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Rainforest Challenge: Trophy vor dem Start, viele Breslau-Bekannte




Die umfangreiche Dakar-Berichterstattung und die Budapest-Bamako fordern ihren Tribut - anders als geplant ist marathonrally.com in diesem Jahr nur mit einem Reporter live auf der Rainforest Challenge (RFC) in Malaysia, der "Dakar für die Trophyszene", dabei. Es gibt also in diesem Jahr "Berichte light" - denn auch die eigentlich in Malaysia benötigte Übertragungstechnik ist schon auf dem Seeweg nach Argentinien.

Es sind weniger Teilnehmer als im Vorjahr - dafür sind diese wie immer international. Hintergrund war die verheerende Regen-Katastrophe 2007. Nach sieben Tagen Dauerregen brach ein Damm im benachbarten Thailand, grosse Teile des Dschungels wurden überflutet und Teilnehmer sowie Presse sassen eine Woche auf einem Hügel fest, der nun eine Insel darstellte. Insgesamt 8 Fahrzeuge wurden inklusive Inhalt von den Fluten mitgerissen und konnten nur zum Teil erst nach drei Monaten geborgen werden.

Damals verschwand auch marathonrally.com Übertragungstechnik im Wert von über 10.000 Euro in den Fluten - dazu Bekleidung, Pässe etc. Die anschliessende "Behörden-Orgie" (um ausreisen zu können) sorgte immerhin für eine Woche Extra-Gratis-Urlaub in Kuala Lumpur (auf Kosten des Veranstalters).

Die härtesten Trophy-Fahrer der Welt hielt das nicht davon ab, auch in diesem Jahr wieder anzutreten. Teilnehmer aus Dänemark, Sri Lanka, Österreich, Indonesien, Neu Seeland, Russland, Australien, den USA, England und Hong Kong wagen sich neben zahlreichen Locals aus Malaysia in das Abenteuer "Rainforest Challenge". Insgesamt 38 Teams starten in diesem Jahr, zusammen mit den Begleitfahrzeugen ergibt sich ein Konvoi aus über 100 Fahrzeugen.

Besonders aktiv sind in diesem Jahr die Polen, die alleine mit 9 (!) Autos und 2 Quads nach Malaysia gereist sind. Darunter viele bekannte Gesichter von der Dresden-Breslau - deren Fahrzeuge für die RFC nochmals heftiger umgebaut wurden. Prominentester Begleiter des Teams ist Albert Grysczuk, der ursprünglich als Nachfolger von Klaus Leihener in der Organisation der Dresden-Breslau im Gespäch war und die Breslau selbst schon mit einem TomCat gewann. Grysczuk ist hier aber als Fahrzeugkonstrukteur und Teamchef dabei.

"Wir haben immer für die Veranstaltung geworben" berichtet Marek Janaszkiewicz, ein polnischer Teilnehmer, der bereits seit Jahren mit seiner Frau Agnieszka an der RFC teilnimmt und jedes Jahr den Land Rover Defender nach Malaysia verschiffen lässt. "In diesem jahr wollte auf einmal Jeder mitkommen. Wir haben uns zu einem grossen Team zusammengeschlossen, die Autos gemeinsam verschifft. Dadurch wurde es natürlich auch für Jeden günstiger. Jetzt sollen die Jungs und Mädels mal zeigen, was sie können!"

Nach der offiziellen Eröffnung in feierlichem Rahmen startete die Trophy heute mit dem traditionellen "Flag Off" vor regionaler Politik und Presse auf einer grossen Showbühne. Im Anschluss ging es in den grossen Showprolog, der inmitten zehntausender Zuschauer über zwei Tage bis zum Samstag Abend gefahren wird. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen - wie einst auf der Dresden-Breslau ist der Prolog extra hart, um bereits die ersten Teilnehmer auszusortieren, bevor es in den wirklich harten Dschungel geht.

Gastgeber ist wie im Vorjahr das Bundesland Terrenganu, im Nordosten des Landes an der Grenze zu Thailand gelegen. Das Wetter hielt sich in der ersten Tagen, die Sonne schien und der Himmel öffnete sich lediglich für die üblichen, kurzen Monsunschauer, die heftig niederprasseln, aber warm und weich sind - und in der Regel nicht länger als 10 Minuten gehen.

Allerdings: Im Dschungel wurden bereits erste Überflutungen gemeldet. Die sogenannten "X-Men" machen sich derzeit auf den Weg in den Dschungel, um die Fahrbarkeit zu überprüfen. Die "X-Men" setzen sich überwiegend aus Mitgliedern des regionalen Land Rover Clubs zusammen, gelten als Ultra-hart und bilden die Vorhut im Dschungel. Sie strecken die Routen ab, checken Brücken, bauen zur Not Neue. Teilweise sind die X-Men über Kilometer nur zu Fuss und mit Macheten unterwegs, um den eigenen Vorausfahrzeugen einen Weg zu bahnen. Erst wenn sie es nicht mehr durch den Dschungel schaffen, wird die Strecke geändert.

Das aktuelle Hotel liegt direkt am Meer, eine traumhafte Postkartenkulisse mit Palmen, warmen Wind und dem Rauschen der Brandung. Während das russische Team samt weiblicher Begleitung zu einer privaten Party eingeladen hat, diskutieren die Polen mit der Organisation - denn einige malaysische Fahrzeuge sollen nicht regelkonform aufgebaut sein. Der allgemeinen Stimmung tut das jedoch keinen Abbruch, gemeinsam geniesst man die Abendstunden am Strand - bevor es am Samstag heisst "Schluss mit Lustig", denn im Dschungel gibt es keinen Luxus mehr...

Artikel vom 04.12.2008, Artikel: Redaktion/hs

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