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 Range Rover will mit Evoque den Kundenkreis erweitern und Image schaffen
Land Rover fährt derzeit auf Erfolgskurs - schon in den ersten Monaten des Jahres lieferten einzelne Märkte sehr gute Einzelergebnisse. So verkaufte man im März 2011 auf dem Heimatmarkt Grossbritannien so viele Fahrzeuge wie nie zuvor in einem Monat während der 63-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch in Nordamerika und Deutschland sowie in Boomländern wie China, Indien oder Russland steigt die Nachfrage.
Die Briten wollen mehr: Sie möchten im Segment der Allrad-Spezialisten nicht länger nur die Rolle des exklusiven und teuren Anbieters einnehmen. Zunehmend drängt es Land Rover in den heiss umkämpften Markt der Kompakt-SUV, in dem BMW mit dem X1 oder VW mit dem Tiguan erfolgreich vorfährt. Sowohl bei Land Rover als auch bei der Schwestermarke Range Rover gab es bislang kein vergleichbares Angebot.
Bereits 2008 zeigte Land Rover allerdings auf der "Motor Show Detroit" mit dem "Concept Car LRX", wie man sich einen kompakten und modernen SUV vorstellt. Diese extravagante Studie sorgte für Aufsehen, Land Rover bekam für seinen mutigen Vorschlag reichlich Lob und Beifall. Die Konsequenz war logisch: Die Briten entschieden sich den LRX nicht geräuschlos in die Abstellkammer des Designstudio verschwinden zu lassen.
Land Rover, heute eine Marke im indischen Tata Motors Konzern, gab den Startschuss zur Serienentwicklung, aber die Fans der LRX Studie mussten sich noch etwas gedulden. Am 16. September 2011 ist es dann soweit: Mit dem Range Rover Evoque kommt das Serienmodell des LRX auf den Markt. Heute können bereits weltweit über 20.000 Vorbestellungen verbucht werden.
Mit seinem unverwechselbarem Auftritt fügt sich der Evoque nahtlos in die Modellpalette von Range Rover ein. Deutschland-Chef Peter Modelhart freut sich schon auf den Neuling, "der rund 70 Prozent der Käufer von Fremdmarken anlocken wird." Dennoch ist der Evoque (ab 33.100 Euro) kein Sonderangebot, so kosten gut ausgestattete Modelle auch gerne mal über 50.000 Euro. Aber er ist immer noch erschwinglicher als die bis zu 100.000 Euro teuren grossen Range Rover Modelle.
Der Evoque misst eine Länge von 4,35 Meter, eine Breite von 1,90 Meter und eine Höhe von 1,60 Meter. Ihn gibt es als Viertürer, aber auch als sportlichen Zweitürer, den die Briten Coupé nennen. Zur Wahl stehen zum Verkaufstart drei Ausstattungen (Pure, Dynamic, Prestige) und zwei Motorisierungen.
Der 2,2-Liter Vierzylinder-Turbodiesel leistet 150 PS (140 kW) und der aufgeladene Vierzylinder-Benziner mit 2,0-Liter Hubraum ist 240 PS (177 kW) stark.
Für beide Triebwerke steht auch eine Sechsstufen-Automatik zur Verfügung. Hier gehört der permanente Allradantrieb ebenso zur Serienausstattung wie das manuelle Sechsganggetriebe. Etwas später folgt das Einstiegsmodell, das ausschliesslich den Frontantrieb und den 150 PS-Turbodiesel an Bord hat.
Das Land Rover die von Grund auf neu entwickelte Baureihe in vielerlei Hinsicht auch so umsetzen konnte wie die LRX Studie die Richtung vorgegeben hat, zeigt von der Weitsicht des Mutterkonzerns Tata. Der indische Industrie-Gigant lässt den britischen Marken ihre eigene Identität, man redet nicht in konzeptionellen Modellstrategien herein.
Der Vorteil dieser Partnerschaft ist, dass Land Rover/Range Rover mit völlig freier Hand arbeiten kann. Der Erfolg dieser Strategie macht Tata Motors stark, heute können bereits weltweit sehr gute Verkaufserfolge verbucht werden. Da kommt jetzt die Modellerweiterung mit dem Range Rover Evoque zur richtigen Zeit.
2011/08/09 | 16:43 CET | ARTICLE: MR/SY/AR/HARTMANN


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