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 SA-Dakar: Carlos Sainz - "Das ist ein riskantes Spiel und das wussten wir".
Im Motorsport kann alles sehr schnell gehen - besonders auf der Dakar. Das kam gestern der Vorjahressieger Carlos Sainz zu spüren, nachdem er sich bei seinem Race Touareg ein Rad abriss und so die grössten Siegchancen verspielte.
""Wir haben heute wirklich attackiert und waren im Staub von unserem Teamkollegen Nasser Al-Attiyah auf etwa 25 Sekunden dran. Das ist ein riskantes Spiel und das wussten wir" meint Sainz am Abend.
"Wir haben im Staub ein Loch übersehen, in das wir auf der Bremse stehend hineinrutschten. Die Aufhängung brach" berichtet der Spanier weiter. "Glücklicherweise waren Mark Miller und Ralph Pitchford mit Ersatzteilen direkt hinter uns und wir konnten die zerstörten Komponenten in Rekordzeit bei unglaublich hoher Hitze wechseln. Dank der Hilfe haben wir das Ziel auf dem dritten Platz Gesamt noch erreicht. Dafür bin ich dankbar. Aber heute bin ich nicht einfach nur ausgepumpt, ich brauche einen neuen Körper."
Mark Miller muss spätestens seit seinem Überschlag als "Wasserträger" für die Volkswagen-Führenden agieren. "Genau dafür ist man ein Team" meint der US-Amerikaner. "Kurz nach dem Start des zweiten Teils kamen wir zu Carlos Sainz und Lucas Cruz, die einen Aufhängungsschaden hatten. Wir haben perfekt zusammengearbeitet, um das Problem so schnell wie möglich zu beseitigen. Normalerweise braucht man dafür mindestens zwei Stunden, wir haben es in einer geschafft."
Gewinner des Pech von Sainz waren Team-intern Nasser Al Attiyah und Giniel de Villiers. "Durch das Problem von Carlos haben wir heute in der Gesamtwertung einen Platz gut gemacht. Für ihn tut es mir leid, denn er hat bis hierher ein überragendes Rennen absolviert. Doch es zeigt auch: Bei dieser extrem harten Rallye kann jeden Tag alles passieren. Man muss bis zum Schluss auf der Hut sein" meint De Villiers.
Al Attiyah bleibt zurückhaltend - denn nun schaut Alles auf den Qatari. Bei X-raid hatte er 2007 schon einmal die Nerven verloren - jetzt müssen er und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk durchhalten. "Wir haben jetzt einen komfortablen Vorsprung, doch der bedeutet nichts, wenn man nicht in Buenos Aires ankommt. An den Sieg verschwende ich noch keinen Gedanken. Schließlich liegen noch zwei extrem harte Tage vor uns."
2011/01/14 | 12:41 CET | ARTICLE: MR/DAKARTEAM


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