskäfigs sowie der Rally-Ausrüstung zu kompensieren und den Fahrzeugschwerpunkt abzusenken, wurden die Rücksitzbank, die serienmässigen Karosserieverkleidungen und Dämmmaterialien entfernt. Die Zentralverriegelung ist einem manuellen Türentriegelungsmechanismus für die vorderen Türen mit orangefarbenen Schlaufen gewichen. Die Heckscheibe sowie die hinteren Seitenscheiben sind aus leichtem Polycarbonat gefertigt. Die vorderen Seitenscheiben sind wie bei allen Cayenne-Modellen mit einer hydrophoben Beschichtung versehen. Diese lässt Wasser abperlen und sorgt dafür, dass das Glas deutlich weniger verschmutzt als herkömmliche Scheiben. Fahrer und Beifahrer sitzen in Leichtbau-Sportsitzen mit Kunstleder-/Alcantara-Bezug.

Alle Cayenne S Transsyberia sind standardmässig mit einem Navigationsgerät ausgerüstet. Zusätzlich ist anstelle des Handschuhfaches ein Tripmaster-Computer montiert, der dem Co-Piloten bei der Ermittlung der Wegstrecken zwischen einzelnen Navigationspunkten hilft. Ein Grossteil der Steuergeräte wurden im Innenraum montiert, alle elektrischen Leitungen neu verlegt. Die Bordelektrik kann mittels eines Zentralschalters rechts unten am Fahrersitz mit einem Handgriff ein- oder ausgeschaltet werden, damit ein Reset der Elektronik auch während der Fahrt erfolgen kann.

Eine verstärkte und erweiterte Unterbodenverkleidung aus Aluminium und eine zusätzliche Verkleidung aus Edelstahl für die Auspuff-Endtöpfe schützen den Cayenne S "Transsyberia" vor Beschädigungen, die durch die gewaltigen Belastungen bei einer Rally entstehen können. Statt der serienmässigen Fussfeststellbremse ist eine Handbremse verbaut, mit der das Auto in engen Kehren zum Übersteuern gebracht werden kann.

Auf dem Dach sind vier Zusatzscheinwerfer montiert. Für besonders schwierige Geländepassagen und zur Bergung anderer Fahrzeuge verfügt der Cayenne S Transsyberia über eine Seilwinde, die im Bedarfsfall leicht montiert werden kann und im Kofferraum mitgeführt wird. Im Laderaum sind darüber hinaus zwei 20 Liter grosse Reservekanister, ein Hydraulik-Offroad-Wagenheber, zwei Feuerlöscher, zwei Sandbleche, zwei vollwertige Reserveräder und zwei Transportboxen für Werkzeug montiert. Ebenfalls serienmässig an Bord sind zwei Zwei-Mann-Zelte, zwei Isomatten, vier Spanngurte, ein neun Meter langer Bergegurt mit Schäkel, ein Klappspaten, eine Klappsäge, eine Axt, ein Arbeitsscheinwerfer, vier Abschleppösen und ein Hazet-Werkzeugset.

Artikel vom 17.04.2006, Artikel: marathonrally.com/hs/js/Porsche

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