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 RT Germany 11.2: Nasses Ende in Jänschwalde - Deutsche Meisterschaft steht.
Mit strömendem Regen, der pünktlich zur (unter freiem Himmel abgehaltenen) Siegerehrung einsetzte, wurde der zweite "Rally Trial Germany" des Jahres 2011 in Jänschwalde beendet.
Doch nicht nur das, gleichzeitig war der RTG 2011.2 auch das Finale der offiziellen DMV Deutschen Rallyraid Meisterschaft GORM. Veranstalter Jörg Schumann und die Teilnehmer hielten dennoch tapfer durch - auch wenn Schumann das Wasser schon aus den Haaren und Klamotten tropfte.
Wir beginnen mit den Trucks, denn hier hat sich bei uns am Wochenende ein Fehler eingeschlichen. Der amtierende Deutsche Meister bei den Trucks ist natürlich nicht Uwe Zirbes im Hummer (Meister inoffiziell 2008 und offiziell 2009), sondern das "Hummer Doc Racing Team" von Kai Reichert und Ralf Kahlo. Danke für die Hinweise und Entschuldigung an das Team.
In Jänschwalde wollten Ralf Finkel und Stephan Loch ihren Titel 2011 sichern - und das taten sie auch. Der grüne Unimog musste ordentlich einstecken, hielt aber tapfer durch. Das Ergebnis nach klasse Sprüngen und einem kontinuierlichen Rennen: Platz 1 mit 06:49:27 und der Titel in der Deutschen Meisterschaft - Herzlichen Glückwunsch!
Markus Hey und Günther Kaiser im blauen Unimog waren eigentlich angetreten, um noch den zweiten Platz zu sichern - doch zur Überraschung bremsten technische Probleme den Unimog kurzfristig aus und Bettina Zirbes / Alexander Klein (Steyr) übernahmen knapp mit 35 Minuten Vorsprung - ergo Platz 2 für die blonde Trucklady vor Hey/Kaiser. Uwe Zirbes hingegen schraubte mit seiner Crew die ganze Nacht, musste seinen Hummer dann aber nach wenigen Runden wieder mit einem Defekt abstellen.
Bei den schweren Trucks blieb es ein "inner-tschechisches" Rennen. Adam Stanek "prügelte" seinen Tatra 815 spektakulär über die Strecke, gewann schliesslich mit 07:06:15 vor den Teamkollegen Jansa/Schneider (Liaz) und Jansa/Dobrota (Tatra 815), die beide mit technischen Problemen kämpften. Doch besonderer Respekt gebührt der Tatra-Crew Jansa/Dobrota, denn das Fahrzeug war nicht nur nagelneu aufgebaut, sondern man fuhr auch auf eigener Achse zurück nach Tschechien.
Spannend sollte es eigentlich bei den Prototypen-Pkw werden - und das wurde es auch. Überraschend drängten Maik Schütte und Maik Schlacht gleich zu Beginn nach vorne und machten klar: "Hier wollen wir gewinnen". Das taten sie dann auch - mehr als verdient mit 05:02:50, am Ende nur knapp 7 Minuten vor Ingo Kaldarasch im G-Raid Lennson CC und knapp 30 Minuten vor Eike Hennies / Michael Hinz im Mercedes G.
Ralf Berlit im Victory One war ohne Chance, nur eine Runde wurde über das ganze Wochenende gewertet - sein "blaues Ungetüm" wollte einfach nicht so wie der Chef. Dafür kam Andreas Lübke im alten Stensky-Mercedes nach vorne, mit Beifahrer Uwe Jurzok liess man den G (nach dem spektakulären Hang-Unfall in Kallinchen) heile und fuhr verdient auf Platz 4.
In der Deutschen Meisterschaft machte Ingo Kaldarasch den Gesamtsieg klar - der zweite Platz reichte vor Hennies / Hinz. Doch eine Wende gab es auf Platz 3: Durch das Fehlen von Gunther Heupel (Toyota Land Cruiser) und durch ihren Rallysieg ergatterten sich Schütte/Schlacht den dritten Platz - Respekt. Und auch für Nico Rissel im G-Wart 500 Mercedes-Wartburg gab es für den 6. Platz Punkte - damit steigen sie auf Platz 6 in der Deutschen Meisterschaft auf.
Bei den seriennahen Pkw T2 lieferten sich Hartmut Möbus (Mitsubishi) und Jan Holtz (Mitsubishi) ein spannendes Duell - Holtz hätte hier gewinnen müssen, um noch nach vorne zu kommen. Am Ende gewann Möbus mit 05:40:41 - nur 05:05 Minuten vor Jan und Hendrik Holtz. Zwar steckte Möbus kurze Zeit in einem Schlammloch, doch der Diesel-Mitsubishi ging einfach besser. Im Holtz-Mitsubishi war nach einem unfreiwilligen Kontakt mit einem Baum der Wurm drin - mit fehlender Leistung und lauten Motor-Aussetzern fuhr man dennoch bis zum Ende.
Für den dritten Titel-Anwärter Rolf Schulz (Mercedes G) war Jänschwalde eher ein ruhiges Rennen, mit 07:06:59 war man schon weit hinter den Konkurrenten. Zwar reichte das für Platz 3 in der RTG-Wertung, doch nach GORM-Reglement zählt auch Klaus Frick im Toyota Land Cruiser als T2 - und der war mit 06:47:54 noch einen Tick schneller als Schulz/Klessig.
Deutscher Meister bei den T2 wird verdient Hartmut Möbus (36 Punkte) vor Jan Holtz (30 Punkte) und Rolf Schulz (29 Punkte) - alle drei hatten die gesamte Saison gefahren, Möbus kassierte zwei Siege (Jänschwalde, Schwerin), Holtz einen Sieg (Kallinchen).
Bei den Motorrädern gewann Marc Kühne den RTG vor Uwe Götzel, bei den Quads Enrico Grätz vor Sandra Grätz und - Überraschung - Martin Kochendorf (erstmals auf dem Quad unterwegs). Die Side-by-Side Klasse dominierte klar Sebastian Jornitz, er war am Ende mit 04:23:13 auch der Gesamt-Schnellste. Auf den Plätzen folgen Stefan Schneider und Andreas Wentner. Alle lagen dicht beieinander, was klar die technische Überlegenheit der Side-by-Side auf hartem Gelände aufzeigte. Die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft folgen in diesen Klassen noch.
2011/09/19 | 13:14 CET | ARTICLE: MR/SY


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