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RTG 2 / GORM 2009: Koepp Comeback, Stensky Sieg, Kleinwächter Debut









Der zweite Rally Trial Germany (RTG) in diesem Jahr hatte etwas Besonderes: Das erste mal versammelte sich die deutsche Rallyraid-Szene zum Ende des Jahres und zum zweiten mal nach der "Baja Saxonia" herrschten besondere - nämlich kalt-nasse - Witterungsbedingungen.

Doch noch etwas war anders gegenüber den bisherigen GORM-Läufen in diesem Jahr. Zwar trafen mit Ausnahme der Teams Schlimme/Schacht (Mercedes G), Humme/Lazdins (Toyota Landcruiser) und Klaus Frick (Toyota Landcruiser) ausnahmslos alle "GORM-Stammkunden" aufeinander, doch vor allem drei Teams mischten diesmal mehr oder weniger neu mit und wirbelten das "klassische" GORM-Ergebnis kräftig durcheinander. Werfen wir zuerst einen Blick in die Prototypen bzw. T1-Klasse, die nach dem RTG-Reglement nochmals in zwei Unter-Klassen gesplittet war.

Kein Geringerer als der Münchener Oliver Koepp hatte sich nämlich angekündigt, das war ansich nichts Besonderes, nur diesmal war der bisher mit technischen Problemen gespickte Mercedes G500 (gebaut nach FIA T1 Reglement) endlich einsatzbereit und Koepp trat tatsächlich zum Start an. Alles blickte gespannt auf den zusammen mit Uwe Zirbes wohl prominentesten Spieler im Amateur-Rallybereich, über ein Jahr fehlte der Münchener in der Rallygemeinde. Zwar trat er zur "Baja Saxonia" und "Dresden-Breslau" an, doch beide male versagte sein neuer "Über-G" den Dienst.

Diesmal hielt der G - und nicht nur das, Koepp fuhr dem restlichen Starterfeld gleich zu Beginn auf und davon. Lange sah es aus, als wenn Koepp einen fulminanten Start-Ziel Sieg hinlegen würde - doch seine Kollegen haben im vergangenen Jahr in Sachen Speed aufgeholt. So dauerte es nicht lange, bis das Vater-Sohn Duo Stensky/Stensky immer mehr aufholte, Runde um Runde schneller fuhr und schliesslich Koepp dicht im Nacken hing.

Auch die deutschen Meister Häring/Beck (mit Ersatz-Mitsubishi Pajero) und Grünbeck/Dasinger wollten sich den Sieg nicht einfach so wegschnappen lassen, doch diesmal hatten gleich beide ausserordentliches Pech. Häring/Beck fielen schon in den Anfangsrunden aus, konnten den Mitsubishi zwar noch für Sonntag reparieren doch die GORM-Punkte blieben ausser Reichweite.

Jörg Grünbeck und Thomas Dasinger hatten mit Motorproblemen zu kämpfen, immer dichter wurde die weisse Rauchfahne hinter dem weissen Kunststoff-Mercedes. Keine Chance also mehr auf den Sieg, doch immerhin gab man bis zum Ende alles. "Zur Not bis der Motor platzt" grinste Grünbeck. Doch der hielt mit Ach und Krach, der Lohn: Platz 10 in der Gesamtwertung, Platz 5 in der Klassenwertung nach RTG-Reglement, Platz 9 im FIA-angelehnten GORM-Klassement.

Doch wer waren die anderen "neuen" Player? Vor allem ein Fahrzeug fiel auf. Ein unscheinbarer, nicht mehr ganz frischer Mercedes G, weiss, mit einem Hauch von Rost und Runde für Runde mehr fehlenden Teilen. Gleich zu Beginn lag der G sogar kurz auf der Seite, wurde schnell wieder aufgerichtet und konnte weiterfahren.

"230 G" stand deutlich am Heck, der Sound stimmte damit nicht ganz überein. OK, also ein getunter, kleiner Motor. Doch auch die Fahrweise des geheimnisvollen Mercedes sorgte für Raunen in der Gemeinde - wer bitteschön fährt da so gut, wer bitteschön ärgert einen Oliver Koepp mit seinem "Über-G" - und wer bitteschön hielt lange sogar die Stenskys in Schach?

Ein Blick auf die Starterliste und ein neuer Name - kennt den Jemand? "Klick" machte es nach einigen Sekunden - denn der Name des Fahrers ist in der Szene alles andere als unbekannt. Thomas Kleinwächter heisst der gute Mann, war bis dato jedoch ausschliesslich auf dem Motorrad im Rallyzirkus unterwegs, vornehmlich auf Wüstenrallys wie der "El Chott" und dort neben Carsten Riemenschneider fast schon als "Magier" verrufen. Denn kaum jemand fuhr so gut mit einem Motorrad durch die Dünen wie Kleinwächter. Er kam damals (technische Schäden ausgenommen) grundsätzlich als Erster über die Ziellinie - und das so unglaublich schnell, das nach einem Begrüssungs-Bier im Camp meist noch Zeit genug war, zurück in die Strecke zu fahren um anderen Motorradfahrern zu helfen.

Wie bei Oliver Koepp hiess es also auch "Thomas Kleinwächter is back", aber diesmal eben auf vier Rädern. Für ihn übrigens kein Neuland, denn bereits im normalen Pkw-Rallysport machte sich Kleinwächter einen Namen. Das er auch im Geländewagen sehr gut ist, bewies er nun in Perleberg - bleibt zu hoffen, das wir ihn und seine Frau auf dem Beifahrersitz noch öfter im kommenden Jahr zu Gesicht bekommen.

Dritter "Neuling" im Bunde ist eigentlich auch ein alter Bekannter, den man ansonsten jedoch eher in der Wüste oder in Ungarn trifft. Reinhard Friedl aus Österreich war diesmal zwar mit seinem Mitsubishi, aber ohne seine (entschuldige Reinhard) sexy Ehefrau in den Norden Deutschlands gekommen, fuhr mit seinem Beifahrer Weilharter ein sauberes, unspektakuläres Rennen um am Ende ganz vorne mitzuspielen.

Wer spielte bei den T1-Boliden noch eine Rolle? Ganz klar die Brüder Theobald aus Torgau, das Vater-Sohn Duo Krüger aus Rathenow, Thilo Süptitz mit seinem blauen Kunststoff-Mercedes G und natürlich das aufsehenerregende Duo Jäger/Pleger im VW Bus T3 syncro, der nun von einem bulligen VW Touareg Motor angetrieben wird, sich ergo "wie ein Grosser" anhört und erstaunlich ausgereift schien. Wie immer liess es die Bulli-Crew zur Belustigung der leider wenigen Zuschauer krachen und zeigte Durchhaltevermögen. Das verspricht mehr für die Saison 2009 - und mit der Tuareg-Rally wollen sich beide im März erstmals in den Wüste versuchen.

Doch wie ging es aus in der "Schnellen Klasse"? Nun, manchmal oder eigentlich fast immer ist es (neben fahrerischem Können) das letzte Quentchen Glück, das einem zum Sieg verhilft. Frank und Stephan Stensky hatten diesmal weibliche Unterstützung in Form der charmanten Ehefrau/Mutter dabei, da musste doch was gehen. Und auch wenn sich beide verbal verhalten zeigten, hinter dem Lenkrad war Schluss mit der Ruhe. Konsequent fuhren beide Runde um Runde, blieben an Oliver Koepp dran - und profitierten dazu von seinem Pech: In Führung liegend rutschte Koepp von der Strecke und musste einen Reifen wechseln. Mit ultraknappen 41 (!) Sekunden Vorsprung reichte es für die Stenskys zum Sieg, Koepp konnte immerhin noch den G-Kollegen Thomas Kleinwächter in Schach halten und platzierte sich knapp drei Minuten vor ihm auf Platz 2.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie in den News etwas weiter unten oder [ Hier - Klassenwertungen ] sowie [ Hier - Gesamtwertung ]. Den Punktevergabe für die GORM finden Sie [ Hier ].

Artikel vom 05.11.2008, Artikel: Redaktion/hs

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