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 SA-Dakar: Enges Duell zwischen Kahle im Buggy und Van Loon im Mitsubishi.
Vollgas bis zum letzten Meter: Nach den technischen Problemen in der Fiambalawüste kehrten Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann auf der elften Etappe zu alter Form zurück. Allerdings haben die SMG-Buggy-Piloten vor den beiden Schlussetappen einen schnellen Allrad-Mitsubishi im Nacken sitzen.
Wir erinnern uns: Auf der zehnten Etappe durch die Fiambalawüste waren die beiden Deutschen durch einen Brand im Kabelbaum früh gestrandet, mussten auf die Hilfe ihres T4-Racetrucks warten. Eine Reparatur an Ort und Stelle war unmöglich, also wurde der Buggy 160 Kilometer durch die gefürchteten weissen Dünen abgeschleppt.
Zeitverlust: 5:40 Stunden auf Tagessieger Giniel de Villiers (VW). Dennoch büssten Kahle/Schünemann durch den wilden Ritt am Abschlepphaken keinen einzigen Platz ein und lagen am Abend weiterhin auf Rang Zehn der Gesamtwertung, der MAN-Truck von Mathias Behringer, Hugo Kupper und Jochen Seiler fiel lediglich eine Position zurück. Solche Geschichten schreibt nur die Dakar.
Über Nacht leisteten die Mechaniker der SMG-Mannschaft um Philippe Gache ganze Arbeit: Sie reparierten den Kabelbaum und schickten ein perfekt funktionierendes Auto in die elfte Etappe von Chilecito nach San Juan.
Kahle/Schünemann hatten auf der über 500 Kilometer langen Speziale eine nahezu problemlose Fahrt und verbuchten schlussendlich die zehnte Position in der Tageswertung sowie den neunten Klassensieg in der Buggy-Kategorie.
Matthias Kahle berichtet: Die 11. Etappe war aus fahrerischer Sicht eine tolle, anspruchsvolle Prüfung. Es ging ständig hoch, runter, links, rechts. Allerdings war es unglaublich heiss. Hier im Biwak zeigt das Thermometer 40°C an. Wir haben uns einmal an einer sehr unübersichtlichen Stelle kurz verfahren, aber zum Glück hat es Eric van Loon an der gleichen Stelle erwischt. Das wird noch ein spannendes Duell in den nächsten Tagen."
In der Gesamtwertung behauptet die Buggy-Crew weiterhin Rang 10, allerdings im direkten Duell mit dem Niederländer Eric van Loon im Mitsubishi Racing Lancer, der heute 4:35 Minuten schneller war als die Buggy-Crew. Zwei Etappen und 736 WP-Kilometer vor dem Ziel trennen die beiden Teams gerade einmal 14:47 Minuten.
"Wir sind froh, dass heute wieder alles reibungslos funktioniert hat" meint Navigator und Teamchef Dr. Thomas Schünemann. "Der gestrige Tag war sehr anstrengend, aber wir haben als Team zusammengehalten und die Situation gemeistert. Jeder hat seine Aufgabe bestmöglich gelöst. Ein grosses Dank an Mathias Behringer und seine Jungs im Racetruck und natürlich an die Mechaniker, der den Buggy wieder ans Laufen gebracht haben. Jetzt wollen wir versuchen, Platz Zehn zu halten. Aber das wird noch ein hartes Stück Arbeit."
Mit weniger Gegenwehr müssen hingegen Mathias Behringer, Hugo Kupper und Jochen Seiler im Racetruck des Hamburger Teams rechnen. Das deutsch-niederländische Trio machte auf der elften Etappe verlorenen Boden gut und schaffte durch Platz 14 in der Tageswertung erneut den Sprung unter die besten Zehn.
2011/01/14 | 13:19 CET | ARTICLE: MR/DAKARTEAM


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