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 SA-Dakar 2012: Lettischer OSCar erster Elektro-Allradler auf der Dakar Rally.
Eine Dakar mit einem Elektroauto? Nach der Ankündigung des ersten Elektro-Buggys des Holländers Tim Coronel (fuhr jüngst auf der "Mini Dakar" in Hardenberg) und dem geplanten belgischen Elektro-Unimog für die Breslau Rally 2012 hatte die lettische Rallyraid-Schmiede "OSCar" den ersten Elektro-Allradler für die Dakar angekündigt. Das war im April - und nun ist man tatsächlich startbereit.
"Oscar OE" nennen die Letten stolz ihre Eigenkonstruktion, die im Vergleich zu den Vorjahren optisch wesentlich professioneller auftritt. Acht Monate hat man zum Bau des einzigen Fahrzeuges gebaut, bereits im Dezember will man in Südamerika letzte Marathon-Tests fahren.
"Bisher hat niemand versucht, ein solches Auto zu bauen. Ein funktionierendes Allrad-Rallyfahrzeug, das nur mit Batterien und einem Elektromotor eine Marathonrally standhalten kann. Wir mussten dieses Auto neu erfinden" erklärt Konstrukteur Andris Dambis stolz.
Doch hat man nun wirklich "das Rad neu erfunden"? Naja. Das Haupt-Problem: Reichweite in Kombination mit Leistung. Zudem stellt das Wetter in Südamerika besondere Bedingungen: Von absoluter Hitze bis Kälte ist alles dabei.
Man hat den OSCar vollgepackt - mit Motoren und Batterien. 16 Temperatur-beständige Winston Hochleistungsakkus erzeugen kombiniert 512 Volt und 52 kWh. Diese treiben einen Elektromotor an, der zwischen 150 und 335 kW Leistung und 400 bis 800 Nm Drehmoment erzeugt.
Um auf "Nummer Sicher" zu gehen, setzt man zudem auf KERS "regenerative Bremsen", die Bremsernergie auffangen und in Elektrizität umwandeln.
Sollten "alle Stricke reissen", hat man zudem einen Nissan V6-Benzinmotor und 200 Liter Treibstoff an Bord - der allerdings als Generator und nicht für den direkten Antrieb dient. "Der Antrieb bleibt zu 100 Prozent elektrisch". Nachteil: Bei hohem Gewicht soll maximal eine Geschwindigkeit von 140 km/h drin sein.
Als Team geht man 2012 nach einigen ruhigen Jahren wieder in die Vollen. 20 Mann stark ist die Crew des lettisch-französisch-russischen (Gesamt-)Teams.
Neben dem Elektro-OSCar, den Maris Saukans gemeinsam mit Konstrukteur Andris Dambis pilotieren wird, startet die russisch-lettische Crew Antona Grigorova und Ainara Princa in einem zweiten Rallyfahrzeug, einem (regulären) OSCar 03. Dazu kommen ein DAF-T4 Truck (den man sich mit einem französischen Team teilt), zwei T5-Trucks sowie zwei Nissan Navara Service-Pickups.
2011/11/23 | 15:26 CET | ARTICLE: MR/SY/HS






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