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 | Rainforest Challenge: Spannende erste Dschungelstages |
 Wie berichtet, lebt die Rainforest Challenge im ersten Teil ueberwiegend von den Ueberfuehrungsstrecken - die zwar kaum gewertet werden, aber den Hauptteil der Strecken ausmachen und teilweise anspruchsvoller als die eigentlichen kleinen Wertungsetappen sind.
Eine besondere Ueberfuehrungsnacht bot sich fuer die Teilnehmer gleich nach der ersten Dschungelstage am Montag. Anders als die Begleitfahrzeuge mussten die Teilnehmer die nur knapp vier Kilometer in Luftlinie fahren - und brauchten dafuer die ganze Nacht.
"Es war unglaublich" berichtete der Oesterreicher Markus Osswald am Dienstag Mittag. "Wir zerstoerten uns gleich zweimal den Kuehler, konnten ihn aber wieder reparieren. Auch ein Reifen ging in der Stage drauf. Diese Strecke war so klasse, die muessen wir nach der Rainforest Challenge nochmal privat abfahren - und dann mit Zeit und gemuetlich".
Auch das daenische Vater-Sohn Duo Skoejld zeigte sich beeindruckt: "Wahnsinn, ueber fuenf Stunden wischten wir uns nur bergauf, dann wieder vier Stunden steil bergab, jeder Fussgaenger war hier schneller. Dann mussten wir noch zwei Kilometer quer durch die Wildnis bewaeltigen - mit Macheten und der Kraft des Fahrzeugs suchten wir uns unseren Weg".
Viel Pech hatten die beiden Teams aus Sri Lanka, die ihre Landrover extra fuer die RFC aufwaendig umgebaut hatten. Anscheinend zu aufwaendig - denn bereits nach der Haelfte mussten beide Teams abbrechen und ins erste Camp zurueckfahren. "Wir haben die ganze Nacht und den halben Tag geschraubt, nichts gegessen und nicht geschlafen" berichtet ein Teammitglied, "aber am Ende haben wir es geschafft". Beide Landrover kamen am Dienstag Mittag im Gelaende der zweiten Stage an, konnten dann aber doch nicht mehr in die Strecke starten.
Die eigentliche Wertungsstage am Dienstag bestand aus zwei kleinen Etappen, beide zusammen ca. 900 Meter lang und RFC-typisch als Trial ausgearbeitet. Im ersten Teil musste zuerst ein kleiner Bach durchquert werden, bevor es in einem steilen Hang zwischen extrem engen Palmen per Winsch bergauf ging. Nach einer kurzen "Parkeinlage" auf einem Baumstamm ging es weiter in ein Flussbett und eine verwinkelte Passage zwischen Baeumen.
Erstaunlich ist, wie aeusserst brutal die meisten Teilnehmer ihre extrem hochgelegten Fahrzeuge durch die Stages scheuchen - entsprechend hoch ist die Schadensquote. Da sich die Camps der Teilnehmer weitlaeufig verteilen und die Nacht extrem dunkel ist, wirkten die zahlreichen Schweissarbeiten aus allen Ecken des Dschungel in der anschliessenden Nacht besonders gespenstisch.
Ueberhaupt ist es die Dschungelatmosphaere und das Untereinander, was die RFC im ersten Teil zu etwas Besonderem macht - dabei faellt der sportliche Aspekt schon mal nach ganz hinten. Bei Lagerfeuer und Trommelgesang laden einheimische Teams abends in "Ihr" Camp ein, die Internationalitaet unter den Teilnehmern und der Presse sorgt binnen kurzer Zeit fuer viele neue Freundschaften. Zwischendurch muss man immer aufpassen, das nicht Schlangen oder anderes Getier den Schlafsack oder das persoenliche Gepaeck entern.
"Sicher, in den ersten Tagen mag einem die Rainforest in der Tat "nur" wie ein kleiner Trial-Event mit grossen Ueberfuehrungsetappen vorkommen" berichtet Journalist Travis Krause aus Sued-Afrika, der drei Jahre lang selbst als Teilnehmer mitfuhr. "Aber es ist der Dschungel und das unglaubliche Abenteuer, die Jahr fuer Jahr Teilnehmer aus aller Welt anlocken. Nicht zu vergessen natuerlich der zweite Teil der RFC - die "Twighlight-Zone". Die ist tatsaechlich das Haerteste, was einem Offroad-Motorsportler binnen kurzer Zeit jemals passieren kann".
Und um am Ende nochmals den sportlichen Sektor doch nicht mehr zu vergessen: Nach eigenen Berechnungen fuehrt derzeit weit abgeschlagen der Lokalmatador und Vorjahressieger Tan Eng Joo mit seinem Jeep CJ vor Whong Kock Pin (Malaysia, Jeep CJ) und Chen Yan aus China (ebenfalls Jeep CJ). Die beiden Jeep Cherokee aus Oesterreich und Daenemark liegen trotz diverser Schaeden weiter im Mittelfeld, waehrend der Landrover Defender aus Polen nach diversen Schaeden weiter nach hinten gefallen ist.
Gross ist vor allem auch die Quote der Ausgefallenen: Bereits der Prolog forderte seine ersten Opfer, die erste Stage im Dschungel sortierte die Weiteren aus. So ist ein Landrover-Team von den Phillipinen zwar noch mit bei der Challenge dabei, startet aber momentan nicht mehr in Wertung. Die fast immer sehr gut gelaunten Asiaten wollten es mit einem fast serienmaessigen Defender 110 versuchen - und scheiterten bereits am ersten Winschhang.
Artikel vom 29.11.2006, Artikel: RFC-Live-Team/hs

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