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PRIMM 300: Rally-Crack Armin Schwarz fordert die US-Stars in Las Vegas



Willkommen im Wilden Westen. Nach zwei erfolgreichen Wettbewerbseinsätzen auf der mexikanischen Halbinsel Baja California stellt sich Armin Schwarz der versammelten amerikanischen Offroad-Elite nun erstmals in deren Heimat. Genau genommen dort, wo das Land der unbegrenzten Möglichkeiten am verrücktesten ist, bei Las Vegas. Am kommenden Wochenende wird dort das Wüstenrennen PRIMM 300 ausgefahren. Für die wilde Gelände-Hatz über 300 Meilen (482,8 Kilometer) haben sich knapp 200 Teams, darunter neun der elf Gesamtsieger sowie 45 aller bisherigen 83 Klassensieger angesagt. Für Rally-Crack Armin Schwarz und seinen Teamkollegen Matthias Kahle genau die richtige Herausforderung, um sich auf die im November stattfindende 40. Jubiläumsausgabe der berühmten und nicht minder berüchtigten "Baja 1000" vorzubereiten.

Das Duo Schwarz/Kahle kann sich dabei auf ihr kalifornisches "All German Motorsports" Team (AGM) verlassen. Zur PRIMM 300 bringt Teamchef Martin Christensen einen zusammen mit den Technologiepartnern des Teams überarbeiteten und weiterentwickelten Class 1-"Unlimited"-Buggy nach Nevada. Das weit über 600 PS starke Mittelmotor-Gefährt des deutschen Topduos geht im Gegensatz zur US-Konkurrenz, die fast durchweg auf Sperren an ihren Fahrzeugen verzichten, künftig mit einer 45-prozentigen Differentialsperre an den Start. "Ein Detail, das wir nutzen wollen", sagt Schwarz und erklärt: "Auf den Geraden bringt es weniger, aber in Kurven und tiefem Sand sind wir damit deutlich schneller. Zudem haben wir dazu die Fahrwerksabstimmung nochmals mit neuen Eibach Federn optimiert.

Die wesentlichen Änderungen am AGM-Buggy betreffen jedoch den Antriebsstrang und die Kraftübertragung: Statt wie das Gross der amerikanischen Teams auf ein Fünfgang-Getriebe, vertraut das deutsche Topduo künftig auf ein von X-Trac speziell für die wüsten Offroad-Jagden entwickeltes sequentielles Sechsgang-Getriebe. "Ein Vorteil ist die feinere Abstufung sowie der weitaus harmonischere Gang-Anschluss. Zudem ist das X-Trac-Getriebe satte 35 Kilo leichter als die klassischen USA-Bauteile", so Schwarz. Die deutschen Rally-Asse rücken von nun an auch mit einer neuen ZF Sachs Rennkupplung aus. Das hochmoderne, ähnlich wie beim Dakar-Siegerwagen von Mitsubishi aussen angeflanschte System, kann im Falle eines Falles im offenen Gelände in knapp fünf Minuten gewechselt werden.

Zudem beinhaltet es einen von ZF Sachs entwickelten "Torque-Limiter", einen frei einstellbaren Drehmomentschutz, der zum Beispiel nach Sprüngen eine abrupte Belastung der angetriebenen Räder mildert. "Am Auto hat sich viel getan. Nun müssen sich die neuen Elemente bewähren. Deshalb sehe ich das Rennen als Test unter Wettbewerbsbedingungen", will AGM-Teamchef Christensen keinen Erwartungsdruck aufkommen lassen.

Der direkt vom Rally-WM-Lauf in Neuseeland nach Nevada angereiste Schwarz bleibt derweil cool. "Wir haben nichts zu verlieren und wollen weiter lernen. Niemand hatte geglaubt, dass wir bei der "Baja 500", unserem erst zweiten Start, schon in der Spitzengruppe mitmischen können. Und früher oder später wollen wir ganz nach vorne fahren", meint der 44-jährige Vollprofi, der zuerst mit seinem amerikanischen Copiloten Brian Lyttle im Cockpit sitzt. Nach zwei von vier 75-Meilen-Runden übernehmen dann der 39-jährigen deutsche Rekord-Rallymeister Kahle und sein US-Beifahrer Chris Chaparro.

Beim "Draw, der so genannten Ziehung der Startplätze, wurde dem Duo Schwarz/Kahle diesmal die Startnummer 108 zugeteilt. Schwarz geht in der mit 36 Teilnehmern erneut am stärksten besetzten Topklasse für "Unlimited"-Buggys (Class 1) als Achter auf die Strecke. "Kein echter Vorteil, denn die PRIMM 300 wird eine ganz heisse Kiste", ist Schwarz sicher. Nicht nur wegen den hochsommerlichen Temperaturen, bei denen das Thermometer in den Wüsten Nevadas meist gegen die 40 Grad tendiert, sondern auch deshalb, weil die Teams bei diesem extremen Geländeritt mit besonders wenig Streckeninfos zurecht kommen müssen. Anders als bei den berühmten Baja 500 und 1000 in Mexiko, wo die Rallyroute wochenlang trainiert werden darf, muss hier eine einzige Besichtigungsrunde reichen, um zu wissen, wo und wie schnell es im Renntempo vorwärts geht. "Klar, dass die Topfahrer aus den USA dabei von ihren Erfahrungen aus den Vorjahren profitieren", so Schwarz. Die früheren Skoda WRC-Piloten darf man bei solchen Bedingungen nicht unterschätzen. Schwarz und Kahle wissen, wie man sich fremde Pisten schnell einprägt und sich auf Veränderungen der Strecke einstellt.

Mit dabei, Skoda Auto Deutschland, die den wilden Geländeritt seiner ehemaligen Rally-Asse für spektakuläre Aktionen nutzt: Ein ungewöhnlicher Vergleich zwischen dem leistungsstarken Renn-Buggy und einem allradangetriebenen Skoda Oktavia Scout zeigt dabei die Qualitäten der kompakten Strassenlimousine auch unter Extrembedingungen auf.

Artikel vom 04.09.2007, Artikel: marathonrally.com/hs/Reiner Kuhn

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