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Rabaköz Kupa: Christof Danner testete neue Ungarn-Rally nahe Österreich







Die Rally-Welt wird kleiner - und vor allem der nahe Ostblock hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt immer mehr auf die "Amateur"-Kategorie. Schon seit einigen Jahren gibt es die Ungarisch-Tschechische Meisterschaft, in der auch Amateurfahrzeuge zugelassen sind. Bekannteste Rally ist die "Hungarian Baja", die alljährlich am dritten August-Wochenende stattfindet.

Anfang des Jahres kam der neue "Rabaköz Kupa" zur Meisterschaft hinzu. Die Besonderheit: Die Rally ist aufgrund ihrer Nähe zu Österreich vor allem auch für deutschsprachige Teilnehmer interessant. Zudem ist für Amateure keine FIA-Lizenz mehr nötig, da diese vor Ort als Tageslizenz erworben werden kann.

Die Rally beweist auch, das Wettbewerber zusammenhalten, wenn es um den Sport geht. So gingen die ungarischen Magazine "Tereprali.hu" und "Marathonrally.com/hu" eine Kooperation ein, um die neue Rally vor allem international bekannter zu machen. Neben der Präsentation als "Medienpartner" starteten gleich drei Fahrzeuge in Ungarn für marathonrally.com: Dakar-Beste im Mitsubishi Miroslav Zapletal und Tomas Ourednicek, seine Teampartner im X-Raid BMW X5CC und die Österreicher Christof Danner und Herwig Rieger, gerade zurück von der siegreichen "Tuareg Rally" in Marokko.

"Eigentlich war die Rally nicht in unserem Plan" berichtet Christof Danner, "aber als wir hörten, das der Rabaköz Kupa nur drei Stunden von Graz entfernt ist haben wir spontan zugesagt" so Danner. Er setzte in doppelter Hinsicht ein Zeichen: So war er nicht nur der einzige Österreicher im Feld, sondern der erste internationale Starter auf der Rally. Entsprechend freute sich auch Veranstalterin Katalin Szekely-Nagy und kümmerte sich um die neuen Gäste.

Hier nun der Rally-Erlebnisbericht von Christof Danner und Herwig Rieger (Puch/Mercedes G320):

"Eigentlich war der nächste fix geplante Event die "Hungarian Baja" in Veszprem im August gewesen - bis man uns die Rabaköz Kupa empfahl, eine Kollegin von marathonrally.com würde dort die Organisation machen. Die Rally begann am Freitag, dem 8. Mai - nachdem der siegreiche G320 wieder frisch prepariert von der Tuareg-Rally zurückkam.

Der Veranstaltungsort "Kapuvar" ist etwa 3 Stunden von Graz entfernt - die Orte unterwegs in Ungarn waren uns noch aus KCS-Zeiten geläufig. In "Göbösmajor" war das Rally-Headquarter in einem Pferdegestüt untergebracht, Infrastruktur (Buffet) war ebenfalls vorhanden. Bei der Papierabnahme stellte sich heraus, dass wir die Startnummern selbst hätten organisieren sollen - aber Organisatorin Katalin half spontan weiter.

Wir beklebten vorschriftsmässig das Auto, trafen letzte Vorbereitungen, dann ging es zur technischen Abnahme. Genannt hatten 27 Fahrzeuge in der FIA T1 Gruppe, in der auch unser G eingetragen war. Wir waren die einzigen "Westler" - sonst starteten hier nur Ungarn und Tschechen.

Die Zeitangaben waren etwas widersprüchlich, trotzdem funktionierte alles ziemlich planmässig. Um 18:00 Uhr war Briefing, um 18:30 Uhr startete der erste Teilnehmer aus dem Parc Ferme nach Kapuvar. Hier war ein Showstart vorgesehen, der von zahlreichem Publikum begleitet wurde. Die Veranstalterin Katalin machte persönlich Interviews, ich erzählte etwas über unsere vergangenen Rennen, die Erfolge und das Auto - das Publikum honorierte unseren Start mit viel Applaus.

Wieder mit 50 km/h (Speed Zone, wird hier streng überwacht) ging es zurück in den Parc Ferme, wo ich noch schnell die Kennzeichen abschraubte, um nicht wieder (wie in Marokko) eines der teuren Wunschkennzeichen zu verlieren. Bei einem kühlen "Puntigamer"-Bier bereitete Herwig das Roadbook vor, laut offiziellem Aushang sollten wir am Samstag früh um 09:34 Uhr im Parc Ferme starten.

Am Samstag Morgen um 07:30 Uhr warf uns der Wecker aus den Federn, Teammitglied Conny bereitete ein gutes Frühstück - "ohne Mampf kein Kampf!" Um 09:15 Uhr wanderten wir zum Parc Ferme, reinigen die Frontscheibe, dann geht es endlich raus. Bis "Vitnyed" war die Liaison auf 50 km/h limitiert - zum Einschlafen, aber sicher. Aber auch in der Speziale gab es 50er und 30er Zonen - vor allem, wenn es durch verbautes Gebiet ging - ein komisches Gefühl in der Sonderprüfung!

Wir fuhren unser Tempo - die Strecken waren zum Teil echt ekelig für unsere Starrachsen - nur Rinnen in alle Richtungen, Auswaschungen und sonstige Löcher. Die zweite Speziale war etwas flüssiger und führte mehr durch Waldflächen. Ein Ast kostet die Frontscheibe, einer verbog die Dachklappe!

Der Service gegen Mittag verlief problemlos - kleine Durchsicht und Tanken reichte. Zu Beginn der Nachmittagsrunde starten zwei Autos hinter uns - der ehemalige X-Raid BMW X5CC des Teams Zapletal und ein aufgemotzter Suzuki Vitara. Der BMW überholte uns erst nach 1/2 Stunde - das aber recht flott. Erst später sahen wir, dass er in dieser Sonderprüfung die drittbeste Zeit gefahren hat. Einer der beiden "berühmten" Opel Antara (bekannt von der Dakar Rally) blieb kurz nach dem Start liegen.

Nach der zweiten Prüfung am Samstag blieben uns drei Stunden Zeit, um das Fahrzeug für die letzte Etappe am Sonntag vorzubereiten. Wir checkten Alles, verspannten die Flankenstrebe, fixierten den klapperten Auspuff neu, Flüssigkeiten wurden kontrolliert, Scheiben geputzt, fertig! Danach ging es ans Buffet - das Bier vom Fass war gut, das Essen auch.

Laut offiziellem Aushang waren wir inzwischen an 16. Position und sollten am Sonntag morgen um 09:30 Uhr starten. In Führung lag der Tscheche Miroslav Zapletal mit dem schnellen Mitsubishi. Mein Co. Herwig Rieger macht wieder Roadbook, ich räume Connys Fahrrad weg, schreibe Tagebuch...

Am Sonntag dann das gleiche Procedere wie am Samstag, nur die Sonderprüfungen heute in der entgegengesetzten Richtung befahren werden mussten und die ohnehin schlechtere Strecke nur einmal auf dem Programm stand. Die Löcher und Wellen waren erneut tückisch - wie vor allem ein ungarisches FIA-Team erfahren musste, das seinen Nissan Navara in einem Wassergraben parkte.

In der letzten Prüfung lief einer der beiden Opel Antara auf uns auf - aber wir konnten etwas zulegen und ihn auf Distanz halten. Gegen 15:30 Uhr begann pünktlich die Siegerehrung - wir verstanden nichts - erstens kein Ungarisch und zweitens hatte organisatorin Katalin kein Mikro dabei. Doch das Ergebnis war umso erfreulicher: 11. Platz in der FIA T1-Wertung, die Klassenwertung will man nachreichen. Um 16:00 Uhr war das Auto aufgeladen und wir starteten wieder Richtung Graz - eine Erfahrung und einige ungarische und tschechische Freunde reicher!"

Weitere Informationen über das Engagement von Christof Danner finden Sie auf der Teamwebseite [ www.danner-racing.at ], mehr über die Veranstaltung finden Sie online unter [ www.tereprali.hu ].

Artikel vom 11.05.2009, Artikel: Redaktion/hs/C. Danner

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