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Rally Trial/GORM: Heftige Fights und neu gemixte Wertung






Die Strecke vom Freitag (12 Kilometer, 7 Kilometer Offroad, 5 Kilometer Asphalt) wurde am Samstag erneut gefahren - aber in umgekehrter Richtung. Das Wetter blieb bis auf wenige Regentropfen schön, Sonnenschein und Temperaturen bis 22 Grad verwöhnten die Teilnehmer. Die Strecke wurde als 3-Stunden-Rennen gefahren - doch ein Mehr-Stundenrennen hat auch seine Tücken. Das mussten einige der RTG/GORM Teilnehmer am dritten Rallytag (zweite Etappe) teils traurig, teils freudig erfahren. Umfaller, technische Probleme - oder schlichtweg Trucks (die nicht durchkamen) wirbelten das Ergebnis nochmals kräftig durcheinander. Da half manchmal auch die beste Fahrweise nichts.

So war es vor allem die Truppe des blauen IFA L60, die sich für so manche Positionswechsel verantwortlich zeigte. Sie versenkte den schweren Truck heute im Weichsand in einer Steilpassage. Wer vor dem IFA war, hatte gut lachen und "Strecke frei" - wer dahinter steckte, musste zwangsläufig fast 17 Minuten Extrazeit kassieren. Solange dauerte es, bis der IFA nach mehrfachen erfolglosen Versuchen schliesslich auf Anweisung der Organisation rückwärts den Hang zurück und aus der Strecke fuhr. Ein Überholen oder Ausweichen auf Nebenwege war unmöglich. Da half alles Fluchen nichts - das sind die Tücken der engen Waldwege.

Doch auch ohne IFA wurde das Feld fleissig gemischt. Der blaue "Plastik"-Mercedes von Thilo Süptitz kippte in derselben Auffahrt um, sorgte für einen weiteren (wenn auch kürzeren) Stau und man zerstörte sich selbst die bis dato gute Zeit. Zum Glück nicht das Auto. Dies stotterte und qualmte zwar, aber es ging weiter - am Ende des Tages immerhin noch auf Platz 13.

Jubel bei den Zuschauern erzeugte das über zwei Stunden anhaltende, heftige Duell zwischen dem Team Grünbeck/Dasinger (Mercedes G, jetzt mit Kunststoffkarosserie) und den Gesamt-Führenden Häring/Beck (Mercedes G). Die Positionen wechselten von Runde zu Runde, dennoch blieben beide Stosstange an Stosstange zusammen - keiner gönnte dem anderen auch nur eine Sekunde. "Wir haben den Grünbeck dann überholen lassen" lacht man im Team Häring. Immer dicht dahinter: Das Vater-Sohn Duo Stensky/Stensky (Mercedes G) und Burian/Thaler (ebenfalls Mercedes G).

Fast sah es wieder nach einer "5-Car-Show" der führenden Mercedes aus - doch zuerst fiel Süptitz (Umfaller) zurück, dann erwischte es in der letzten Runde, 600 Meter vor dem Ziel (!!) Burian/Thaler und Grünbeck/Dasinger - nur ein paar Meter hintereinander. Vermutete man zu Beginn bei Alexander Burian schlicht Benzinmangel, erwies sich der Schaden später als brisant: Bei anschliessenden Testfahrten fing der Mercedes mit Gfk-Karosserie fast Feuer, ein durchgescheuertes Kabel war die Ursache. Im Teamwork zog man Burian aus der Strecke: Erst Medical Klaus Spörl, dann übernahm der Hummer von Uwe Zirbes und schliesslich der Unimog des Team Fenske. Die Aktion kostete Zeit und so blieb am Tagesende nur noch Platz 6 für die Thüringer.

Grünbeck/Dasinger standen eigentlich nur aufgrund des havarierten Mercedes von Burian/Thaler, doch bereits in den Runden zuvor kündigten sich Getriebe-Probleme an. Doch die erzwungene Parkposition sorgte "für den Rest": Getriebe und Kupplung dahin. Flugs liess man sich von Unimog des Teams Gosebrink ins Ziel schleppen - so konnte man einen grösseren Zeitverlust verhindern. Die Plauener bewiesen zudem besonderen Sportsgeist: Statt wie viele Andere gleich aufzugeben und gen Heimat zu fahren, orderte man ein Ersatz-Getriebe in Plauen, das bis zum späten Abend eintreffen und bis zum Morgen eingebaut werden soll. Respekt.

Dadurch hatten Häring/Beck und das Vater-Sohn-Duo Stensky/Stensky freie Fahrt - nach einem heftigen aber kontinuierlich sauber gefahrenem Rennen hielten sie mit ihren Mercedes G die erste und zweite Position vor Grünbeck/Dasinger.

Das ganze Heck-Meck an der Spitze sollte die hinteren Teilnehmer nicht wirklich kümmern, vielmehr gab es sogar den Einen oder Anderen, der davon profitierte. Grösster Glückspilz war dabei das Team Schütte/Schlacht (mit dem 79er-BGS G), die es zur eigenen Überraschung auf Platz 4 der Tageswertung und Platz 7 der Gesamtwertung katapultierte - dem steckenden IFA sei dank (er blockierte die Konkurrenten, nur die beiden nicht).

Auch Mario Humme und Andrejs Lazdins nutzte die "G-Jagd", sie schafften es mit ihrem Toyota in der Tages- und Gesamtwertung von Platz 6 auf Platz 5. Hinter Alexander Burian auf Platz 6 kam Hansjörg Adamaschek mit Sohn und langem G ins Ziel, es folgen die Teams Schlimme/Schlimme (Mercedes G), Janke/Döring (Mitsubishi Pajero) und Theobald/Theobald (Mercedes G). Nicht so gut lief es für die beiden Lada Niva, die am Vortag noch für Aufsehen sorgten - Technische Schäden warfen beide weiter zurück.

Wie immer mussten einige Teams ganz aufgeben. So schied der gelbe VW Bus T3-Synchro (mit Audi-Motor) nach Problemen mit der Spritleitung aus, Christian Windfeder (Land Rover Defender) brach bereits am Freitag ab, raus sind auch der Suzuki von Gucz/Knothe, der Daihatsu von Matzk/Dombrowski, der Jeep Cherokee des Team Nauk, nach einem Unfall Wilhelm von Krosigk (Mercedes G) und gestern bereits nach drei Runden das Team Wulf/Bork (Nissan Navara).

Bei den Motorrädern veranstaltete Karsten Riemenschneider mit seiner Husaberg eine "Riesenshow" und deklassierte so ziemlich alle anderen Teilnehmer. Wie "aus einer anderen Welt" gab er Gas, "flog" durch die Strecke und schaffte 15 Runden in drei Stunden - der beste Pkw wie der schnellste Zweirad-Kollege 13 Stunden. Am Vortag gab er wegen eines defekten Reifens verfrüht auf, was ihm trotz seiner Meisterleistung nur Platz 4 beschert. Doch trotz einer Mega-Strafzeit (wegen Nicht-Erreichens des Ziels) liegt er gesamt nur knapp 1:05 Stunden hinter dem Führenden Oliver Post (KTM) und Matthias Haidt (KTM) sowie Bernd van Osten (KTM). Das einzige Quad im Rennen von Frank Tinla gab bereits am Freitag auf.

Bei den Trucks startete Uwe Zirbes mit seinem Hummer H1 erneut feudal, schaffte in den Asphaltpassagen sogar den einen oder anderen Drift - doch technische Probleme hielten ihn wieder auf und warfen ihn und seine Ehefrau auf Platz 4 zurück. Dadurch schaffte es das Unimog-Team Fenske auf Platz 1 vor den Kollegen Gosebrink im neueren Unimog und dem IFA des Teams Pohle/Hanuschkäwitz/Hentschel.

Artikel vom 03.05.2008, Artikel: Redaktion/hs








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