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Rainforest 2007: Challenge mit dem Prolog gestartet








Am 1. Dezember ist die Rainforest Challenge 2007 offiziell gestartet. Der Tag begann mit dem "Flagout"-genannten Showstart im Norden der Region Terengganu (Nord-Ost Malaysia), der von zahlreichen Politikern, regionaler Prominenz und hunderten Zuschauern begleitet wurde. Im Konvoi ging es im Anschluss ca. 40 Kilometer südlich in ein regionales Naherholungsgebiet, in dem ein aufwändige gestaltetes Prologgelände vorbereitet war.

Der Prolog teilte sich in verschiedene Sektionen auf, die von leicht bis sehr schwer alles boten. Mit Baggern wurden Gräben ausgehoben, Hügel aufgeschüttet und künstliche Wälle geschaffen, einige Löcher wurden mit Wasser gefüllt. Allgemein war das gesamte Prologgelände sehr feucht und schlammig, was sich im Laufe des Tages weiter entwickeln sollte. Mehrere Tausend Zuschauer säumten auf eigens eingerichteten Tribünen die Sektionen, dutzende "fliegende Händler" boten ihre selbstgemachten Erfrischungsgetränke und Snacks an, die allerdings nicht immer deutschen Gaumen gerecht wurden.

Wie auf vielen Veranstaltungen soll der Prolog, der übrigens auf zwei Tage verteilt ist und am Sonntag fortgesetzt wird, das Teilnehmerfeld ein wenig "ausdünnen" und die "Spreu vom Weizen trennen" - auch wenn das offiziell natürlich nie jemand zugeben würde. Doch die Methodik hat Sinn, je schwerer der Prolog gestaltet wird, desto eher kann man erkennen, wer im wirklichen Dschungel Probleme bekommen könnte. Denn wer im Dschungel liegenbleibt, kann nicht mal eben mit einem Bergebagger herausgeholt werden - und hält im schlimmsten Fall die ganze Veranstaltung auf.

Doch der vermeintliche "Sondierungs"-Plan ging zumindest am ersten Tag noch nicht ganz auf, denn auch die Teilnehmer, die man offensichtlich besser niemals mit einem 4x4 in den Dschungel lassen sollte, dachten gar nicht daran, aufzugeben - oder etwa auszufallen. Wer die Trophy-Szene kennt weiss, das man nicht unbedingt mit einem Rallyfahrzeug teilnehmen sollte, erst recht, wenn es sich um einen fast-serienmässigen Pickup mit langem Radstand handelt. Von diesem Fahrzeugen gibt es in diesem Jahr allerdings gleich mehrere auf der Rainforest Challenge...

Man kann sich nur vorstellen, wie lädiert diese eigentlich schönen Autos schon nach wenigen Kilometern im Dschungel aussehen werden, bzw. wie weit sie überhaupt kommen würden. Problematisch wird es erst recht, wenn der Fahrer nicht mit seinem Fahrzeug umgehen kann - so sorgten gleich mehrere Piloten für Freude bei den Zuschauern, als sie sich schon auf der leicht schlammigen Anfahrt zu einer Sektion festfuhren oder nach einer minutenlangen Bergeaktion aus einem Loch vergassen, die Bremse zu treten um prompt ins Loch zurückzurollen.

Unbeeindruckt von dem ziemlich abenteuerlichen Unterfangen, mit einem Ssangyong Aycton Pickup den Dschungel zu bewältigen, zeigte sich auch das Ssangyong-Werksteam. Obwohl das SUV (ohne Sperren etc.) im Prinzip gleich null für eine Trophy geeignet ist, starteten die Ssangyongler mutig in jede Sektion und liessen es richtig krachen. Obwohl fast kaum eine Sektion geschafft wurde, wenn es hart auf hart ging, flog das SUV ohne Rücksicht auf Verluste durch den Schlamm. Wenn die Malay-Koreaner auch keine Chancen auf einen Podiumsplatz haben, die Lieblinge der Fans sind sie bereits nach dem ersten Tag.

Ganz in Dresden-Breslau Manier tat auch mancher Teilnehmer gut daran, eine Sektion gleich komplett zu verweigern. Denn einige Sektionen waren auch für die besten Piloten schlichtweg unpassierbar, hier gab es kaltverformtes Blech und massive Schlammpackungen gratis. Die unterschiedlichen Strafpunkte für eine nicht-beendete Sektion oder einen Nicht-Start machen zudem auf die ganze Veranstaltung gesehen sowieso kaum etwas aus.

Einer der "Pfiffigen" war der Österreicher Markus Oszwald. Gleich in der ersten Sektion riss das Windenseil nach 200 Metern, in einer weiteren Sektion versenkte er seinen Jeep Cherokee zur Hälfte in einem Wasserloch und kam keinen Meter mehr vorwärts. "Da muss ich mir die dritte Sektion, die sowieso aufgrund massiver Verschlammung nicht machbar ist, nicht auch noch antun" grinste Oszwald und schaute vergnügt der an dieser Stelle quasi sinnlos kämpfenden Konkurrenz zu.

Gerhard Brand und Sohn Joyi aus Deutschland müssen erst am Sonntag in den "harten" Sektionen antreten, heute durften sich die beiden auf den überwiegend leichteren und machbaren Sektionen austoben. Beide sind übrigens mit einem sehr betagten, aber dennoch kräftigen Toyota BJ unterwegs. "Der ist zwar nicht der hübscheste, aber perfekt für den Dschungel" so Brand.

Am Sonntag startet am Morgen der zweite Teil des Prologes, am Nachmittag geht es dann in den heiss erwarteten Dschungel, in dem bis zum Montag Morgen campiert wird, um dann direkt in das "echte" Abenteuer zu starten.

Artikel vom 01.12.2007, Artikel: marathonrally.com/hs








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