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PRIMM 300: Armin Schwarz mit gelungener BAJA-Generalprobe in Las Vegas





Wo sich sonst Glücksspieler die Ehre geben, stellte sich Armin Schwarz bei seinem dritten Start in der amerikanischen Offroadserie SCORE erstmals der versammelten US-Offroad-Elite in deren Heimat. Der 44-jährige Franke, der zuvor bei der Baja 1000 (November 2006) und Baja 500 (Juni 2007) mitgeritten ist, bleibt dabei erneut auf der Erfolgsspur: Beim fünften von sechs Läufen, der PRIMM 300 über 300 Meilen (482,8 Kilometer) verpassten Schwarz und sein Teamkollege Matthias Kahle in der mit 38 Fahrzeugen am stärksten besetzen "Class 1"-Topklasse für "Unlimited"-Buggys das Podium mit Rang vier denkbar knapp. Im Gesamtklassement landen die beiden Deutschen auf dem eindrucksvollen zehnten Gesamtplatz.

Alles andere als ein leichtes Spiel: Beim heissesten der heissen amerikanischen Geländeritte musste die deutschen Rally-Cracks nicht nur schweres Gelände im Eiltempo meistern und gegen rund 200 Wettbewerber bestehen, sondern zudem mit Temperaturen jenseits der 40 Grad-Marke kämpfen. Staub, extreme Hitze und Schlaglöcher, so gross, dass man in ihnen einen Kleinwagen verstecken könnte, stellten Mensch und Material auf eine extreme Probe.

"Echt heftig", staunte Schwarz und relativierte: "Die anderen mussten da auch durch. Zudem war dieser Test unter Wettbewerbsbedingungen optimal, um festzustellen, ob unser weiterentwickelter Buggy und wir für die Baja 1000 gerüstet sind." Das Ziel ist klar: Zur 40. Jubiläumsausgabe des berühmt-berüchtigten Offroad-Rennens Baja 1000 wollen Schwarz/Kahle mit ihrem über 600 PS starken Buggy des All German Motorsports Teams in der Top-Klasse der "Unlimited"-Class-1-Buggys den Sieg einfahren. Das dies möglich ist bestätigten die beiden nun bei der Generalprobe in der Wüste Nevadas.

Schwarz und sein Co Bryan Little übernahmen die erste Hälfte der verwegenen Hatz über vier Runden á 75 Meilen. Vom ausgelosten achten Startplatz in der Klasse (Gesamt 42) stürmten sie nach vorne. Im dichten Staub liessen sie anfangs nicht nur fünf Klassengegner hinter sich, sondern auch einige der über 800 PS starken Trophy Trucks, die wenige Minuten vor ihnen auf die Strecke gingen. Beim Fahrerwechsel zur Rennmitte werden Schwarz/Kahle auf Klassenrang zwei geführt.

Für Matthias Kahle, der daraufhin mit Co Chris Aimes das Cockpit übernahm, lief es nicht ganz so gut. Die Motortemperatur am Mittelmotor-Buggy stieg auf den tiefen Sandpassagen in bedrohliche Höhen und der deutsche Rekord-Rally-Meister musste Tempo rausnehmen. Zurück in den steinigen Passagen hing der 38-jährige Sachse daraufhin einige Meilen hinter einem langsameren Gegner fest. Zu guter Letzt fiel bei den harten Schlägen auch noch die Gegensprechanlage aus, Fahrer und Beifahrer konnten sich nur noch durch Handzeichen verständigen. Kahle fiel nochmals zurück und verpasste trotz Endspurt den angestrebten Podiumsplatz bei einer Gesamtzeit von 5.27,54 Stunden um knappe 1,41 Minuten. "Die letzen Meilen waren die Hölle", erklärt ein sichtlich erschöpfter Kahle im Ziel. "Wer so etwas noch nie mitgemacht hat, kann sich keine Vorstellung davon machen, wie hart und fordernd diese Rennen sind."

"Dass wir das Podest verpasst haben, war einfach Pech", sagt Armin Schwarz. "Das All German Motorsports Team hat einen tollen Job gemacht. Wir alle können stolz darauf sein, wie wir uns gegen die millionenschweren Topteams aus den USA geschlagen haben."

Auch bei AGM-Teamchef Martin Christensen überwiegt die Freude über das Erreichte: "Die neuen Antriebskomponenten haben sich gleich beim ersten Einsatz bewährt. Vor allem das neue von X-Trac speziell für die wüsten Offroadjagden entwickelte sequentielles Sechsgang-Getriebe sowie die neue ZF Sachs Rennkupplung und der aus gleichem Hause kommende "Torque-Limiter", einen frei einstellbaren Drehmomentschutz, der zum Beispiel nach Sprüngen eine abrupte Belastung der angetriebenen Räder mildert, funktionierten prima. "Nun wird der AGM-Power-Buggy in den AGM-Werkshallen im kalifornischen Escondido nahe San Diego auf das Saison-Highlight Mitte November vorbereitet.

"Wir sind gut gerüstet und wollen wie unsere Konkurrenten bei der BAJA 1000 erstmals auch einen "Spotter"-Helikopter einsetzen", planen Armin Schwarz, Matthias Kahle und Martin Christensen, der als dritter Fahrer bei der Jubiläumsausgabe in das Buggy-Lenkrad greift, schon jetzt auf den bevorstehenden Einsatz.

Den wilden Geländeritt seiner Rally-Asse nutzte in Nevada zudem Skoda Auto Deutschland für spektakuläre Aktionen. Bei einem ungewöhnlichen Vergleich zwischen dem leistungsstarken Prototypen-Buggy und einem allradgetriebenen Skoda Octavia Scout konnte die Strassenlimousine seine Qualitäten unter Extrembedingungen aufzeigen. Einige Amerikaner staunten nicht schlecht darüber, dass das tschechische Fahrzeug in der Lage war, die schwierigen Streckenpassagen zu meisten. Bei einem Riesensprung musste der Skoda allerdings dem mit weit aus grösseren Federwegen ausgestatteten Geländerenner den Vortritt lassen.

Artikel vom 13.09.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/Reiner Kuhn

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