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 SA-Dakar: KTM motiviert, Kinigadner "nicht über Afrika-Rückkehr nachdenken".
Bei der 3. Auflage der Südamerika-Dakar schrieb der österreichische Motorradhersteller KTM Geschichte: Der 10. Sieg auf einer Dakar Rally (1978 bis 2008 erschwert in Afrika ausgetragen) insgesamt. Der spanische Werksfahrer Marc Coma setzte sich nach einem Zweikampf über packende 9.500 Kilometer knapp gegen seinen französischen Markenkollegen Cyril Despres durch.
Jetzt will KTM die Dakar laut CEO Stefan Pierer als führende Marketing Plattform nutzen und auch ein Production Modell der KTM 450 Rally entwickeln. "Ich bin zuversichtlich, dass dieses neue Motorrad ... einen weiteren Beitrag zum Ansehen unserer Marke leisten wird. Wir wollen Teams und Fahrer aus so vielen Ländern wie nur möglich auf unseren Motorrädern sehen. Denn jeder KTM-Fahrer ist ein Markenbotschafter - egal ob Werksfahrer oder Privatier."
Erstmals mussten die Profis in diesem Jahr mit Motorrädern mit einem Hubraumlimit von 450 ccm antreten. Die Maschinen hatten dadurch weniger Leistung, waren aber leichter und wendiger als ihre Vorgänger. Weiterer Effekt: Neue Marken wie Sherco, Aprilia und BMW bereicherten die Dakar.
"Wir sind mit Recht stolz auf unsere beiden Werksfahrer. Besonders erfreut sind wir aber auch über die neue KTM 450 Rally Replica. Das Motorrad ist die Antwort auf die überraschende Regeländerung Mitte 2009. Wir nahmen die Herausforderung an und heute ist klar, dass wir unser Ziel erreicht haben. Die Resultate sprechen für sich selbst", so KTM Motorsport-Berater Heinz Kinigadner.
Kinigadner ist ein "Dakaristi" der alten Schule - sprich Afrika. Noch im Oktober witzelte er im Interview im österreichischen Online-Magazine [ TT.com ]: "Wenn du in Afrika 600 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt bist und dir deine Maschine verreckt, dann hast du ein massives Problem. Wenn du in Südamerika 15 Kilometer lang nichts siehst, weisst du schon, das du dich verfahren hast. Scheidest du aus, rufst du dir ein Taxi und fliegst heim."
Natürlich weiss Kinigadner, das auch die Südamerika-Dakar hart ist. Von der Streckenführung würden sich die Ausgaben nichts nehmen, wohl aber vom Gesamtkonzept. Die Dakar war früher auch für den Service ein Abenteuer, der kommt heute mit Strassen-Wohnmobil oder schläft im Hotel. "Die ganz grossen Abenteuer wurden halt früher geschrieben."
Auch Kinigadner hat die wirtschaftliche Macht Süd Amerikas erkannt. Dem österreichischen Magazin [ SPORT10.at ] verriet er in einem Abschlussinterview, das man über die Rückkehr nach Afrika nicht mehr nachdenken sollte. "In Südamerika ist das Event ein Hammer für die Industrie und ein grosser Segen für die Wirtschaft" so die Dakar-Legende gegenüber dem Magazin.
Heinz Kinigadner sieht Chile und Argentinien zusammen mit Peru und Bolivien am naheliegendsten, würde sich aber auch Brasilien als Austragungsort wünschen: Hier hat man jüngst das grösste "KTM-Store" weltweit eröffnet.
2011/01/19 | 20:54 CET | ARTICLE: MR/SY/KTM/TT.COM/SPORT10.AT


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