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 SA-Dakar 2011: Gespräche mit Brasilien, Paraguay und Peru - Vortour Ende.
Die Route für die Süd Amerika Dakar 2011 steht: In der vergangenen Woche kam Dakar-Sport-Direktor David Castera mit seiner Crew aus Chile zurück. "Unsere Mission war die Ausarbeitung der sechs Stages in Chile" berichtet Castera. "Dabei sind wir mit vier Fahrzeugen unterwegs gewesen - und es war nicht leicht. Wir haben sehr viel Dünen in die Etappen eingebaut."
Eine Schwierigkeit war dabei die Kalkulation des Wetters: "Im Januar haben wir Sommer in Chile und die Bedingungen können sich schnell ändern. Daher lag ein Schwerpunkt auch darin, die unterschiedlichen Einflüsse des Wetters auf die Strecke zu kalkulieren. Ich denke, wir haben einen guten Streckenmix gefunden."
Details wollte er noch nicht verraten, nur soviel: "Ich sage nicht wann und wo, aber ich warne schon einmal vor. An einigen Stellen sind die Dünen derart hoch, das man unbedingt die Dünentäler meiden sollte. Denn dort kommt man ohne Hilfe nicht mehr raus."
Unterdessen hat Dakar-Chef Etienne Lavigne in Frankreich bestätigt, das man Gespräche mit neuen Ländern für 2012 führt. Das soll nicht heissen, das Argentinien und Chile nicht mehr beteiligt wären, aber man will auch Alternativen erkunden. "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den beiden Ländern" erklärte Lavigne in der chilenischen Zeitung "La Tercera".
"Im Moment kann ich noch nichts über Details sagen. Es gibt verschiedene Alternativen und Ideen für 2012, es werden viele Gespräche geführt. Auch wenn wir mit anderen Ländern sprechen heisst das nicht zwangsläufig, das es eine komplett neue Rally wird" so Lavigne weiter.
Auch wenn Lavigne selbst dies nicht bestätigte, spreche die ASO konkret mit den Ländern Brasilien, Paraguay und Peru. Vor allem die peruanische Regierung will die Dakar, bot eine Bürgschaft von 1.000.000 US-Dollar an. Weniger Interesse habe man allerdings an Bolivien, auch wenn der Präsident des Landes Evo Morales persönlich hinter der Idee einer Bewerbung stand.
Trotz der Gespräche in Süd Amerika sind aber auch andere Länder und Kontinente weiter offen, auch eine Rückkehr nach Afrika - dies favorisierte Lavigne einst in einem Interview - sei nicht ausgeschlossen.
Über die Dakar 2011 verriet hingegen Fred Lequien mehr gegenüber dem französischen TV-Sender TF1: "Entgegen den 352 Teilnehmern im Vorjahr werden es 2011 deutlich mehr. Zum aktuellen Stand verbuchen wir 420 Teilnehmer, darunter 200 Motorräder, 160 Autos und 60 Trucks" so der Franzose.
Und Lequien selbst gab auch der Gerüchteküche neuen Stoff: "Es ist immer wahrscheinlicher, das Volkswagen sich der WRC zuwendet und aus dem Rallyraid-Sport aussteigt. Umso interessanter ist es, Jaime Puig in einem Fahrzeug von Dessoude zu sehen." Da dem französischen Reporter der Name nicht geläufig war, setzte Lequen nach: "Jaime Puig ist Sportchef bei Seat in der WTCC - und Seat gehört ja zu VW. Das ist zumindest interessant."
Da passt es, die Story mit dem Dementi eines anderen Gerüchtes zu beenden. Im Oktober hatte das französische Magazin "Autohebdo" berichtet, Volvo plane eventuell den Einstieg in die Dakar. Dies wurde nun durch den neuen Besitzer Geely aus China dementiert: "Wir arbeiten an Motorsportprojekten mit Volvo, planen aber keine Dakar Rally" erklärte der Autohersteller auf Anfrage.
2010/11/08 | 11:33 CET | EDITOR: MR/HS


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