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 SA-Dakar 2011: Ford F-150 SVT Raptor, Studenten und eine Journalistin.
Er sieht bullig aus, er hat Kraft - aber ist er auch als Rallyfahrzeug geeignet? Die Rede ist vom neuen Ford F-150 SVT Raptor, dem "Monster" unter den US-Pickups. "Warum nicht" dachte sich die US-Journalistin Sue Mead - und will mit eben diesem Ford mit 5,4 Liter V8-Motor auf der Süd Amerika Dakar 2011 antreten.
Noch spannender: Obwohl das Projekt privat motiviert ist, steckt auch Ford selbst mit drin. Als Basisfahrzeug sponserte der Autohersteller ein Vorserien-Fahrzeug - denn die "Idee mit dem Ford" geht noch weiter.
Sue Mead selbst ist zwar kein Dakar-Profi, war aber im Jahr 2000 als Copilotin im Renn-Kia von Darren Skilton dabei, 2009 begleitete sie das Volkswagen-Team als Service-Fahrerin auf der ersten Süd Amerika-Dakar. Der Virus packte die Journalistin - aber einfach nur so mitfahren? Es soll schon was Besonderes sein.
Gemeinsam mit Teamkollege Darren Skilton und Troy Johnson kam sie auf die "Idee mit dem Ford". Doch nicht nur das: Johnson widerum ist Besitzer der "FabSchool" in Kalifornien, eine private, technische Universität. Und so wuchs die Idee, einen Teil der Konstruktion den Studenten zu überlassen - als Lehrstück.
"Seit 25 Jahren konstruieren wir an Rennfahrzeugen, arbeiteten schon mit Kurt LeDuc, Carl Renezeder oder Walker Evans. Dieses Wissen wollen wir nun an die Studenten weitergeben" berichtet Johnson. "Neben den eigentlichen Kenntnissen wollen wir auch vermitteln, wie wichtig Teamwork im Motorsport ist."
Da es im Team nicht auf´s Gewinnen ankommt, baut man auch kein "Über-Auto". "Wir machen das Fahrzeug Rally-fertig und stabil. Dazu gehören der Ausbau, Käfig, weitere Sicherheitsfeatures, Sitze, Tank - und natürlich das Fahrwerk" berichtet Johnson. Ansonsten bleibt das Fahrzeug serienmässig.
Ein kleines Problem gibt es allerdings noch: Obwohl die Studenten auf Hochtouren arbeiten, wird es zeitlich eng. Auch für die US-Amerikaner ist die Anreise lang und erfolgt ebenfalls per Schiff. "Der Ford ist noch nicht fertig und wir brauchen auch noch Zeit für einige Tests" meint Johnson. Zeit bleibt noch bis spätestens Ende November...
2010/11/03 | 09:12 CET | EDITOR: MR/HS | FOTOS: FORD/SANCHEZ


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