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 SA-Dakar 2011: Carlos Sainz "Man kann nicht durch Sand hindurchsehen".
Für die Spanier Carlos Sainz und Luca Cruz wird die Süd Amerika Dakar 2011 ganz besonders: Sie gehen als Titelverteidiger und mit entsprechender Startnummer 300 auf dem VW Race Touareg ins Rennen.
Sainz hat zwei Weltmeisterschaftstitel im klassischen Pkw-Rallysport gewonnen, wechselte 2005 mit Volkswagen in den Marathonrally-Sport, gewann 2007 den FIA Marathonrally World Cup und hat bislang sechs Einzelsiege gefeiert.
"Der Sand war im Marathonrally-Sport die grösste Umstellung für mich, denn zuvor bin ich zehntausende Kilometer auf Schotter gefahren" meint Carlos Sainz. "Manchmal fährt man auf turmhohe Dünen zu wie etwa rund um Copiapó. Man muss den Sand an jedem einzelnen Tag genau wahrnehmen und lesen, und man muss den Dünen mit Respekt begegnen. Ausserdem benötigt jeder Fahrer einfach auch ein bisschen Glück" so der Spanier.
"Sogar Nasser Al-Attiyah und Stéphane Peterhansel, die aus meiner Sicht gewiss die besten Fahrer im Sand sind, haben sich 2010 festgefahren. Fährt man ein Stückchen weiter rechts oder links einer Linie, kann man Glück, aber ebenso auch Pech haben. Keiner weiss, wie es hinter einer Düne aussieht. Deshalb habe ich in unserem Cockpit den Satz geprägt: Man kann nicht durch den Sand hindurchsehen. Zwei plus zwei ergibt in der Wüste einfach nicht zwangsläufig vier!"
Sich auf eine spezielle Prüfung der Rally 2011 als besondere Herausforderung festzulegen, lehnt Sainz ab. "Im Vorfeld ist häufig von ganz speziellen Herausforderungen die Rede. Die Vielfältigkeit des Geländes in Südamerika im Vergleich zu den Prüfungen früher in Afrika beeindruckt mich am meisten."
Sainz erinnert sich: "Aus dem Vorjahr ist z.B. bekannt, dass die Strecke zwischen La Rioja und Fiambalá in Argentinien eine Art Königsprüfung war. In diesem Jahr wissen wir bislang kaum, was uns erwartet, denn der Veranstalter hat erst wenige Details bekanntgegeben. Sicher werden die Dünen-Etappen in der Atacama-Wüste und in den Ausläufern der Kordilleren wieder eine ganz besondere Herausforderung."
Die Unterschiede zwischen seinem neuen Job im Race Touareg gegenüber den Pkw früher ist gross. "Wenn ich nach meiner Karriere in der Rally-WM eine wichtige Lektion bei Wüstenrallys gelernt habe, dann diese: Man muss den Anforderungen jedes einzelnen Tages mit höchstem Respekt begegnen und grundsätzlich bescheiden bleiben" betont der Titel-Verteidiger.
2010/12/22 | 22:19 CET | ARTICLE: MR/HS/VW


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