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Rainforest 2007: Grosses Starterfeld zum 10-jährigen Jubiläum





Am 1. Dezember 2007 startet in Malaysia die 10. Ausgabe der "Mutter aller Trophys" - die "Rainforest Challenge" (RFC). Zum 10-jährigen Jubiläum haben sich Veranstalter Luis J.A. Wee und seine Crew etwas besonderes ausgedacht: "Wir wollen "Back to the roots", das heisst, es wird noch schwieriger, noch härter, noch nasser." Die Rainforest Challenge wurde einst als Nachfolge-Veranstaltung der legendären Camel-Trophy ins Leben gerufen, dann im Laufe der Jahre etwas entschärft und bietet heute einen Mix aus "händelbarer Wochenend-Trophy" und "verdammt extremer Camel Trophy".

Die Veranstaltung beginnt traditionell mit einem Prolog, der mit dem der "Dresden-Breslau" vergleichbar ist. Auf einem abgesteckten Gelände (ausserhalb des Dschungels, dafür mit viel Presse und Prominenz) müssen zuschauerfreundlich extrem knifflige Passagen bewältigt werden, in denen ebenso traditionell bereits zahlreiche Teilnehmer ausfallen. Nach dem Prolog geht es in den "echten Dschungel" - hier müssen abwechselnd kleine Passagen oder gleich dreitägige Passagen gefahren werden.

Nicht nur die einzelnen Passagen zählen, vor allem die Überführungetappen haben es knüppelhart in sich. So musste im vergangenen Jahr die Verbindung zwischen der ersten und zweiten Stage inmitten der Nacht bei völliger Dunkelheit gefahren werden - dabei ging es über ein kleines Gebirge mit steilen Abhängen, tiefen Schluchten und extremen Steigungen. Mehrere hundert Meter war der Aufstieg so steil, das nur gewinscht werden konnte, das alles unter hohen Bäumen und inmitten wilder bis gefährlicher Tiere.

Tagsüber erreicht das Thermometer bis zu 38 Grad, selbst nachts sind es nicht selten noch bis zu 32 Grad, Dazu kommt die hohe Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent, die an Mensch und Maschine nagt - und wenn man ganz viel Pech hat eine Menge Regen, denn die Rainforest Challenge wird - ganz wie der Name schon verspricht - in der Monsoon-Regenzeit ausgetragen.

Nach diversen Stages inmitten des Dschungels - deren Austragungsorte erst einmal erreicht werden müssen - folgt gegen Ende der Veranstaltung der sogenannte "Terminator"-Part - voll und ganz im Stil der "Camel Trophy". In drei Tagen müssen lediglich wenige Kilometer bewältigt werden - allerdings in Luftlinie quer durch den Dschungel, durch Flüsse, über Gebirge. Das bedeutet Schneisen schlagen, unendliche Winschmanöver, Flösse über Flüsse nur mit den gegebenen Mitteln der Natur bauen.

Der Regen entscheidet über eine einfache oder harte Rainforest Challenge. Im vergangenen Jahr fiel wenig Regen, die Flussbette waren flach, der Schlamm hielt sich in Grenzen. In diesem Jahr sieht es anders aus. Zwei Monate Dauerregen haben die Region "Terengganu" im Nord-Osten des Landes regelrecht überflutet, Flussbetten sind bis zu fünf Meter tief, in manchen Schlammpassagen brauchten die Vor-Teams mehrere Tage. Vor zwei Jahren verschwanden drei Trophy-Teams und zwei Pressefahrzeuge gleich für drei Tage komplett - sie hatten sich in einer schmalen und tiefen Schlucht festgefahren, kamen nur noch mit extremen Fahrzeugschäden hinaus.

"In der Geschichte der Rainforest Challenge ist es diverse male vorgekommen, das ein Fahrzeug aufgegeben werden musste oder erst Wochen nach der Monsoon-Zeit geborgen werden konnte" berichtet Veranstalter Luis J.A. Wee. "In diesem Jahr ist nach dem extremen Monsoon alles möglich." Erste Anzeichen sprechen dafür das es richtig, richtig hart wird - die Strecke wurde bereits vor dem Start umfangreich umgebaut.

53 Team - doppelt soviele wie in 2006 - haben sich zur 10. Ausgabe der RFC angemeldet. "Viel mehr könnten wir auch nicht verkraften" so Wee. Die Teilnehmer sind international, auch zahlreiche Europäer sind dabei. Mit gleich drei Fahrzeugen starten Teams aus Dänemark, aus Polen und Italien kommen jeweils zwei Teams. Zwei weitere Teams kommen aus Australien, zwei (als Premiere) aus dem Libanon (!), drei aus Sri Lanka, vier aus Indonesien, zwei aus Argentinien, zwei aus China und vier aus Thailand. Mit jeweils einem Team sind Österreich, Deutschland, Süd-Korea und Hong-Kong vertreten, den Rest stellen Teams aus Malaysia.

Neben vielen "Standart"-Trophyfahrzeugen wie Toyota, Jeep oder Landrover sind auch wieder einige "Kuriositäten" am Start. So ist SsangYong Malaysia als Semi-Werksteam mit einem speziell präparierten "Aycton" SUV am Start, aus Australien kommt ein komplett neu und liebevoll aufgebauter Nissan Patrol.

Die Krönung stellt jedoch ein Team aus Italien: In aufwändigster Kleinarbeit haben einige der Süd-Europäer aus diversen nagelneuen Toyota Landcruisern und renovierten Teilen einen "Re-Designed" Landcruiser BJ aufgebaut - mit der Optik des historischen Landcruisers und der Technik eines Aktuellen. Dafür wurde eigens eine neue Chassis gebaut, die komplette Verkleidung wurde aus GFK dem Original nachempfunden. Statt Trophy-gewohnter (und angebrachter) Sparsamkeit im Innenraum ist der "neue" Oldie ein "Luxus-Unikat": Der Innenraum glänzt mit per Hand vernähter, nobelster Lederausstattung, im Cockpit sind DVD-Player und Playstation untergebracht. Und damit wollen die Italiener wirklich starten? "Klar" grinst einer von ihnen, "eine bessere Presse könnte man sich doch gar nicht vorstellen, oder?"

Artikel vom 30.11.2007, Artikel: marathonrally.com/hs








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