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 RT Germany 11.2: Brennender Hummer und fliegende Trucks in Jänschwalde.
Nach dem Prolog am Freitag ist der erste grosse Rallytag beim "Rally Trial Germany" 2011.2 und gleichzeitig Finale der DMV Deutschen Rallyraid Meisterschaft GORM beendet. Jeweils 2 x 1,5 Stunden mussten die Trucks mit den Bikes und Quads sowie die Pkw gemeinsam mit den Side-by-Side bewältigen.
Dabei wurde die abgestreckte Strecke in Jänschwalde - mitten in einem märkischen Kiefernwald - jeweils entgegengesetzt gefahren werden. Insgesamt knapp 9 Kilometer lang war eine Runde, die entsprach fast der Runde des 24-Stunden Rennens 2010, jedoch ohne die asphaltierte Kartbahn. Insgesamt waren 32 Teams zum Start angetreten.
Das Wetter war top - angenehme 24 Grad bei Sonnenschein, nur am Abend kamen ein paar Regentropfen durch. Leichter Wind sorgte jedoch dafür, das die Strecke nicht so staubig war wie 2009 und 2010.
Bei den Autos gaben vor allem Mike Schütte und Maik Schlacht im Mercedes G richtig Gas, überholten schnell Ingo Kaldarasch im G-Raid Lennson CC und liessen ihn dann konsequent nicht mehr nach vorne. Nach 03:45:17 stand fest: Schnellster PKW im Feld, der Tagessieg bei den T1 Prototypen vor Kaldarasch und - überraschend - Christoph Renner und Felix Maxim im Mitsubishi Pajero V20, die heute ihrem Auto "bis ans Limit" die Sporen gaben. Eike Hennies, Anwärter auf den Deutschen Meister, kam nur als Vierter T1 in 04:04:33 ins Ziel - bleibt das so, hat Kaldarasch den Titel als "Deutscher Meister" sicher.
Für Aufsehen sorgten wieder Nico Rissel und Thomas Morgeneyer im "G-Wart 500", einem Wartburg Kombi auf einer Mercedes G Basis. mit 08:02:45 kamen sie zwar nur auf Platz 6, aber sie kamen durch... Zumindest besser als Ralf Berlit im "Victory 1", der nach technischen Problemen nur die erste Runde des Tages fuhr, dann nicht mehr gesehen wurde und am Ende 13:09:13 Stunden kassierte.
Bei den seriennahen Pkw T2 fuhr Titel-Anwärter Hartmut Möbus im Mitsubishi Pajero V60 sauber seine Runden, seinem Auto gefiel die Strecke anscheinend. Titel-Kämpfer Jan Holtz hatte hingegen Pech. Nach einem Bremsversagen fuhr er gegen einen Baum, verlor wertvolle Minuten. Danach wollte sein Mitsubishi Pajero V25 nicht mehr so richtig laufen, das Auto nahm kein Vollgas mehr an. Dennoch beendete man die Etappe im lädierten Auto auf Platz 2 mit 04:17:27, 06:12 Minuten hinter Möbus.
Den 3. Platz machte Klaus Frick im Toyota Land Cruiser, die Titelanwärter Rolf Schulz und Lavy Klessig (Mercedes G) folgten auf Platz 4, aber schon mit 01:37:24 Stunden Rückstand auf den Sieger Hartmus Möbus.
Bei den Quads/ATV siegte - erwartungsgemäss - Marko Weber in 03:34:06 vor Enrico und Sandra Grätz. Bei den Motorrädern traten nur Marc Kühne und Uwe Götzel an, Kühne siegte mit 03:19:06 Stunden. Quad-"Newbee" Andreas Kochendorf, bisher im Nissan Patrol in der T2 unterwegs, fuhr immerhin in 05:14:31 auf Platz 5.
Tages-Schnellster war aber Sebastian Jornitz im Side-by-Side, er fuhr "wie aus einer anderen Welt" und platzierte sich als Klassensieger in 03:17:26 Stunden vor Stefan Schneider und Andreas Wentner - und wie immer boten die quirligen Zweisitzer eine ganz besondere Show. Ihnen machte die sandige, staubige und wellige Strecke irgendwie nichts aus, umso mehr Zeit blieb, einige spektakuläre Sprünge vor den Zuschauern hinzulegen.
Ordentlich Action boten die Trucks, wobei "Platzhirsch" Uwe Zirbes mit seinem Hummer die beste Show präsentierte. Als Führender fing sein Hummer H1 plötzlich Feuer und musste mitten im trockenen Wald gelöscht werden. Ordner und Teilnehmer waren sofort zur Stelle, zudem wurde die Selbstlösch-Anlage aktiv. Nach einer langen Schrauber-Session wurde der halbwegs ausgebrannte Hummer dennoch wieder zum Laufen gebracht, am Sonntag startet man wieder ins Rennen. Das muss man ihm lassen - aufgeben gilt nicht. Dafür wurden neben den Mechanikern (jetzt eine stabile Trupppe) aber auch sämtliche "Helferlein" des RTG aktiv.
Das eigentliche Rennen lieferten sich somit der Titel-Anwärter Ralf Finkel im Mercedes Unimog mit Adam Stanek aus Tschechien im Tatra 815. Beide "prügelten" ihre Trucks nur so durch das Gelände, sprangen und "flogen" regelrecht - zur Gaudi der Zuschauer - über die zahlreichen Sprunghügel.
Mit 05:10:48 machte Finkel schliesslich den Tagessieg vor Stanek, Bettina Zirbes im Steyr (07:59:05) und Markus Hey im Mercedes Unimog (09:23:00). Krachen liessen es alle Trucks. Petr Jansa aus Tschechien im Liaz sogar so sehr, das er mit technischen Schäden aufgeben musste.
Am Sonntag wird in allen Gruppen jeweils nur noch einmal 1 Stunde gefahren, also kein besonderer Anspruch mehr. Doch die Fahrzeuge müssen halten...
2011/09/17 | 21:31 CET | ARTICLE: MR/SY


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