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Rainforest 2007: "Wasserspiele" als erste Stage im Dschungel











Nach der Absage des ersten Drittels der Rainforest Challenge 2007 mussten sich die Veranstalter spontan etwas Neues einfallen lassen, um Teilnehmer, Trophy-Touristen und Presse gleichermassen bei Laune zu halten. Bevor es am Mittwoch in den restlichen geplanten und wirklich harten Teil der Challenge geht, wurden für Montag und Dienstag einige Special-Stages im gerade noch befahrbaren Dschungel eingeplant.

Die erste von zwei Special-Stages am Montag führte durch einen malerisch verlaufenden Fluss inmitten eines Dschungel-Tales. Über knapp einen Kilometer mussten die Teilnehmer innerhalb des Flusses Passagen auf Zeit absolvieren - kein wirkliches Problem für die Trophy-Autos, aber ein echtes Problem für die tiefer liegenden und längeren Rally-Pickups.

Innerhalb der Flusses wurden mehrere steinige Stromschnellen entgegen der Fliessrichtung gefahren, dazwischen sorgte extrem weicher Sand dafür, das sich jeder zweite Teilnehmer mindestens einmal festfuhr. Als besonders tückisch erwiesen sich klobige Steine, die grösstenteils unter Wasser lagen und durch den aufgewühlten Sand nicht mehr sichtbar waren.

Die zweite Stage war wesentlich kürzer, hier war die Kletterfähigkeit der Fahrzeuge gefragt. Zu Beginn ging es über eine schmale Brücke aus Holzstämmen, danach musste ein Steilhang erklommen, dann gewendet und schliesslich wieder herabgefahren werden. Ein Suzuki übertrieb es ein wenig und überschlug sich langsam über die Motorhaube.

Geplant war die zweite Special-Stage des Tages in dieser Form allerdings nicht, doch der ursprünglich ausgesuchte Weg erwies sich letztlich als zu hart. Ein Vorausfahrzeug der Organisation fuhr sich inmitten eines dichten Dschungeltales derart in einem sumpfigen Bach fest, das es erst nach 2,5 Stunden und mit allerlei Hilfe und Tricks (zum Beispiel nach oben in einen Baum winschen) geborgen werden konnte. Eine Überführungsetappe entfiel am Montag, da beide Stages nahe dem ersten Camp gesteckt wurden.

Manch neuer Teilnehmer wundert sich, warum die Rainforest ausgerechnet mit derartigen, vergleichweise einfachen Mini-Stages beginnt. Doch diese Stages haben durchaus ihre Berechtigung, denn ähnlich wie beim Prolog wollen die Veranstalter das Feld der Teilnehmer weiter aussortieren, bevor es in den wirklich heftigen Dschungel geht - denn wenn man erstmal richtig "drin" ist, gibt es kein zurück mehr.

Und so differenzierte vor allem die Wasser-Stage auch tatsächlich das Teilnehmerfeld. Zum Vergleich: Der schnellste Teilnehmer brauchte mit seinem stark modifizierten Toyota Landcruiser nur 40 Sekunden, der langsamste Teilnehmer benötigte mit seinem für die Rainforest Challenge völlig ungeeigneten Mazda BT50 Pickup ganze 48 Minuten (!).

Letzterer sorgte dann auch noch für ordentlich Aufregung. Nachdem er offensichtlich wenig mit seinem Fahrzeug zurechtkam und fast alle fünf Meter steckenblieb bot ein Zuschauer an, den Mazda aus dem Wasser zu fahren "damit es endlich weitergehen könne". Daraufhin flippte der Malayische Pilot völlig aus, wollte dem Zuschauer sogar ans Leder, liess sich nur schwer von der Orga beruhigen und warf schliesslich seinen Helm wütend ins Wasser um gleichzeitig anzukündigen, das er jetzt erst recht keinen Meter mehr fahren werde. Erst nach langem und behutsamen Zureden durch Presse, Orga und Zuschauer liess sich der ältere Herr dann doch noch überzeugen und die Stage konnte wie geplant beendet werden.

Für eine besondere Show sorgten wieder einige einheimische Teams sowie das Team aus Hongkong. Mit ihren extrem und speziell modifizierten Jeeps und Toyotas, die mit den ursprünglichen Basisfahrzeugen nichts mehr gemein haben, liessen sie es in den Stages richtig krachen und brachten die Zuschauer zum Jubeln.

Eine Besonderheit der Fahrzeuge sind neben weiteren interessanten Modizifierungen einzeln per Druckluft bremsbare Räder, mit denen sich die Offroader extrem genau in bestimmte Positionen driften lassen. Das sieht nicht nur spektakulär aus und hört sich durch das Druckluft-Gepfeife extrem an, es bietet auch einen grossen Vorteil gegenüber anderen Teilnehmern. So ist es auch kein Wunder, das diese Fahrzeuge als Favoriten auf den Titel gelten.

Für Gaudi sorgte erneut der Ssanyong Actyon Pickup, der mit Abstand das tiefste und längste Fahrzeug im Teilnehmerfeld ist. Eine kleine Steinformation am Einstieg in die Wasseretappe wurde brutalst und mit grossem Scheppern und metallischem Poltern übersprungen, dabei riss ein Teil des aufwändig konstruierten Unterfahrschutzes komplett ab. Das Tempo war derart schnell, das der lange Pickup einem Bauchklatscher gleich im Wasser landete. Zur Überraschung aller fuhr sich das Team nur einmal fest und konnte sich selbst herauswinschen, um dann erneut mit Vollgas die Stage zu beenden.

Gut dabei sind auch noch die Teams aus Deutschland und Österreich. Gerhard Brand und sein Sohn mussten in der Wasserpassage aus dem mittleren Starterfeld starten und hatten dadurch genügend Zeit, sich den Fluss und seine Tücken genau anzuschauen. Gut informiert wo es geht und wo nicht starteten sie mit Speed in die Stage und beendeten sie in Rekordzeit.

Über die Tabellenstände gibt es kurz gesagt nichts zu berichten, da keine Zwischenergebnisse bekanntgegeben werden. Auch die Startreihenfolge des Folgetages gibt keinen Aufschluss über die Wertung, da nach keiner festen Regel gestartet wird. Daher sind die Etappen über die Tage verteilt für jeden Teilnehmern gleich fair, da jeder mal vorne und mal hinten starten muss.

Am Dienstag wird das erste Camp abgebrochen und der Rallytross begibt sich auf eine Überführungsetappe über 12 Kilometer weiter in den Dschungel. Dabei werden alte Waldarbeiter-Pfade genutzt, die gut befahrbar sein sollen. Nach der Überführung gibt es erneut in einem Fluss sowie in einem Dschungelabschnitt daneben zwei Special-Stages, im Anschluss folgt eine weitere Überführungsetappe über fünf Kilometer bis ins nächste Camp. Die zweite Überführung soll entgegen der ersten schwieriger werden, es geht teilweise 100% Off-Road über durch die Organisation vorher ausgesuchte Pfade, die aber extrem zugewachsen sein sollen.

Artikel vom 04.12.2007, Artikel: marathonrally.com/hs








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