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Renault Cape-to-Cape: Gegen den Strom auf 30.000 Kilometern





Von Klaus-Peter Kessler. Spektakuläre Expeditionen haben Tradition bei Renault Trucks. Nach Tour de Teneré und Silk Road von Paris nach Peking rollte jetzt ein Konvoi unter dem Namen Cape-to-Cape vom Nordkap bis ans Kap der Guten Hoffnung. Zwölf Trucks, 30.000 Kilometer, 143 Tage und jede Menge Erlebnisse. Warum schickt ein Hersteller seine Produkte auf eine solch aufwändige Reise?

Drei Gründe nennt Renault Trucks Präsident Stefano Chmielewski: Technische Ziele, Medienwirkung und, ganz besonders, die menschliche Komponente. Denn als Fahrer hinter den Volants der je sechs Kerax 6x6 und Sherpa 4x4 sitzen nicht etwa Dakar-erprobte Profifahrer.

In einem aufwändigen Auswahlverfahren konnten sich alle Renault-Mitarbeiter bewerben, die einen Lkw-Führerschein besitzen und neben der Muttersprache wenigsten in Fragmenten eine weitere Sprache sprechen kann. Die aus vielen hundert Kandidaten zuletzt heraus gefilterten rund 60 Teilnehmer teilten sich dann in fünf Teams, unterwegs jeweils für einige tausend Kilometer zwischen Eis und Schnee im Norden und Wüsten und Hitze im Süden - dabei war doch auch dort Winter!

Die technischen Ziele bezogen sich bei den schweren Euro 4-Kerax insbesondere auf den Nachweis, dass die umweltschonende SCR-Filtertechnologie auch unter Extremdingungen einsetzbar ist. SCR reduziert mit einem Spezialkatalysator unter Beifügung von Harnstoff (AdBlue) den Schadstoffausstoss erheblich.

Bei den Sherpa, allesamt noch mit dem Baby-Status des Prototypen versehen, ging es um die Offenlegung von Schwachstellen. Während die SCR-Kerax ohne jegliches Problem alle geografischen und meteorologischen Extreme problemlos bewältigten, zeigten die Sherpa die - erwarteten - kleinen Schwächen insbesondere in der Elektrik. So hatten nach der ersten Wüstequerung in Jordanien alle der "Über-Hummer" Probleme mit dem Anspringen. Offenbar war ein Kabel nicht vorausschauend genug mit Blick auf mögliche Verschränkungen verlegt, scheuerten die Isolierung an und sorgten für einen ungewollten Masseschluss. Der Fehler wurde rasch entdeckt und behoben.

Andere Unzulänglichkeiten betrafen eher die speziell für den nichtmilitärischen Einsatz einzelgefertigten Bauteile der Karosserie. Die Kunststoffteile (Türen, Klappen) zeigten gegen Tourende dann doch Ermüdungserscheinungen und nicht mehr dicht schliessende Türen liessen den afrikanischen Staub stark eindringen.

Aber: Prototypen dürfen das. Und die Basis dieser Fahrzeuge in der 7-Tonnen Klasse ist unglaublich gut. Der 4,7 Liter Deutz-Motor aus dem mittelschweren Truck "Midlum" mit 215 PS harmoniert sehr gut mit der 6-Gang-Allison-Automatik. Und das Donerre-bestückte Fahrgestell ist vom feinsten. Mehr als Tempo 100 Offroad? Kein Problem. Sogar das Stakkato harter Waschbrettpisten bleibt damit in einem sehr erträglichen Rahmen.

Mehr als 200 Journalisten begleiteten den roten Tross für einen oder mehrere Tage. Schon zur Hälfte der Tour waren mehr als 800 Presseveröffentlichungen in Printmedien publiziert, mehrere dutzend TV-Stationen von der Tour berichtet. "In diesem Jahr gibt es keine grossen Messen. Und unser Wettbewerb spart an Events. Das ist eine grosse Möglichkeit für uns, die ganze Aufmerksamkeit zu bekommen," beschreibt RT-Chef Chmielewski den strategischen Ansatz für diese Mega-Aktion. Garniert mit Kunden-Events entlang der Strecke wurde die Cape to Cape-Tour zu einer runden Aktion. Mutig voll gegen den Krisen-Strom einer gebeutelten Branche.

Bei der sehr emotionalen Ankunft am Kap waren alle Mühen vergessen. Vielleicht war das Erreichen des Ziels dieser Reise gar nicht das Ende sondern ein Anfang. Mut wird schliesslich belohnt, oder?

Artikel vom 15.07.2009, Artikel: Redaktion/Klaus-Peter Kessler

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