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 SA-Dakar 2012: Matthias Kahle - "T4-Service Crew ist wie eine Versicherung."
"Fast Assistance", so lautet die offizielle Bezeichnung der Service-Trucks, die bei Marathonrallys am Wettbewerb teilnehmen. Die speziell präparierten Racetrucks der Klasse T4 absolvieren dieselben Strecken wie die vor ihnen fahrenden Autos - und kämpfen selbst um Bestzeiten. Ihre Hauptaufgabe besteht jedoch darin, das eigene Team zu unterstützen.
Das deutsche "HS Rally Team" von Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann schickt seit 2008 ebenfalls einen Racetruck an den Start, falls der SMG-Diesel-Buggy in Schwierigkeiten gerät. Truck-Pilot Mathias Behringer und sein 9,5 Tonnen schwerer MAN-Lastwagen sind fester Bestandteil des Teams.
"Wer bei einer Marathonrally vorn mitfahren will, kommt ohne eigenen Racetruck nicht weit", erklärt Buggy-Fahrer Matthias Kahle. "Der Racetruck ist so etwas wie unsere Versicherung für den Schadensfall. Wir wissen, dass Mathias Behringer bei einem Problem immer schnell zur Stelle ist. Ausserdem ist er als Rückhalt für uns als Fahrer psychologisch wichtig."
Bei der Südamerika-Dakar 2011 stoppte ein Kabelbrand die Fahrt des SMG-Diesel-Buggy der Deutschen in den gefürchteten weissen Dünen der Fiambala-Wüste. Eine Reparatur an Ort und Stelle war nicht möglich, also nahm Behringer den SMG an den Abschlepphaken.
Auf einer der schwierigsten Etappen zeigte der Truck-Fahrer eine wahre Glanzleistung: Behringer zog den Buggy 160 Kilometer durch den weichen Wüstensand ohne einen einzigen Wegpunkt auszulassen - das Team erreichte das Etappenziel ohne Strafzeiten und mit "nur" fünf Stunden Zeitverlust.
"Was Mathias Behringer an diesem Tag geleistet hat, ist sagenhaft", beschreibt Navigator Dr. Schünemann. "Die Fiambala-Etappe war so schwer, dass selbst erfahrene Piloten mit intakten Fahrzeugen nicht alle Wegpunkte erreicht haben. Mathias hat das sogar mit uns am Abschleppseil geschafft! Man kann wirklich sagen: Wir haben einen der besten Piloten und einen der schnellsten Racetrucks im gesamten Starterfeld."
Die guten Leistungen von Behringer und seinen beiden Copiloten zahlen sich übrigens auch für die T4-Crew selbst aus: Bei sieben Einsätzen erreichte der Racetruck fünf Mal die Top 10. Eine beachtliche Leistung, zumal in der Lkw-Wertung einige professionelle Werksteams an den Start gehen, die rein im Rennen starten - ohne jede Service-Verpflichtung.
Mathias Behringer, 1973 in Dillingen a. d. Donau geboren, hat seine Motorsportkarriere im Autocross begonnen. 2002 wurde er Deutscher Meister in der Disziplin Specialcross, 2004 und 2005 jeweils Vize-Europameister.
2007 bestritt der gelernte Zimmerermeister erstmals die Rallye Dakar, seit 2008 startet Behringer für das "HS Rally Team". Sein grösster Erfolg war der zehnte Platz bei der Südamerika-Dakar 2011. Behringer lebt in Lutzingen, rund zehn Kilometer von seiner Geburtsstadt entfernt.
2011/12/12 | 12:58 CET | ARTICLE: MR/SY/EICKHOF/KLEIN/FACEBOOK






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