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Rainforest 2007: Die erste Herausforderung am Dienstag Mittag







Nach den beiden leichteren Einführungs-Stages am Montag wurde es am Dienstag zum ersten mal richtig heftig - so heftig, das selbst einige Trophy-Profis es zum Teil nicht schafften oder erst gar nicht in die Stages starteten. Es musste gewinscht werden, es wurde nass, es wurde rutschig, es wurde materialmordend.

Der Tag begann am Morgen mit einer leichteren Überführungsetappe über 12 Kilometer, die auf einigen mehr und weniger dicht bewachsenen Waldarbeiter-Pisten entlang eines grossen Flusses führte. Die Tracks waren zum Teil extrem ausgewaschen, immer wieder blockierten heruntergefallene Äste oder schief wachsende kleine Palmen die Strecke, das Durchschnittstempo lag bei 15 km/h.

Gegen Mittag erreichte der Trophy-Tross das Etappenziel, zwei Stages in und neben dem Fluss - und diese hatten es in sich. In der ersten Stage musste zunächst der Fluss durchquert werden, der an der tiefsten Stelle etwa 1,60 Meter tief war und Verschlammungen und Gräben verbarg. Direkt aus dem Fluss heraus ging es ca. 10 Meter steil hinauf auf ein Dschungelplateau, der Aufstieg war extrem steil und rutschig, der Boden lehmartig. Ohne Winsch ging hier nichts und den Teilnehmern blieb nichts anderes übrig, als zu Fuss den Hang zu erklimmen und das Fahrzeug hinaufzuwinschen.

Oben angekommen wartete die nächste Überraschung. Statt einer glatten Fläche führte der vorgegebene Track durch ein Feld aus Bambusbäumen - wer die Stage schaffen wollte, musste hier durch. Schäden am Fahrzeug waren somit vorprogrammiert - und es traf vor allem die ersten Teilnehmer. Brutal und zuerst mit PS-Gewalt durchbrach sich ein malaysischer Jeep seinen Weg. Es krachte und schepperte, die zumeist aufgrund der Dichte abgestorbenen Bambusstangen brachen lautstark. Eingeklemmt zwischen den Bambusstangen half schliesslich nur noch die Winsch durch das Gewühl.

Wer es durch den Bambus schaffte - und das waren bis zum Abend nur sehr Wenige - musste eine enge Kurve fahren um sich auf der anderen Seite des Hanges noch steiler, durch Bäume und über extrem rutschige Stufen herabzuwinschen. Unten an der Flussgabelung empfing eine verschlammte Untiefe die Teilnehmer, bis zum Ende der Stage ging es noch einige hundert Meter weiter durch den Fluss. Nur wenige Fahrzeuge schafften die erste Stage komplett, viele brachen bereits vor dem ersten Hang ab oder schafften es nur hinauf, aber nicht durch den Bambus.

Ein Mitsubishi L200 Pickup eines thailändischen Teams winschte sich unter grössten Anstrengungen den Hang hinauf, schaffte es unter dem Gejohle der Zuschauer schliesslich auch - um sich dann im dichten Bambus komplett festzufahren. Schliesslich gab er auf, winschte das Auto aus dem Bambus, wendete umständlich und winschte sich wieder den Hang hinab. Unten angekommen erwischte der mutige Pickup-Pilot dummerweise die tiefste Stelle des Flusses und fuhr sich hoffnungslos im schlammigen Grund fest. Es sollte über eine Stunde dauern den Mitsubishi wieder freizubekommen.

Wer nun dachte, das wäre es gewesen wurde eines Besseren belehrt. In der zweiten Stage ging es ebenfalls erst durch das Wasser, doch anstatt sich einen Hang auf ein Plateau hinaufzuwinschen, mussten sich die Teilnehmer knapp sechs Meter hoch zwischen zwei Bäumen hindurch direkt in eine sehr dicht bewachsene Dschungelarea hineinwinschen. Um das ganze noch etwas schwieriger zu gestalten versperrten tief hängende Äste, armdicke Wurzeln und extrem rutschige Lehm-Stufen den Einstieg noch mehr.

Wer es hier hoch schaffte, wurde belohnt. Knapp 300 Meter ging es 100% off-road durch den Dschungel-Wald um dann eine Kurve zu fahren und an einem anderen Ausstieg wieder den Fluss bis zum Ziel zu kreuzen. Dieser Einstieg war dann einigen Teams doch zuviel. So brachen alle Pickups (darunter auch der Ssangyong) und auch einige Trophy-Fahrzeuge die Strecke gleich nach dem Start ab, andere zerstörten sich die Winsch oder andere essentielle Teile.

Eine der besten Shows lieferte hier das italienische Toyota-Team, das seinen nagelneuen BJ40-Nachbau mit purer Gewalt in den Dschungel den Hang hinauf winschte. Dabei wurde das handgemachte Metalldach eingedrückt, die hintere Seitenscheibe (wie das ganze Fahrzeug eine Einzelanfertigung) zerbarst unter dem Druck. Ohne Rücksicht auf Verluste pressten sich die Italiener durch das dicht bewachsene Dschungelstück - um am Ende als Belohnung dann doch nichtv gewertet zu werden, weil angeblich eine Teil-Passage falsch gefahren wurde..

Doch der Tag sollte mit den Special-Stages noch nicht zuende sein - denn eine "kleine" Überführung von lediglich sechs Kilometern folgte noch bis zum neuen Camp. Doch sechs Kilometer können im Dschungel manchmal verdammt viel sein - wenn es keinen wirklichen Track mehr gibt. Und so wurde die letzte Überführungsetappe zum nächsten kleinen Abenteuer des Tages.

Ein extrem zugewachsener und ausgewaschener alter Pfad endete erneut an einem Fluss, der Rest des Pfades wurde wohl irgendwann weggespült. Am anderen Ufer des Flusses angekommen ging es nur noch off-road weiter. Orgafahrzeuge hatten einen wilde Spur quer durch mannshohe Gräser und Bambus vorgelegt. Gleich mehrfach ging es über rutschigen Lehmboden steil bergauf, schwächere Fahrzeuge mussten hier erneut die Winsch auspacken. Dabei machte es diesmal keinen Unterschied, ob es sich um einen Teilnehmer oder um ein Presse- oder Begleitfahrzeug handelte - hier musste jeder durch.

Das "Camp" erwies sich als platt-gefahrene Wiese, die zudem über eine Stunde lang mit Macheten und Motorsägen "campbar" gemacht werden musste. Rainforest Challenge live - wer hier wie auf Wüstenrallys ein schönes Camp mit Zelten und Catering erwartet wird schnell ernüchtert. Natur pur, auf eben noch von dutzenden Schlangen bewohnten Wiesen wird im Feldbett geschlafen, eine Plane schützt vor Regen und das Essen muss sich jeder am Gaskocher selbst zubereiten. Wehe dem, der vergessen hat sich gegen die Moskitos zu schützen...

Artikel vom 05.12.2007, Artikel: marathonrally.com/hs








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