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 Racing Aid: Tunesien-Libyen Hilfe beendet - Live-Bericht vom vorletzten Tag.
Von Andreas Henschel, Reisemagnet: Wir sind unterwegs gen Norden, viele Kilometer liegen vor uns. Unsere Fähre wird am Mittag Tunis in Richtung Genua, verlassen. Übernachtet haben wir am weiten Strand vor Gabes. Dort haben wir uns am Lagerfeuer lange über die vergangenen Tage unterhalten.
Bei aller Freude über die sich zunehmend entspannende Lage in Libyen, haben wir zum Teil gemischte Gefühle. Wir waren auf die schlimmsten Bilder und Situationen in den Lagern vorbereitet, die Hilfe aber ganz schnell neu zu koordinieren, erforderte sehr viel Flexibilität.
Einerseits erzählen uns die Männer mit Tränen in den Augen von sinnlosen Greueltaten wie wir sie kaum im Fernsehen sahen, anderseits aber auch, wie sie von den Tunesiern mit unheimlicher Gastfreundschaft empfangen wurden.
Tunesier leisteten "erste Hilfe", bis auch bei ihnen vieles knapp wurde. So musste zum Beispiel selbst Wasser rationiert werden, da so schnell kein Nachschub zu beschaffen war.
Gerade erreicht uns die Information, dass die ersten medizinischen Geräte einsatzbereit sind und die ersten mitgebrachten Krankenhausbetten belegt wurden.
Wir sind sicher, unsere Hilfe war wichtig und in der Gewissheit, mit zuverlässigen Menschen die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben, fahren wir zurück.
Wir werden weiterhin in engem Kontakt mit unseren Verbindungsleuten in Libyen und Tunesien stehen. Persönlich werden einige von uns, mich eingeschlossen, Anfang November vor Ort sein. Den Dank all jener, denen wir helfen durften, möchten wir allen Spendern hiermit zum Ausdruck bringen.
2011/09/10 | 13:13 CET | ARTICLE: MR/SY/ANDREAS HENSCHEL


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