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Rally Nord Italia: Team Los Osos als einziges ausländisches Team





Bereits im vergangenen Jahr sorgte das schwäbische Rally-Team "Los Osos" (die Bären) um Björn Hrabal und seine Familie vor allem auf kleineren Marathonrallys in Europa für Aufsehen. Neben der "Baja France" startete man z.B. auch auf der "Hungarian Baja" und errang dort die beste Platzierung eines deutschen Amateur-Teams. Ende April war es soweit - der Start in die Saison 2008. Das Team hatte sich die "Rally Raid Nord Italia" ausgesucht, eigentlich ein regionaler italienischer Event... doch der Mercedes G der Schwaben wurde freudig angenommen. Hier der Teambericht von Björn Hrabal.

Die 2° Rally Raid Nord Italia fand vom 19.04 bis 22.04.2008 in Varano de Melegari (ca. 25 Kilometer von Parma entfernt) statt und war ein Lauf zur Italienischen Meisterschaft. Gestartet wurde diesmal in der FIA T1 Klasse - neben diversen werksunterstützen Mitsubishi und Suzuki. Das erste Problem bei der Technischen Abnahme war, dass unser Mercedes G aufgrund seiner Höhe nicht unter das "Abnahmezelt" passte - so wurde kurzerhand das Zelt angehoben damit wir hineinfahren konnten!

Das zweite (viel grössere) Problem stand uns aber noch bevor. Irgendwie hatten es die Kommissare auf unsere Luftansaugung abgesehen. Trotz FIA-Wagenpass und Air Restrictor war den "Herren" der Durchmesser oben am Schnorchel zu gross. Dieser sollte ebenfalls auf den Durchmesser des Air Restrictors verkleinert werden - ansonsten dürfen wir nicht starten! So wurde kurzerhand mittels Klebeband der Schnorchel abgeklebt und anschliessend Alles - aber wirklich Alles, was mit der Luftansaugung zu tun hatte - von den strengen Kommissaren verplombt.

Nachmittags standen dann noch zwei WP á 30 Kilometern auf dem Programm. Die Streckenführung und das Gelände dieser zwei Wertungsprüfungen waren bis dato das anspruchsvollste und gefährlichste, was wir gefahren haben. Es ging durch Wälder und Flüsse mit viel Matsch und Schlamm, denn in den Tagen zuvor goss es wie aus Kübeln.

Das Ganze spielte sich in einem extrem hügeligen Gebiet in Italien ab. Kaum hatte man einen Berg erzwungen, ging es gleich wieder hinab oder auf dem Kamm des Berges entlang. Die Breite der Bergrücken war eigentlich schon für den Rally-G zu schmal. Zur Sicherheit dienten lediglich Absperrbänder an Metallstangen, somit konnte jeder Fahrfehler einen kapitalen Schaden, sogar einen Totalausfall verursachen.

Die zwei Wertungsprüfungen verliefen ohne Zwischenfälle. Der Service beschränkte sich auf das übliche Procedere. Lediglich die Motorleistung war durch die verkleinerte Luftansaugung sehr stark beeinflusst, so fehlte uns immer wieder an bestimmten Stellen der benötigte "Dampf".

Sonntagmorgen, 6:00 Uhr wecken. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 25 Grad starteten wir um 8:06 Uhr auf die erste von insgesamt fünf WP an diesem Tag. Zwei der Wertungsprüfungen lagen 80 Kilometer entfernt und mussten auf öffentlichen Strassen angefahren werden - an einem sonnigen Sonntag in Italien nicht wirklich ein Vergnügen durch das, was sich da so auf den Strassen fortbewegte!

Beide Wertungsprüfungen konnten mit noch mehr Schlamm aufwarten, entsprechend rutschig war die Strecke. Im Grossen und Ganzen verliefen die WP-Kilometer problemlos. Der Rally-G wurde mehrmals als "Bergefahrzeug" für festgefahrene Teilnehmer genutzt. Leider hingen wir auf einer Verbindungsetappe hinter einem "Sonntagsfahrer" fest, überholen war streckentechnisch unmöglich. Dank des langsamen Teilnehmers handelten wir uns schliesslich sogar noch 5 Minuten Zeitstrafe ein, da wir zu spät zum Neustart an der nächsten WP waren.

Am Sonntagnachmittag gegen 16:30 Uhr sind wir glücklich aber doch geschafft nach insgesamt über 300 Kilometern im Ziel angekommen. Auch unser Mercedes G war bis auf kleinere optische Mängel so weit in Ordnung. Die Fahrzeuge kamen wie üblich in den Parc Ferme nach Varano de Melegari bis zur offiziellen Bekanntgabe der Plazierungen. Für uns reichte es am Ende trotz "Sonntagsfahrer" für Platz 16 - als einziges (und somit auch bestes) ausländisches Team.

Gefallen hat uns vor allem die Fairness unter den Teilnehmern. Unser Mercedes G fiel nicht nur auf, sondern half gleich mehrfach bei der Bergung von anderen Teilnehmern - die sich nach der Siegerehrung persönlich per Handschlag dafür bedankten.


Das deutsche Team fällt nicht nur durch seinen ungewöhnlich lackierten Mercedes auf, sondern auch durch die Tatsache, das gleich die ganze Familie das Team bildet. Björn Hrabal wird als Fahrer von seinem Vater Walter navigiert, Mutter Elisabeth Hrabal steht als "gute Seele" hinter ihren Männern.

Bei einem Auftritt für den neuen Sponsoren "Fedima" auf der Messe "Abenteuer Allrad" nutze man zudem die Zeit, sich ausführlich mit dem Thema "Wüstenrally" zu befassen. "Es würde uns schon einmal reizen auch in die Wüste zu fahren" meint Björn Hrabal, "mal sehen, vielleicht ist das jetzt ein neues Ziel." Weitere Informationen sowie Bilder und Filme finden Sie auf der offiziellen Team-Webseite [ www.los-osos.de ].

Artikel vom 03.06.2008, Artikel: Redaktion/hs/Björn Hrabal

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